
Gudrun Elisabeth Deterding Gundersen
geboren 1949 in Duisburg, als Tochter von Dr. Ernst Deterding und seiner Frau Ingeborg, die 12 Kinder hatten.
Als Waldorfschülerin gestaltete sie im Verlauf der 12. Klasse-Jahresarbeit einen Bildfries über das Märchen "Der Eisenhans".
Schon früh begann Gudrun auch Gedichte zu schreiben und sich mit Sprüchen von Rudolf Steiner zu beschäftigen.
Nach dem Abitur heiratete sie den dänischen Studienrat Gustav Stentoft Gundersen, der Musiklehrer in Vejle (DK) war und später in Wien (A) und Oslo (NO) an den Waldorfschulen unterrichtete.
Nach dem Gudruns Eurythmiestudium in Den Haag und Wien zog das Künstlerpaar nach Oslo, wo sie drei Kinder bekamen. Der frühe Tod ihres Mannes machte eine zweite Verbindung möglich, die mit dem verwitweten Freund ihres Mannes, Luciano Marsi und seinen zwei Söhnen, viel Leben und noch ein weiteres eigenes Kind ins Haus brachte.
Intensives Studium der Anthroposophie, der Michaelschule und das Gestalten von Eurythmiekursen für Erwachsene, sowie das Schreiben von vielen Artikeln kulminieren nun seit ihrem 70. Jahr in der Gestaltung von den "Sophia-Büchern". Seid Jahrzehnten arbeitet sie mit den Texten der "Michaelschule", die Rudolf Steiner im Namen des Erzengels Michael gründete. Am 100. Jahrestag der Grundsteinlegung des Ersten Goetheanum, am 20.September 2013, begann die Gruppenarbeit mit den Texten der Michaelschule in Owingen. Zur Zeit lebt Gudrun am Bodensee und schreibt.
Das nebenstehende Bild ist die Original-Pastell-Skizze Rudolf Steiners zu dem Mittelmotiv der kleinen Kuppel des Ersten Goetheanum. In der Mitte der goldleuchtende Christus, der Repräsentant der Menschheit, der das Gleichgewicht hält zwischen der luziferischen Macht, die einen nach oben zieht (rot) und den ahrimanischen Kräften (dunkel unten), die einen in den unterirdischen Bereich versucht gefangen zu nehmen. Michaels kosmische Kraft strahlt von links oben als breiter Lichtstrahl und Sophias Weisheit umhüllt in rosa Tönen das Geisteswirken.
Dies alles und viel mehr wird in der "Michaelschule" gelehrt.
Nach dem 10. Brief unten ist das VIDEO eingefügt mit der "Eurythmischen Übungsreihe für die sieben Wesensglieder des Menschen", gefolgt von einer schriftlichen Fassung des im Video Dargestellten, in dem Mantrentexte der 9. und 11. Stunde der Michaelschule sinnvoll eingesetzt werden. Anschließend kommen viele weitere E-Mail-Briefe zur Michaelschule.
Die Erschaffung des inneren Tempels
und das Wirken der hierarchischen Geistwesen darinnen
Dies ist die schriftliche Widergabe einer gestalteten Klassenstunde der „Michaelschule“[1]
mit Texten von Rudolf Steiner
am 20.9.2024 um 19 Uhr in Überlingen[2]
Gestaltet und ausgeführt von Michael Hertel und Gudrun D. Gundersen
für Menschen, die sich dieser Schulung verbunden fühlen
Programm:
Willkommen
Grundsteinspruch
"Die Tempellegende" in Rudolf Steiners Worten
Gedanken von Gudrun D. Gundersen zum 111 Jahrestag der Grundsteinlegung des Ersten Goetheanum –
Rudolf Steiners unterschiedliche Arbeitsweise und Darstellung des TEMPELS von der Tempellegende bis zur Michaelschule.
„Der Hüter der Schwelle“
„Sakral-eurythmische Selbsterkenntnisreihe“ mit Mantren der 9. Stunde
Texte aus der 11. Klassenstunde
***
Willkommen
Werden wir das Thema behandeln:
„Die Erschaffung des inneren Tempels und das Wirken der hierarchischen Geistwesen darinnen“
So, wie vor 11 Jahren, werden wir die drei ersten Strophen des „Grundsteinspruches“ als Tor benützen, um Einlass in die Michaelschule zu bekommen.
Und die 4.Strophe wird ganz zum Schluss den Ausgang bilden.
Das Wasser, das in der Mitte des Kreises steht und alle Schwingungen dieser Feier aufgenommen hat, wird ganz zum Schluss verteilt.
[1] Freie Hochschule für Geisteswissenschaft
[2] Anmeldung erbeten bei: gdgundersen@gmail.com , Gudrun Gundersen, Kapellenweg 2, 88696 Owingen
***
GRUNDSTEINSPRUCH von Rudolf Steiner
Menschenseele!
Du lebest in den Gliedern,
Die dich durch die Raumeswelt
In das Geistesmeereswesen tragen:
Übe Geist-Erinnern
In Seelentiefen,
Wo in waltendem
Weltenschöpfer-Sein
Das eigne Ich
Im Gottes-Ich
Erweset;
Und du wirst wahrhaft leben
Im Menschen-Welten-Wesen.
Denn es waltet der Vater-Geist der Höhen
In den Weltentiefen Sein-erzeugend.
Ihr Kräftegeister:
Seraphim, Cherubim, Throne,
Lasset aus den Höhen erklingen,
Was in den Tiefen das Echo findet;
Dieses spricht:
Aus dem Göttlichen weset die Menschheit
Das hören die Elementargeister,
In Ost, West, Nord, Süd:
Menschen mögen es hören.
2. Strophe:
Menschenseele!
Du lebest in dem Herzens-Lungen-Schlage,
Der dich durch den Zeitenrhythmus
Ins eigne Seelenwesensfühlen leitet:
Übe Geist-Besinnen
Im Seelengleichgewichte,
Wo die wogenden
Welten-Werde-Taten
Das eigne Ich
Dem Welten-Ich
Vereinen;
Und du wirst wahrhaft fühlen
Im Menschen-Seelen-Wirken.
Denn es waltet der Christus-Wille im Umkreis
In den Weltenrhythmen Seelen-begnadend.
Ihr Lichtesgeister:
Kyriotetes, Dynamis, Exusiai,
Lasset vom Osten befeuern,
Was durch den Westen sich formt;
Dieses spricht:
„In dem CHRISTUS wird Leben der Tod“.
Das hören die Elementargeister,
In Ost, West, Nord, Süd:
Menschen mögen es hören.
3. Strophe:
Menschenseele
Du lebest im ruhenden Haupte,
Das dir aus Ewigkeitsgründen
Die Weltengedanken erschließet:
Übe Geist-Erschauen
In Gedanken-Ruhe,
Wo die ew’gen Götterziele
Welten-Wesens-Licht
Dem eignen Ich
Zu freiem Wollen
Schenken;
Und du wirst wahrhaft denken
In Menschen-Geistes-Gründen.
Denn es walten des Geistes Weltgedanken
Im Weltenwesen Licht-erflehend.
Ihr Seelen-Geister:
„Archai, Archangeloi, Angeloi
Lasset aus den Tiefen erbitten,
Was in den Höhen erhöret wird:
Dieses spricht:
„In des Geistes Weltgedanken erwachet die Seele“.
Das hören die Elementar-Geister,
In Ost, West, Nord, Süd;
Menschen mögen es hören.
Die Tempellegende
Dieser Text ist zusammengesetzt aus einer Original Handschrift Rudolf Steiners aus GA 265 (in Schrägschrift) und aus dem Vortrag „Über den verlorenen und wieder zu errichtenden Tempel“, Berlin, 15. Mai 1905, aus GA 93
„Im Beginn der Erdenentwicklung stieg einer der Lichtgeister oder ELOHIM aus dem Sonnenbereich in den Erdenbereich und verband sich mit EVA, der Urmutter des Lebendigen. Aus dieser Verbindung entstand KAIN, der erste der Erdenmenschen.
Darauf bildete ein anderer aus der Reihe der ELOHIM, JAHVE oder JEHOVA, den ADAM; und aus der Verbindung des Adam mit der Eva entstand ABEL, des Kain Stiefbruder. Die Ungleichheit der Abstammung von Kain und Abel (ungeschlechtliche und geschlechtliche Abstammung) bewirkte Streit zwischen Kain und Abel. Und Kain erschlug Abel. Abel war durch die geschlechtliche Abstammung, Kain durch den moralischen Fall, des Lebens in der geistigen Welt verlustig gegangen. Für Abel gab Jehova dem Elternpaar den Ersatzsohn SETH.
Die Nachkommen Seths konnten in besonderen (traumhaften) Bewusstseinszuständen in die geistige Welt schauen. Die Nachkommen Kains waren dieses Schauens ganz verlustig gegangen. Sie mussten sich im Laufe der Generationen hindurch durch allmähliche Ausbildung der menschlichen Erdenkräfte zur Wiedererringung der spirituellen Fähigkeiten hinaufarbeiten.“
„So haben wir zweierlei Menschengeschlechter. Die einen sind die ursprünglichen Abkömmlinge des ELOHIM, die Kainssöhne, man nennt sie auch die Söhne des Feuers. Sie sind diejenigen, die die Erde bebauen, aus der unlebendigen Erde herausschaffen und sie umgestalten durch die Kunst des Menschen.“ „Ein anderer Nachkomme ist TUBAL-KAIN, welcher in der Bearbeitung der Metalle es weit brachte, ja die Metalle kunstvoll zu Musikinstrumenten zu formen verstand.“ …“ Aus diesem Geschlecht stammt auch der Baumeister HIRAM-ABIFF.“ … „Der in seiner Kunst so weit gelangt war, dass diese unmittelbar an das Schauen der höheren Welten grenzte, und nur noch eine dünne Wand hin zur Initiation für ihn zu durchstoßen war.
Einer der Nachkommen Abel/Seths war der weise SALOMO. … Er erdachte den Plan eines Tempels, der in seinen Formteilen symbolisch die Menschheitsentwicklung zum Ausdruck bringen sollte. Durch seine Traumweisheit konnte er die Gedanken dieses Tempels in allen Einzelheiten ersinnen; doch fehlte ihm die Kenntnis der Erdenkräfte zum wirklichen Bau, welcher nur durch die Ausbildung der Erdenkräfte im Kainsgeschlecht zu erringen waren. Es verband sich deshalb Salomo mit Hiram-Abiff. Dieser baute nun den die Menschheitsentwicklung symbolisch ausdrückenden Tempel.“[1]
„Die Söhne des Feuers sind es, welche aus den umfassenden Weltgedanken heraus Weisheit, Schönheit und Güte in die Welt hineinbauen sollen, um die Welt zum Tempel zu gestalten.“
„Jehova nennt man auch den Gott der Form, den Gott, der das Lebendige zur lebendigen Macht geschaffen hat im Gegensatz zu dem anderen Elohim, der schafft, um aus Leblosem das Lebendige hervorzuzaubern. Wem gehört die Zukunft? – das ist die große Frage der Tempellegende. Würden sich die Menschen nach der Jehova-Religion entwickeln, so würde alles Leben in der Form ersterben. Man nennt das in der okkulten Wissenschaft den Übergang in die achte Sphäre. Jetzt aber ist der Zeitpunkt gekommen, dass der Mensch selbst das Tote zum Leben erwecken muss. Das geschieht durch die Kainssöhne, durch diejenigen, welche sich nicht auf das verlassen, was vorhanden ist, sondern selbst in Formen schaffen. Die Kainssöhne formen selbst am Bau der Welt.“
„Der GEIST des Menschen ist dasjenige, was der Mensch hineinbaut in den Astralkörper, wenn er ihn nicht so behält, wie er ihn erhalten hat. – Diesen Bau soll Hiram jetzt aufrichten.“
„Die äußere Welt (und ebenso sein eigenes irdisches Wesensgefüge) so umzugestalten, dass sie ein Kleid des Geistigen ist, das ist die Aufgabe. … das äußere Bauwerk sollte ein Abbild des Geistigen werden, des Tempels der Welt, der aus der intuitiven Weisheit aufgebaut werden soll.“
„Wünsche, Begierden, Leidenschaften haben Unordnung in den Tempel der Welt hineingebracht. Erst wenn aus des Menschen Willen heraus wieder Gesetzmäßigkeit sprechen wird, in einer höheren und schöneren Weise wie einstmals die Götter an der Natur geschaffen haben, erst wenn der Mensch den Gott in sich selbst erstehen lassen wird, so dass er wie ein Gott an dem Tempel bauen kann, dann wird er den verlorengegangenen Tempel wiedergewinnen.“[2]
Vortrag von Gudrun Gundersen am 20. September 2024
Durch die vorgelesenen Zitate über diese, hier nur teilweise dargestellte Tempellegende, wird der Haupt-Gedanken von Rudolf Steiners kainitischem Bau-Impuls hörbar. Rudolf Steiner knüpfte in seiner sogenannten frühen Esoterik bei den Freimaurern an, weil diese Form der Esoterik in der gebildeten Gesellschaft damals lebte. Bedenkt man, dass Goethe und Mozart, sowie alle damaligen Geistesgrößen, auch in der Freimaurerei ihre moralische und geistige Bildung bekamen, so kann man heute vielleicht verstehen, dass ein Eingeweihter immer anknüpfen muss an die bestehenden geistigen Traditionen seiner Zeit.
Die Herausgabe und Beschäftigung von Goethes Werken führte Rudolf Steiner zu Goethes Märchen, das wie ein Samenkorn in ihm erblühte und zum ersten Mysteriendrama wurde. Und die Menschen wollten mehr Dramen, die die Anthroposophie beispielhaft an Menschenschicksalen erlebbar macht. Diese Dramen brauchten einen Bau, einen Mysterienbau.
In vielen Vorträgen und esoterischen Stunden vertiefte Rudolf Steiner die Tempellegende und die symbolische Sprache der Inhalte der Freimaurerei, das zu dem enormen Bauwillen der Mitglieder führte.
So fand heute vor 111 Jahren, als „Merkur in der Waage“ stand, diese Grundsteinlegung am Abend statt. Das Dokument davon ist sehr aufschlussreich. In himmlischen Eurythmieformen umhüllen da die neun Hierarchien den Doppelkuppelbau, der als doppelter Pentagondodekaeder eingezeichnet ist mit den rosenkreuzerischen Siegelworten, die wir aus der Michaelschule kennen. „Im Sein umschließt sich Sein“ ist die Zeile des Merkurs in der Waage; aus diesem Bewusstsein ist das Dokument geformt.
Auch nimmt die Jahres-Zeitangabe eindeutig Bezug zum Mysterium von Golgatha, bei dem der Christusgeist sich voll mit dem Leib des Jesus verbunden hatte und durch ihn sich mit der Erde ganz verband. D.h. Rudolf Steiner schreibt 1913 das Dokument, aber als die wahre Jahreszahl 1880 in das dann eingemauerte Grundstein-Dokument hinein.
In großen Vortragszyklen vertiefte Rudolf Steiner das Verständnis für das Christus Mysterium und in den Esoterischen Stunden wurden die freimaurerischen Symbole mit neuem Geist erfüllt und erst wieder verständlich gemacht. Diese Darstellungen erfüllten die Seelen der Mitglieder so stark, dass sie den Kriegswirren des Ersten Weltkrieges trotzen, und Geld sammelten für den neuen Tempelbau.
Zarte Frauenhände schnitzten die Säulen und den Architrav und andere wiederum malten großen Deckenmalereien in neuen Techniken.
Dieser neue Tempelbau der Menschheit, das Erste Goetheanum, offenbart große Geheimnisse der Entwicklung der Erde in den großen 2 x 7 Säulen unter der großen Kuppel.
Im Architrav offenbaren sich die Entwicklungsströme der Menschheit und die aus der Zukunft hereinwirkende Kraft der Hierarchien.
In den Fenstern werden die Inhalte der Michaelschule als Imaginationen offenbar.
In den Deckenmalereien wir die Entwicklungsgeschichte der Menschheit sichtbar.
Und unter der kleinen Kuppel wurden auf der Bühne die geistigen Welten und Tempel sichtbar – auch mit Hilfe der neuen Bewegungs-Kunst, der Eurythmie. Die große Skulptur des Menschheitsrepräsentanten sollte in der hinteren Mitte der Bühne stehen zwischen den 2 x 6 Säulen.
Eine Erneuerung aller Künste fand statt durch diese Verwirklichung eines erneuerten Tempelbaues, des Ersten Goetheanum, der Leib sein wollte dem Geiste, dem Geist der Anthroposophie, die nun als offenbares Geheimnis in der Welt sichtbar wurde.
Vom 20. September 1913 an – bis Sylvester 1922/23 wurde an dem Tempel der Menschheit gebaut und geformt. Das allerletzte, die wahre Einweihung des Gebäudes sollte noch geschehen, als – wie in der Tempellegende – böse Gesellen diese Vollendung sabotierten durch Brandstiftung.
„So konnte dasjenige, was aus dem Stoff geprägt werden musste, um fürs Auge hingestellt zu werden, von den physischen Flammen verzehrt werden. … Das aber, was als Anthroposophie da sein soll zur Weiterentwicklung der Menschheit, das ist aus dem Geiste heraus gebaut; das wird durch die Flammen des geistigen Lebens nicht aufgezehrt, nicht getötet. Die Flammen des geistigen Lebens sind nicht verzehrende Flammen, sie sind verstärkende Flammen, die erst recht Leben geben. … Der Geist wird doch immer über den Stoff siegen und sich immer neuerdings in Stoff verwandeln.“[3]
Mit verstärkten Geisteskräften formte Rudolf Steiner auch den Entwurf für ein neues Gebäude, das nun nicht aus Spenden, sondern aus Versicherungsgeldern auszuführen war.
Die Weihnachtstagung 1923/24 fand statt, wodurch der „Grundsteinspruch“ nun in die Herzen der Menschen gelegt wurde, so dass kein äußerer Brand den inneren Tempelbau vernichten kann. Diesen inneren Tempelbau können wir also jedesmal errichten, wenn wir den Grundsteinspruch innerlich bewegen. Er bildet auch das Eingangstor in die Michaelschule.
Nach dem Brand trat Ita Wegmann zu Rudolf Steiner und fragte nach einer anthroposophisch erneuerten esoterischen Schulung, so dass Rudolf Steiner den neuen Schulungsweg in neunzehn Meditationen von dem Zeitgeist Michael selbst vermitteln konnte.
Im Rosa Fenster Süd hatte Rudolf Steiner bereits das Thema des inneren Tempelbaues in Imaginationen geformt.
Im linken Fensterteil heißt es: „Ich schaue den Bau“ und man sieht da Menschenseelen in der Vorgeburtlichen Welt, die hinunterschauen auf die Formen des Ersten Goetheanums.
In der Mitte wird dargestellt: „DIE WELT BAUT“. Für Rudolf Steiner ist die „WELT“ immer die geistige und die physische zugleich, die zwei Seiten eben der WELT darstellen. Den eigenen Engel sieht man dort, wie er im Austausch ist mit dem Menschen, der in Meditation ist, dessen höheres Selbst leuchtend, wie eine kleine Sonne über seinem Haupte erstrahlt. Ein Abtasten der Geistesstrahlen voneinander ist die Tätigkeit des geistigen Bauens. Und das Resultat sieht man im rechten Teil des Triptychons, wo es heißt: „Und der Bau wird Mensch“. Man sieht ein Menschengesicht, das deutlich kosmisch-lebendiges Denken in sich bewegen kann – und zu ihm blicken die nun inkarnierten Seelen auf.
Der ursprüngliche äußere Bauimpuls ist hier bereits als ein inneres Geschehen dargestellt. Und in der Michaelschule baut man innerlich – und hat dabei auch einen Führer.
***
"Der Hüter der Schwelle", zusammenfassende Zitate aus der Michaelschule
„(Aber) in unserem Herzen sagt uns etwas: Nicht hier, wo uns die Sonne entgegenglänzt von allem, was da wächst und webt und lebt, sondern dort, wo uns nachbedeckte Finsternis entgegenstarrt, da sind die Quellen des eigenen Menschenseins. Davon muss die Antwort kommen auf die Frage: „O Mensch, erkenne dich selbst!“
„Dann gehen wir zögernd der schwarzen Finsternis entgegen und werden gewahr: Das erste Wesen, das uns entgegenkommt, steht dort, wo die schwarze, nachtbedeckte Finsternis beginnt. Wie aus einer vorher nicht gesehenen Wolkenbildung ballt es sich zusammen, wird menschenähnlich, nicht von Schwere durchdrungen, menschenähnlich aber. Mit ernstem, sehr ernstem Blick begegnet es unserem fragenden Blick.
Es ist der Hüter der Schwelle. Denn zwischen der sonnenerglänzenden Umgebung des Menschen und jener nachtbedeckten Finsternis ist ein Abgrund, ein tiefer, gähnender Abgrund. Herüber, gegen uns zu, steht an diesem Abgrunde der Hüter der Schwelle. …
Ach, der Mensch, er ist ja jede Nacht im Schlafe mit seinem ich und mit seinem astralischen Leibe in jener Welt, die jetzt dem imaginativen Blick erscheint als nachtbedeckte Finsternis; aber er ahnt nichts davon – seine Seelensinne sind nicht aufgeschlossen -, er ahnt nicht, dass er mitten unter geistigen Wesenheiten und geistigen Tatsachen vom Einschlafen bis zum Aufwachen lebt und webt; würde er o h n e weitere Vorbereitung bewusst erleben, was da zu erleben ist: Er würde zermalmt. Der Hüter der Schwelle bewahrt uns … davor, unvorbereitet den Abgrund übersetzen zu wollen. Seinen Mahnungen, wir müssen ihnen folgen, wenn wir den esoterischen Weg gehen wollen. Er hüllt den Menschen in Finsternis ein jede Nacht. Er behütet die Schwelle, damit der Mensch einschlafend nicht unvorbereitet sich hineinlebt in die geistige okkulte Welt.“[4]
„Hingerufen hat er uns, der Hüter, sodass wir ihm ganz nahestehen. Mit ernstem Antlitz schaut er uns entgegen. Und er zeigt uns, wie unser Wollen, unser Fühlen, unser Denken vor dem Antlitz der Götter erscheint in Imaginationen. Da ist es noch nicht menschlich dieses Wollen, dieses Fühlen, dieses Denken, da ist es tierisch. Da ist die Selbsterkenntnis noch bestürzend, niederschmetternd.
Aber durchgehen müssen wir durch die Erkenntnis jenes Selbstes, das uns unsere Zeit, unsere Weltenzeit aus ihrer Irrtumsbildung heraus gibt, damit wir zu der wahren Selbsterkenntnis vordringen können.“[5]
„Nachdem der nach Erkenntnis Suchende zerschmettert dagestanden hat unter dem Eindrucke der drei Tiere, die vor dem Antlitz der geistigen Welt die wahre Gestalt seines Wollens, Fühlens und Denkens darstellen, wird der nach Erkenntnis Suchende aufgerichtet nach und nach von dem Hüter der Schwelle.“[6]
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[1]Original Handschrift Rudolf Steiners aus GA 265, Seite 365 ff
[2]aus dem Vortrag „Über den verlorenen und wieder zu errichtenden Tempel“, Berlin, 15. Mai 1905, aus GA 93
[3]Vortrag in Basel, 9. April 1923 aus TB 84, Seite 7
[4]Aus erste Wiederholungsstunde der Michaelschule, Dornach, 6. September 1924
[5]Aus zweiter Wiederholungsstunde der Michaelschule, Dornach, 9. September 1924
[6]Aus vierter Wiederholungsstunde der Michaelschule, Dornach, 13. September 1924
***
Sakral-eurythmische Selbsterkenntnis-Übung
Selbige Übung kann man anschauen auf dem Video Nr. 13
„Um zur wirklichen Erkenntnis zu kommen, ist es notwendig, dass wir eins werden mit der Welt, dass wir ein Gefühl bekommen gegenüber der Welt, wie der Finger, wenn er fühlen könnte für sich, das Gefühl gegenüber dem ganzen Menschenleibe. …
So muss der Mensch fühlen lernen gegenüber der ganzen Welt. Wir sind ein GLIED am geist-seelenhaften Organismus der ganzen Welt, sind nur scheinbar als Menschen abgetrennt von dem geist-seelenhaften Organismus der Welt. … Müssen zunächst wissen: da sind um uns herum ausgebreitet die Elemente Erde, Wasser, Luft, Feuer. Und wir müssen lernen, uns eins zu fühlen unserer Leiblichkeit nach … mit diesen Elementen.“[1]
[1] Aus vierter Wiederholungsstunde der Michaelschule, Dornach, 13. September 1924
***
„Ehre und Dank dem VATER in den Höhen
Dank und Ehre der Mutter in den Tiefen,
Friede und Liebe allen Wesen!“[1]
„Ein Stern über meinem Haupte.
Christus spricht aus dem Stern:
Lasse tragen deine Seele von meiner starken Kraft,
Ich bin bei Dir
Ich bin für dich,
Ich bin in Dir,
Ich bin dein Ich.“[2]
„O Mensch, ertaste in deines Leibes ganzem Sein,
Wie Erdenkräfte dir im Dasein Stütze sind.
O Mensch, erlebe in Deines Tastens ganzem Kreis
Wie Wasserwesen die im Dasein Bildner sind.
O Mensch, erfühle in deines Lebens ganzem Weben,
Wie Luftgewalten dir im Dasein Pfleger sind.
O Mensch, erdenke in deines Fühlens ganzem Weben,
Wie Feuerwesen dir im Dasein Helfer sind.
O Mensch, erschaue dich in der Elemente Reich!“[3]
„Ich führe meine Seele“ – „I“.
„Ich denke die Rede;
Ich rede;
Ich habe geredet;
Ich suche mich im Geiste;
Ich fühle mich in mir;
Ich bin auf dem Wege zum Geiste zu mir.“
„O Mensch, so lasse walten in deiner Seele Tiefen
Der Wandelsterne weltenweisende Mächte.
O Mensch, erwese dich durch den Weltenkreis.“[4]
„Wärmendes Licht dringt von oben in mich – ICH BIN“
Goldene Sonnenwärme dringt vom Umkreis in mich,
Ergießt sich dankend in Liebe – „ICH LEBE“.
Wärmende Erdenströme steigen von unten auf – „ICH WILL“.
So – erblühet / des Menschen Herzen / als Seelenrose / -
Durchströmet / die Erdensphäre / mit Liebeswärme.
„O Mensch, erhalte dir in deines Geistes Schaffen,
Der Ruhesterne himmelkündende Worte.
O Mensch, erschaffe dich durch die Himmelsweisheit.“
„Ich bewundere den VATER;
Ich liebe den SOHN;
Ich verbinde mich dem GEISTE.“
Wir hören nun Texte aus der 11. Klassenstunde der Michaelschule:
„Ihr kennt ja, meine lieben Schwestern und Brüder, … die dreigliedrige Menschennatur, Nerven-Sinnes-Mensch, hauptsächlich repräsentiert durch das menschliche Haupt; rhythmischer Mensch, hauptsächlich repräsentiert durch die Brust, in der die Atmungs- und Zirkulationsorgane konzentriert sind. …Und dann haben wir die Gliedmaßen-Stoffwechsel-Organisation, nach unten und nach außen hin lokalisiert.“
„Die Kopfes-Organisation ist eine wirkliche Nachbildung des ganzen Kosmos.“
„Das menschliche Haupt wäre nicht da, wenn nicht über uns sich wölbte der erhabene Sternenhimmel. … Die Sterne stehen oben; ihre Glanzes-Strahlen kommen uns entgegen, wir nehmen sie auf. Und dasjenige, was wir von den Glanzes-Strahlen aufnehmen, das verschließen wir in diesem Haupte. Und aus dem sprießt und sprosst dasjenige, was unsere menschlichste Tätigkeit auf Erden ist: unser Denken.“
„Das Haupt nimmt diese Strahlen auf; dann ist dasjenige … sozusagen im zusammengerollten Zustand der ganze Sternenhimmel in unserem Haupte. …
Was sind die Sterne? Das sind die Wohnungen der Götter. Das sind die Stätten, wo die Götter wohnen.“
„Welten-Sternen-Stätten,
Götter-Heimat-Orte!
„Der Mensch spricht aus dem Zentrum seines Wesens sein Ich in diesen zusammengerollten Weltenraum, der das Innere seines Hauptes ist, hinein. Und er soll sich bewusstwerden: wenn er sein Ich in dasjenige seines Menschenwesens hineinspricht, das ein Abbild ist der Götterwohnungen, dann wirken in ihm die Götter, die die Götterwohnungen bewohnen, selber.
Dann meditieren wir richtig, wenn wir uns bewusst werden: Wenn wir „Ich“ durch die Kraft unseres Hauptes sagen, sprechen in uns die Götter des Weltenraumes und der Weltenzeit.
Und dann werden wir uns bewusst dessen, was wir selbst aus dem Intimsten unserer Seele antworten auf den Welten-Posaunenklang:
Spricht in Haupteshöhe
Menschen-Geistes-Strahlung
Das „Ich bin“:
Nun antwortet der Engel (und wendet sich an die III. Hierarchie, den Seelengeistern), dann, wenn das Ich spricht: „Ich bin“:
So lebet Ihr im Erdenleibe
Als Menschen-Wesenheit.“
***
Und wir gehen weiter zu der rhythmischen Organisation des Menschen. Wir denken an Lunge und Herz, an dieses wunderbare Pulsieren, an diesen Rhythmus des Atems, der durch seine eigene Wesenheit verrät, wie er ein Ausdruck ist der tiefsten Weltgesetzmäßigkeit, spüren in uns die Bewegung.
Versenken wir uns meditativ in unser Haupt: wir verspüren die RUHE.
Versenken wir uns meditativ in unsere Brust: wie verspüren BEWEGUNG.
Und diese Bewegung, sie ist ein Abbild von dem Gang der Wandelsterne, von den Bewegungen der Wandelsterne, von den Bewegungen von Mond, Sonne, Mars, Merkur, Jupiter, Venus, Saturn. Aber der Repräsentant dieser Bewegung ist die Sonne. Sie steht uns auch am nächsten. …
Aber geradeso wie wir die Welten-Sternen-Stätten, die Götter-Heimat-Orte in uns tragen, in uns zusammenrollen, so die Bewegungen des ganzen Planetensystems – repräsentiert durch die Sonne – in unserer Atmung, in unserer Blutzirkulation, in allem, was in unserem Organismus Bewegung ist.
Daher müssen wir uns vorstellen, dass so, wie erst die Herrlichkeit der Götter-Wohnstätten uns verkündet worden ist im Posaunenklang von allen Seiten der Welt, - dass nun uns durchzieht, durch unseren Körper wie melodisches Erklingen zieht dasjenige, was uns die Bewegungen der Wandelsterne, repräsentiert durch die Sonne, zu sagen haben:
„Welten-Sonnen-Kreise,
Geister-Wirkens-Wege!
Jetzt wiederum sagen wir uns intim, wenn wir als Veranlassung nehmen das, was da melodisch aus den Sternenkreisen in unseren eigenen Leib tönt, jetzt sagen wir aus uns heraus:
Tönt in Herzensmitte
Menschen-Seelen-Weben
Das „Ich lebe“.
Nun antwortet der Angelos, indem er zu den Wandelnden Göttern spricht, (den Lichtesgeistern, zur II. Hierarchie):
So schreitet Ihr im Erdenwandel
Als Menschen-Schöpferkraft.“
***
Dann aber, wenn wir gehen zum dritten Gliede des Menschen, zu demjenigen, was in Armen und Beinen lebt und sich nach Innen im Stoffwechsel fortsetzt, dann hören wir nicht die Weltenweiten im Posaunenklang, dann hören wir nicht das Melos der Wandelsterne, dann hören wir das dumpfe Rollen des Weltengrundes selbst. Und das dumpfe Rollen des Weltengrundes selbst, das ist es, was in demjenigen lebt, was uns zum eigentlichen ERDEN-Menschen macht.
Unbeteiligt an unserem Geistesmenschen sind die Gliedmaßen. Sie sind ganz nach den Erdenkräften gestaltet, die Arme und Hände nur mitgestaltet nach den Luftkräften, … gestaltet nach den Kräften, die aus dem Weltengrunde von unten herauf den Menschen durchströmen. Dessen müssen wir uns bewusst werden.
So, wie wir in der ersten Strophe hören majestätisch erklingen aus dem Weltenumfange die Sprache des Kosmos selbst, wie wir die Sprache des Umkreises vernehmen in der zweiten Strophe, so vernehmen wir die rollende, raunende Sprache des Weltengrundes aus den Erdentiefen in der dritten Strophe.
Es ist ein Glänzen, ein Glänzen von Liebe. Denn in denjenigen Orten, wo dasjenige, was sonst im Umfange ist, sich im Mittelpunkt sammelt, liegen auch die Ursprünge der Liebesmächte.
„Welten-Grundes-Mächte
Schöpfer-Liebes-Glänzen!
Da können wir nicht im Echo antworten mit „Spricht“ und nicht mit „Tönt“, da müssen wir antworten mit der Tat, mit dem, was aus dem Willen fließt. Da müssen wir „schaffen“. Deshalb antworten wir aus unserem Inneren, Wille in die Worte gießend:
Schafft in Leibesgliedern
Menschen-Wirkens-Strömung
Das „Ich will“.
Nun antwortet der Engel, indem er seine Augen hinuntersenkt zu dem, was heraufgrollt aus dem Weltengrunde – grollen nicht im antipathischen gemeint, sondern aus der Dumpfheit des Tönens – antwortet dann den Mächten, die in Weltengrundestiefen waltend tönen, (den Geistern des Willens):
So strebet Ihr im Erdenwerke
Als Menschen-Sinnes-Taten.“
***
Wenn diese mantrischen Worte ertönen, so kann sich der innere Tempel bilden
* aus den Sternenstrahlen von ober her – wölbt sich etwas wie ein Tempeldach
* aus den WEITEN der Planeten-Einwirkungen können entstehen etwas wie kosmische Wände
* und aus den Erdentiefen bildet sich ein Liebesgrund, auf dem dieser geistige Tempel stehen kann.
In diesen inneren Tempel, der aus inneren kosmischen Weiten jenseits der Schwelle entstehen kann, können die Hierarchischen Geistwesen empfangen werden und auch gehört werden, was Sie uns mitteilen wollen.
[1] Spruch von Gudrun Gundersen
[2] Spruch von Rudolf Steiner
[3] Aus Aus neunter Klassenstunde der Michaelschule, Dornach, 22. April 1924
[4] Aus neunter Klassenstunde der Michaelschule, Dornach, 22. April 1924
***
Hierarchien-Feier I mit Kristall-Schalen und Mantren
der 11., 12. und 13. Klassenstunden der Michaelschule von Rudolf Steiner
Für das Zusammenwirken des Menschen mit den Hierarchien im Weltenwerden
Aus dem weiten Weltenraum tönt es „wie mit Weltendonner“:
„Vernimm des Denkens Feld“
„Welten-Sternen-Stätten,
Götter-Heimat-Orte!
Spricht in Haupteshöhe
Menschen-Geistes-Strahlung
Das „Ich bin“.
Ein Angelos spricht zur III. Hierarchie:
Angeloi, Archangeloi, Archai:
So strebet Ihr im Erdenleibe
Als Menschen-Wesenheit.“[1]
Der Hüter weist den Menschen hin auf die ANGELOI, ENGEL:
„Es spricht, der dir die Wege
Von Erdensein zu Erdensein
Im Geisteslichte weisen will“:
ANGELOI: „Blick´ auf deiner Sinne Leuchtewesen.“[2] (Mit Klangschalen Ton h)
Der Hüter weist den Menschen hin auf die ARCHANGELOI, ERZENGEL:
„Es spricht, der dich zu Seelen
Im stoffbefreiten Seinsgebiete
Auf Seelenschwingen tragen will:“
ARCHANGELOI: „Blick´ auf deines Denkens Kräftewirken“[3] (Mit Klangschalen Ton c)
Der Hüter weist den Menschen hin auf die ARCHAI, Geister der Persönlichkeit:
„Es spricht, der unter Geistern
Im erdenfernen Schöpferfelde
Den Daseinsgrund dir geben will“:
ARCHAI: „Blick´ auf der Erinnerung Bildgestalten.“ [4] (Mit Klangschalen Ton d)
***
Man vernimmt es tönend von allen Seiten des Kosmos:
„Vernimm des Fühlens Feld“.
„Welten-Sonnen-Kreise,
Geister-Wirkens-Wege!
Tönt in Herzendmitte
Menschen-Seelen-Weben
Das „Ich lebe“.
Der Angelos spricht zur II. Hierarchie:
Exusiai, Dynamis, Kyriotetes:
So schreitet Ihr im Erdenwandel
Als Menschen-Schöpferkraft.“[5]
Der Hüter weist den Menschen hin auf die EXUSIAI, die Geister der Form:
„Es spricht, der als Gedanke
Aus Geistes Sonnenstrahlen
Dich zum Weltendasein ruft“:
EXUSIAI: „Fühl` in deines Atems Lebensregung.“ [6] (Mit Klangschalen Ton e)
Der Hüter weist den Menschen hin auf die DYNAMIS, die Geister der Bewegung:
„Es spricht, der Weltendasein
Aus Sternen-Lebenskräften
Dir in Geistesreichen schenket:“
DYNAMIS: „Fühl` in deines Blutes Wellenweben“.[7] (Mit Klangschalen Ton e)
Der Hüter weist den Menschen hin auf die KYRIOTETES, die Geister der Weisheit:
„Es spricht, der dir den Geistes-Sinn
In lichten Götter-Höhenreichen
Aus Erdenwollen schaffen will:“
KYRIOTETES: „Fühl` der Erde mächtig Widerstreben.“[8] (Mit Klangschalen Ton e)
***
Aus den Weltenweiten, wie mit donnerähnlicher Stimme, tönt es:
„Vernimm des Willens Feld“.
„Welten-Grundes-Mächte
Schöpfer-Liebes-Glänzen.
Schafft in Leibesgliedern
Menschen-Wirkens-Strömung
Das „Ich will“.
Der Angelos spricht zur II. Hierarchie:
Throne, Cherubine, Seraphine:
So strebet Ihr im Erdenwerke
Als Menschen-Sinnes-Taten.“
Der Hüter weist den Menschen hin auf die THRONE, Geister des Willens:
„Es spricht, der die Weltenkräfte, die dumpfen
Aus Erden-Untergründen, den finstern
In deiner Glieder Regsamkeiten lenket“
THRONE: „Blick auf deiner Triebe Feuerwesen“.[9] (Klangschalen Ton f)
Der Hüter weist den Menschen hin auf die CHERUBINE, Geister der Harmonie:
„Es spricht, der die Geistesstrahlen, die hellen
Aus Gottes-Wirkensfeldern, gnadevoll
In deinem Blute kreisen lässt“:
CHERUBINE: „Blick` auf des Gewissens Seelenführung.“[10] (Klangschalen Ton g)
Der Hüter weist den Menschen hin auf die SERAPHINE, Geister der Liebe:
„Es spricht, der das Menschensein, das vollbrachte
Durch Tode und Geburten, sinngerecht
Zum Atmen bringt in gegenwärt`ger Zeit“:
SERAPHINE: „Blick auf deines Schicksals Geistesprüfung.“[11] (Klangschalen Ton a)
***
„Stets schließt sich der Kreis“[12]
GRUNDSTEINSPRUCH von Rudolf Steiner
4. Strophe:
In der Zeiten Wende
Trat das Welten-Geistes-Licht
In den irdischen Wesensstrom;
Nacht-Dunkel
Hatte ausgewaltet;
Taghelles Licht
Erstrahlte in Menschenseelen;
Licht,
Das erwärmet
Die armen Hirtenherzen;
Licht,
Das erleuchtet
Die weisen Königshäupter.
Göttliches Licht,
Christus-Sonne,
Erwärme
Unsere Herzen;
Erleuchte
Unsere Häupter;
Dass gut werde,
Was wir
Aus Herzen gründen,
Was wir
Aus Häuptern
Zielvoll führen
Wollen.[13]
Dank für das Kommen und innerem Mitwirken an die Teilnehmer
Das Wasser, das die ganze Zeit über in der Mitte stand, wird nun verteilt und gemeinsam getrunken.
Zu den Angaben der Töne der Kristall-Schalen:[14]
[1] Aus: „Meditationen der Michaelschule“ von Rudolf Steiner, 11. Klassenstunde
[2]Aus: „Meditationen der Michaelschule“ von Rudolf Steiner, 12. Klassenstunde
[3] Aus: „Meditationen der Michaelschule“ von Rudolf Steiner, 12. Klassenstunde
[4] Aus: „Meditationen der Michaelschule“ von Rudolf Steiner, 12. Klassenstunde
[5] Aus: „Meditationen der Michaelschule“ von Rudolf Steiner, 11. Klassenstunde
[6] Aus: „Meditationen der Michaelschule“ von Rudolf Steiner, 12. Klassenstunde
[7] Aus: „Meditationen der Michaelschule“ von Rudolf Steiner, 12. Klassenstunde
[8] Aus: „Meditationen der Michaelschule“ von Rudolf Steiner, 12. Klassenstunde
[9] Aus: „Meditationen der Michaelschule“ von Rudolf Steiner, 13. Klassenstunde
[10] Aus: „Meditationen der Michaelschule“ von Rudolf Steiner, 13. Klassenstunde
[11] Aus: „Meditationen der Michaelschule“ von Rudolf Steiner, 13. Klassenstunde
[12] Aus siebter Wiederholungsstunde der Michaelschule, am 20.9.1924
[13] „Grundsteinspruch“ von Rudolf Steiner
[14] sind von Rudolf Steiner gegeben worden an Herr Lewerenz zu den Chakren des Menschen. Siehe: „Eurythmische Korrespondenz Nr. 15, „Eurythmisten im Gespräch, 1952-1958 mit Herausgeber Hans Reipert, Otanes Verlag: Berlin 2006.
Siehe auch: „Kurze Information zu den Kristall-Schalen-Klängen“ von Gudrun Gundersen
INFOS zu den E-Mail-Briefen zur "Michaelschule"
Am 21.04.2021 begann ich E-Mail-Briefe zur Michaelsschule an Freunde zu schreiben und zu versenden, denn der „Corona-Lockdown“ verhinderte das Treffen in Gruppen. Es zeigte sich starkes Interesse an meinen einfachen Hinweisen zum Umgang mit den Texten der sogenannten „Klassenstunden der Hochschule für Geisteswissenschaft in Dornach“, die von Rudolf Steiner auch als Schule des Erzengels MICHAEL bezeichnet wird. Gerade diejenigen, die in einfacher Weise zum ersten Mal sich mit diesen Inhalten selbstständig beschäftigen wollten, fanden Hilfe in den künstlerischen Anregungen, die mir als Eurythmistin selbst im Laufe der Jahrzehnte mit diesen Texten geholfen haben.
Voraussetzung ist natürlich für die Leser, dass man die Anthroposophie in ihren Grundzügen kennt, wie sie in dem Buch „Die Geheimwissenschaft im Umriss“ von Rudolf Steiner beschrieben wird. Außerdem wird ein seelisches Leben mit den Inhalten des von Rudolf Steiner gegebenen „Grundsteinspruch“ als Eingangspforte für diese Stunden der Michaelschule vorausgesetzt. (Kann als Video auf der Startseite gefunden werden.)
Das Buch: „Der Meditationsweg der Michaelschule“ von Rudolf Steiner, (herausgegeben von Thomas Meyer im Perseus Verlag Basel, 40,- €) wurde von jedem Teilnehmer zum selbstständigen Arbeiten angeschafft. Es ist handlich und sehr sinnvoll aufgebaut. Für die Leser dieser Briefe hier auf meiner Webseite setzte ich auch voraus, dass sie die Texte zu den Stunden selbst haben und selbstständig erarbeiten, ebenso die Mantren.
Hinweise zu meinen eigene zwei Büchern finden sich auch in den Briefen. Das erste Sophia-Buch: „Die farbigen Fenster des Goetheanum“ bildet eine Grundlage für die künstlerischen Hinweise. In dem zweiten Buch: „Von den Quellen der kosmischen Eurythmie“ werden bereits sehr intensiv die eurythmischen Darstellungen von ausführlicheren Hinweisen zur Michaelschule begleitet. Diese Bücher können bestellt werde, sind aber auch auf der Startseite dieser Webseite zum Herunterladen frei gegeben.
Diese Reihe von Briefen ist noch im Entstehen, jedoch werde ich nun die bereits versandten Briefe auch hier nach und nach veröffentlichen.
Mir stellt sich die Weltsituation so dar, dass jede Anregung zum selbstständigen Arbeiten mit diesen Texten und Mantren der Michaelschule von der geistigen Welt aus gewollt ist. Mögen diese Briefe den Suchenden stützen und ihn nicht verzagen lassen, weil man nicht alles gleich versteht. Besonders die Meditationen brauchen ein liebevolles Verhalten der Seele den Lauten, Worten und Inhalten gegenüber. Sich regelmäßig einen inneren Frei- und Ruheraum zu schaffen für diese Schulung ist notwendig sowie sich selbst gegenüber Geduld zu haben und sich mit Ausdauer zu wappnen. Bestätigen kann ich aber auch, dass diese Art des Arbeitens einen immer weiter in Richtung Verbundenheit mit der geistigen Welt führt! – Anders hätte ich nicht die Bücher in so kurzer Zeit hintereinander schreiben können.
Owingen, 21.03.2022
***
„Es finden Geisteswelten
Den Menschensprossen wieder,
Der seinen Keim in ihnen,
Doch seine Seelenfrucht
In sich muss finden.“ 2. Wochenspruch des „Seelenkalenders“ von Rudolf Steiner
Ihr Lieben,
mit Freude habe ich die Anmeldungen für diese Arbeit an den intimen Meditationen von Euch empfangen, die den Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen und seiner ihn umgebenden Wesen und Welten führt.
Als Auftakt für die Briefe zu den Stunden der Michaelschule möge dieser Teil des Wochenspruches gelten, der die Intention meines Bemühens darstellt. Die Geisteswelten können den Keim in uns wiederfinden, den sie in uns gelegt haben, jedoch eine Seelenfrucht müssen wir uns selbst bilden im Suchen, Studieren, Bearbeiten und Nachklingenlassen. Diese Schule des Zeit- und Kulturgeistes Michael will uns zu tätigen Menschen erziehen. – Ganz anderes will die Außenwelt in Corona-Zeit von uns. Da werden viele, die gerne arbeiten möchten, zum Nichtstun angehalten und verdursten seelisch und kulturell.
Ein besonderer Quell, der immer erneut sprudelt, ist der „Grundsteinspruch“ von Rudolf Steiner. Er beinhaltet wie in einer Nussschale, die gesamte Michaelschule. Auf ihn werde ich immer wieder zum Vergleichen hinweisen und hoffe, dass Ihr ihn Euch ans Herz legt und bewegt, wie Rudolf Steiner es damals allen Mitgliedern der 1924 neu gegründeten Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft empfahl.
Der Hauptspruch umfasst drei große Strophen, die drei unterschiedliche Bereiche erklingen lassen. Legt man sich die drei Strophen nebeneinander und vergleicht sie, Zeile für Zeile, so lernt man Rudolf Steiners esoterische Arbeitssprache. Diese ist exakt und differenziert sehr genau und subtil. Im Vergleichen durfte ich lernen die drei großen Bereiche zu unterscheiden, konnte so auch die Unterschiede besser bewusst wahrnehmen und dann lernen genau auf die Worte zu achten und fand letztlich alles bis in die Laute exakt differenziert. Das ergibt dann die drei großen Bereiche der Seele des Menschen: des Denkens, Fühlens und Wollens, die wir auch in der Michaelschule unter immer neuen Aspekten anschauen und bearbeiten werden, weshalb diese Vorarbeit mit dem Grundsteinspruch unbedingt notwendig ist.(Er ist in meinem Buch über die Fenster des Goetheanum auf den Seiten 136 –139)
Im Folgenden gebe ich einige Hinweise, wie man eventuell mit sich selbst erst einmal beginnen könnte zu arbeiten, aber natürlich steht jeder an anderer Stelle und hat verschiedene Möglichkeiten, die angewendet werden möchten:
Schaue bitte dazu das Bild der Bühne des Ersten Goetheanum an auf Seite 40 im gleichen Buch. Die Eurythmisten sollten eigentlich dort diese große Meditation des Grundsteinspruches eurythmisieren, dazu war die Bühne geschaffen worden. Und der Eurythmistin sollte die Mittelgestalt der 9 Meter hohen Holzskulptur des „Menschheits-Repräsentanten“ (Seite 37) hinter einem deutlich im Bewusstsein bleiben während der Arbeit auf der Bühne.
Nun zur ersten Stunde der Michaelschule:
Die äußere uns bekannt Welt erscheint uns am Tage in Licht getaucht und bekannt – schließen wir die Augen, um zur inneren Welt vorzudringen, ist diese dunkel. Im Dunkeln bekommen wir Angst. Es gilt die Seele in Bewegung zu bringen im ERLEBEN des Bekannten und des Unbekannten, das in den ersten zwei Strophen angesprochen wird. Wir werden später hingeführt diese Angst anzuschauen, zu erkennen und zu differenzieren.
Die Beschäftigung mit den drei „Erkenntnis-Feinden“, den drei Tieren ist ganz besonders wichtig in unserer Zeit, damit wir erkennen lernen können, welche Kräfte gerade versuchen unsere Seele zu besetzen, wenn uns gewisse Gedanken von außen vorgegaukelt werden, um uns zu dem einen oder anderen zu bewegen. Was ist Wahrheit, was ist Irrtum? Wo wird gelogen? Was für scheinbare Gründe werden befehlend, Angst machend oder spottend gebraucht, um uns aller Freiheiten zu berauben? Welche Seelenkraft ist gerade angegriffen, das Denken – das Fühlen oder wird das Wollen geknebelt?
Auf diese Weise öffnet man sich selbst die Texte. Diese Arbeitsrichtlinien begleiten uns den ganzen Weg über.
Falls Fragen längere Zeit ungelöst bleiben, kann man mir per Mail diese zusenden. Ich werde dann versuchen sie in der nächsten Rundmail anzusprechen.
Hier in Owingen zünden wir immer vor der gemeinsamen Arbeit eine Kerze an und löschen sie ganz zum Schluss.
Der Hüter hält Wache. Er begleitet uns den ganzen Weg.
Wir dürfen uns in dieser Arbeit mit Rudolf Steiner tief verbunden wissen.
Seid von Herzen gegrüßt
von Eurer Gudrun
***
2. Brief zur Michaelschule (28.04.2021)
Ihr Lieben,
hier eine Fortsetzung zu den Inhalten und Mantren der ersten Stunde der Michaelschule.
Was sieht man im Abgrund der eigenen Seele?
Das hockt auf unserem „Willen“ und will ihn lähmen - so tätig zu werden, wie wir von der Schöpfung her vorbestimmt worden sind: Geistes-Schöpfer zu werden – ein „Ebenbild Gottes“ zu sein. Stattdessen verziehen wir uns ängstlich in die tiefste Ecke des Unbewussten, Dunklen und leben in Furcht vor dem Tode, statt in Sicherheit, dass wir „Übe Geist-Erinnern“ realisieren.
"Deine Furcht vor Geistes-Schöpfer-Sein
Schuf das Ungetüm in deinem Willen;
Dein Erkenntnismut nur überwindet es“.
Mutig ist der aktive, selbstständige Wille, den wir in der Erkenntnis der Umstände brauchen; er überwindet solche Ungetüme.
2.) Was stört das Weben und Leben im Atmenden und Vertrauen-Gebenden? Ein schmutzig gewordenes eigentlich Helles, dass lügt und spottet und bis zur Verfolgung und Hass sich regt, wobei es überdecken will, dass eigentlich gar kein echtes Fühlen mehr da ist, sondern es einfach nur sehr schwach geworden ist, sich selbst fühlend wahrzunehmen. Statt positiv fühlend sich zu verbinden mit dem anderen Menschen, wird Hass und Angst verbreitet: der andere sei gefährlich. Es gilt den Gott im anderen zu erfühlen, ihn als Offenbarung des Geistes wahrzunehmen.
„Dein Hass auf Geistes-Offenbarung
Schuf den Schwächling dir im Fühlen;
Dein Erkenntnisfeuer muss ihn zähmen.“
Ein seelisches Engagiert-Sein, seelisches Feuer für die Offenbarungen des Geistes brauchen wir im Herzen, damit das kalte Negativ-Gefühl von Hass gezähmt werden kann. „Übe Geist-Besinnen“.
3.) Ein apathisches, erstarrtes Denken, das nicht mehr selbstständig gebraucht wird, das von den Medien nur als Nach-Denken gezüchtet wird, lässt Zweifel entstehen. Man hört und spricht mit verschiedenen Zungen. Kein klarer und durchschauender Blick ist da, sondern ein glasiges Starren zeigt die Unbeweglichkeit im Kopfe. Eigentlich sollte man von These und Antithese zu einer Synthese fortschreiten können, dann schafft man im Geiste Erkenntnis und stärkt das Vertrauen in die lichtbringende Gewalt des Geistes und seine unermesslichen Möglichkeiten. Dieses Gespenst, das da vor unseren Gedanken herumgeistert, muss weichen, wenn ich aktiv in den Gedanken werde. „Übe Geist-Erschauen“
„Dein Zweifel an Geistes-Licht-Gewalt
Schuf dir dies Gespenst in deinem Denken;
Dem Erkenntnisschaffen muss es weichen.“
Das Denken, Fühlen und auch der Wille müssen aktiv werden- aus dem Ich heraus -, dann können wir weiter über den Abgrund hinüber. Unsere Passivität ist es, die zulässt, dass Fremdes in uns sich versucht einzunisten. Wir sind „Feuerwesen“, unser Ich hat Feuers-Macht und kann die Seele schmieden.
Erkenne, wo und wann in der Umwelt heute diese lähmenden, negativen und verwirrenden Taten, Empfindungen und Gedanken an uns herangetragen werden. Und in diesem Tun, bereitest Du Dich vor weiterschreiten zu können.
Einen extra Schutz gegenüber diesen Kräften hat Rudolf Steiner hinterlassen in den Rosenkreuzer-Siegelgesten. Diese sind in dem Buch: „Von den Quellen der kosmischen Eurythmie“ von Seite 209 ff deutlich beschrieben und dargestellt. Und – meinem Erlebnis nach -, dürfen wir sie heute täglich als Schutz-Geste gebrauchen und dazu laut selbst die Worte sprechen.
Sie gehen die gleiche Reihenfolge durch, wie in dieser ersten esoterischen Stunde der Michaelschule.
Seid von Herzen gegrüßt und gestärkt – und seid geistig AKTIV!
Eure Gudrun
***
3. Brief zur Michaelschule (2.5.2021)
Ihr Lieben,
Die 2. Esoterische Stunde der Michaelschule knüpft direkt an die erste an, verstärkt sie, so dass eindeutig der Ernst der Situation am Abgrund des Seins deutlich wird. Wir stehen heute alle vor diesem Abgrund, die ganze Menschheit steht an der Schwelle. Ein jeder entscheidet selbst, ob man Gedanken sich zu Eigen machen will, die den Geistestod als letzte Konsequenz mit sich bringen – oder ob man sich Geist-Erinnern kann, woher wir kommen und aus wessen Kräften wir geschaffen wurden.
Versteht Ihr, dass wir dies Urbild unseres Werdens und unseres Seins und unserer Zukunft, die im Grundsteinspruch uns der Hüter unseres Lebens mitteilt, dass gerade dieser Spruch heute in uns leben, uns stärken sollte?
Wenn das Fühlen leer geworden ist und zur Depression und bis zum Hass sich steigert gegenüber allem, was Geistgehalt vermittelt, so finden wir uns wieder gerade in der heutigen Situation, wo jegliche spirituellen Gründe für ein selbstbestimmtes Denken, Fühlen und Handeln als "QUER" in eine Ecke gedrängt werden. Eigentlich aber ist unser Fühlen lichtes Gelb und stammt aus der Sonnen-Hierarchie, den Exusiai, Dynamis und Kyriotetes. Mit ihnen im Seelen-Gleichgewicht zu schwingen ist heilsam.
Wenn aber die Furcht so stark geworden ist, dass man bereit ist, den eigen Leib und die wunderbare Geiststruktur der doppelten Helix einem Eingriff preiszugeben, die den eigen Leib dann entfremden wird unseren Seelenbestrebungen, dann wird eine furchtbare Zukunft auf uns zukommen und verstärken die Kräfte, die das „Weltensein dem Göttersein rauben“ will.
Unser Bestreben ist es gerade – aus freiem Willen handelnd, eine Zukunft vorzudenken, vorzufühlen und zu gestalten die wieder geistigerer Art sein wird, als die uns umgebende Illusion der Wirklichkeit.
Rudolf Steiner nahm beide Welten geleichzeitig wahr, für ihn ist „die Welt“ doppelter Natur: sie umfasst die geistigen schaffenden Wesen und die irdisch gewordene Welt.
Es ist in all den vielen Jahrzehnten, seit denen ich mit diesen Mantren lebe, noch niemals so intensiv und eindeutig die aktuelle äußere Situation angesprochen worden, wie jetzt. Deshalb werde ich in etwas kürzeren Abständen die Anregungen zu den Stunden versenden, denn als Hilfe sind sie gemeint.
Wie wir wissen, bestehen wir als hier auf Erden inkarnierte Menschen:
Erkennst Du wieder die mantrische Schilderung der Wesen aus der 1. Stunde und die Frage nach Deinem eigenen innersten Wesen, das Dir noch wie dunkel und unbekannt ist? WER bist Du eigentlich? Warum ist es „der Erkenntnis einzig Tor“? Hat jeder seinen eigenen Hüter?
Lasst es tief in der Seele wiedererklingen:
„O Mensch, erkenne dich selbst!“
Durch den „Sündenfall“, durch die Verführung Luzifers, das Ich den Menschen zu früh zur Verfügung zu stellen, fiel die Menschheit und mit ihr die gesamte Natur auf die Erde, kam in die Sichtbarkeit, umhüllte sich mit Mater – Materie.
Durch Christus-Jesus wurde in die gefallene Natur des Menschen der neue Keim eines geistig erwachenden Ichs gelegt, damit das große Drama der Schöpfung zu einem guten Ende geführt werden möge. Nun hat ein jedes Menschen-Ich die Möglichkeit dieses geistige Feuer des Pfingstfestes in sich zu realisieren, indem es sich in die Nachfolge des Christus aus freiem Willen begibt.
Unsere Unsterblichkeit entsteht aus diesem erneuerten Keim des feurig-geistigen Ich, das von Inkarnation zu Inkarnation sich entwickelnd schreitet. Aus Liebe zu aller Schöpfung sind Wesen geschaffen worden – und jedes hat seine Aufgabe und seinen Platz. Wir Menschen sind dasjenige irdisch-inkarnierte Wesen, das sich seiner selbst bewusst werden kann und durch bewusstes Denken zum kreativen Gedanken-Bildner, zum Schöpfer werden kann, worauf die gesamte Schöpfung wartet.
Rudolf Steiner erfasste diese Möglichkeit und wirkte sein Leben lang in dieser Richtung die Menschen befeuernd. Er durfte nach der Prüfung, die der Brand des Ersten Goetheanum für ihn darstellte, den „Grundsteinspruch“ empfangen von dem im Äther wiedergekommenen Christus. Dieser Spruch ist wie ein Zukunfts-Gebet für die gesamte Schöpfung – und wir dürfen ihn dienend und liebend so oft lebendig werden lassen in uns, wie wir einen Beitrag leisten wollen zum Wohle des Ganzen.
Nicht umsonst ist der dreimalige Refrain:
„Das hören die Elementarwesen,
die Gnome, Undinen, Sylphen, Salamander,
In Ost, West, Nord, Süd
MENSCHEN MÖGEN ES HÖREN!“
Erkennen wir bereits die gewordene Welt, die uns die Erde und den Leib geschenkt hat, im „Geist-Erinnern“?
Erkennen und besinnen wir uns im Hier und Heute auf die wirkende und durch uns schaffende Gegenwart im „Geist-Besinnen“?
Erkennen und erschauen wir unsere Aufgabe, eine zukünftige Welt im „Geist-Erschauen“ wahrzunehmen und verwirklichen zu wollen?
Mögen solche Gedanken und Empfindungen immer wieder neu in Eurer Seele aufblühen und jeden bestärken, den Kampf aufzunehmen um das Göttliche Einstmals verwirklichen zu können.
Seid von Herzen umarmt und gegrüßt
Eure Gudrun
***
4. Brief zur Michaelschule
Ihr Lieben, Owingen, 13.05.2021
Im Alltag werden unser Denken, Fühlen und Wollen zusammengehalten von unserem Ich – jedoch auch das nicht immer. Ein „Seelengleichgewicht“ zu finden ist aber unbedingte Voraussetzung, um überhaupt weitere Schritte auf dem Weg zur geistigen Welt gehen zu können. Man kann durch „Geist-Erinnern“ zur Ruhe kommen, denn es beinhaltet ja unsere Vergangenheit, das Entstehen, das langsame Werden unserer zusammengesetzten Wesensglieder.
Das Seelengleichgewicht in der Gegenwart hingegen zu finden ist in dieser herausfordernden Seelensituation, in der sich viele in dieser Corona-Zeit befinden, für viele Frauen besonders schwer. Das Mitgefühl oder Verlußt-Erleben oder die Frustration oder… kann überwältigend sein.
Wie aber erobere ich mir eine besonnene Stimmung entsprechend: „Übe Geistbesinnen!“?
Mit gedanklichem „Erkenntnisschaffen“ ordne ich zuerst einmal meine Seele: was denke ich, wie fühle ich und wohin treibt mich mein Wille, was habe ich konkret getan? Schreibe z.B. dieses auf ein Blatt auf.
Mit „Erkenntnis-Feuer“ durchwärme ich meine Gedanken seelisch und bau in der Seele eine Verbindung wieder auf zu den Wesen, die in meiner Seele vor dem Erdenleben ständig lebten – und jetzt auch da leben – aber mir nicht bewusst sind. Z.B., dass die II. Hierarchie in unserem Fühlen lebt… Wer Zeit hat kann sich z.B. erneut mit dem Vortragszyklus von Rudolf Steiner: GA 136 - „Die geistigen Wesenheiten in den Himmelskörpern und den Naturreichen“ beschäftigen. Die Inhalte, die dort ausführlich aufgebaut und dargestellt werden, sind eine Voraussetzung zum Verstehen-Wollen der Inhalte der Michaelschule. Diese Michaelschule ist ein zum Samen gewordenes Resultat aller lehrenden anthroposophischen Tätigkeiten Rudolf Steiners.
Den „Erkenntnis-MUT“ aktiviere ich: indem ich mich tatsächlich hinsetzte und versuche Ordnung in meine Seele als Erkennender zu schaffen indem ich die Fehlersuche nicht an den anderen übe, sondern an mir selbst. Warum reagiere ich so? Was steckt verborgen dahinter? Nur so können die eigentlich doch unbedeutenden Ursachen von Problemen erkannt werden, die mein Verhaftet-Sein in einer Wahnvorstellung oder einem Irrtum über mich selbst mir klarmachen können. Ungeschminkt sollen wir unsere Seele und ihre Tendenzen anschauen, regelrecht in ihr Fehler suchen; die Schwäche, sich etwas „Schön reden zu wollen“, statt den Fehler nur bei sich zu suchen, kennen wir sicherlich alle.
Kann meine Seele den Inhalt des Grundsteinspruches jedesmal neu ergreifen? Lass ich mich von ihm in die ewige Welt des Geistes, des Christuswillens und des Vaters führen und kann ich dort verweilen – egal, ob „Bomben“ um mich herum fallen? Hier sind Inhalte, die wahr und ewig sind und sie stärken den ewigen Geistkern in mir mit jedem Verinnerlichen dieser Inhalte.
Ein deutlich weiterer Schritt ist es dann, wenn man nicht nur seine Seele erkennend erfasst und so beruhigt hat z.B. durch den Grundsteinspruch, sondern als Erkennender auch bewusst das Zeitgeschehen anschauen kann und auch die Zustände der anderen Seelen. Die Bewusstseinsseele erhebt sich erkennend wie ein Adler über die Situation, und wird nicht mehr mitgerissen von eigenem Seelenerleben. Dann können Ein-Sichten entstehen, die z.B. einem sagen, welche Qualitäten die Seele in dieser herausfordernden Zeit sich erarbeiten könnte, um im Gleichgewicht bleiben zu können. Je höher der Adler fliegen kann, umso weiter reicht sein Blick. Und entsprechend dem hermetischen Gesetz, kann ich dann auch in Tiefen untertauchen, in die unbekannten Tiefen von mir selbst – unter Anleitung der Michaelschule – und so langsam den Weg beschreiten in die geistige Welt hinein, die so ganz anders ist als die irdische und die durch das Innere des Menschen geht.
Dies alles berührt bereits die Inhalte der 3. Stunde der Michaelschule.
Eigentlich kennt man noch sehr wenig von sich selbst – aber ist die vorbereitende Seelenruhe da, dann kann man untertauchen in den Schein des Gedankenwebens; die Anwesenheit des eigenen Schutzengels kann dort erlebt werden. Des „eignen Geistes Führerwesen“ möge man verehrende Gefühle entgegenbringen – dann kann es einem weiterhelfen. Sein unterstes Wesensglied ist der Ätherleib. Ihm können wir also durch Untertauchen in das Gedankliche nähern, wenn die rechte Stimmung der Verehrung in unserem „Selbstheitsein“ lebt.
Taucht man unter in das „Gefühle-Strömen“, dann können Wesen der II. Hierarchie wahrgenommen werden, die in Atem und Blutzirkulation leben.
Und im Willen kann sich offenbaren „Weltschöpfermacht“ – die I. Hierarchie - im „Geistes-Ich“! Der „Weltenwille“ als göttliche Schöpfermacht kann sich in den Taten der Menschen auch zur Offenbarung bringen…
Versucht durch die Rhythmen Euch in die verschiedenen Regionen katapultieren zu lassen. Denn jeder Rhythmus ist wie ein anderer Wagen, auf dem man in die verschiedenen Bereiche kommen kann. Die Länge wird als Gedankenstrich – dargestellt und es ist an dieser Stelle des Wortes, vor allem zu Beginn der Zeilen, die Betonung, die Schwere des Sprachdrucks wichtig, während die Kürze als kleiner Haken dargestellt wird und eine unbetonte kurze, kleine Silbe ist, die Leichtigkeit bringt.
Ich möchte Euch ermutigen, weiter an dem ersten erkenntnismäßigem Kennenlernen der Michaelschule weiter zu arbeiten und weiterhin mitzufolgen – auch wenn man seelische und geistige Arbeitsgebiete entdeckt hat, die es zu entwickeln gilt. Lasst Euch helfen durch das langsame und sichere Kennenlernen all der Untiefen der menschlichen Seele, die durch den „Sündenfall“ möglich wurden. Es werden zu jeder Problemstellung hier in dieser Michaelschule – exakte Hinweise zum Üben gegeben und immer wieder erneut die Aussicht auf all die geistigen Möglichkeiten des Menschseins hingewiesen!
Es ist wirklich unsere derzeitige Aufgabe: „O Mensch, erkenne dich selbst!“
Und wie entsteht daraus wahre LIEBE?
Seid von Herzen gegrüßt
Eure Gudrun
***
5. Brief zur Michaelschule, 12.06.2021
Ihr Lieben,
Hat man in die Tiefen eines bösen Denkens mal hineingeschaut, so weiß man von dem Tod des Geistes und der Seele, wenn geistvernichtende Gedanken gesprochen und geschrieben werden. Hält man aber in seiner Seele stets wach dasjenige, was man durch Geisteswissenschaft hat aufnehmen dürfen und können, so kommen wir direkt in den Bereich der dritten Stunde der Michaelschule. Ein mehr oder weniger unbewusstes oder allgemeines Gedankenlicht ist da – aber es ist noch wie gefesselt von der uns umgebenden alltäglichen „Schein - Wirklichkeit“. Aber untertauchend in diesen Schein, ihn wenigstens als „Schein“ akzeptierend, bekommen wir den wichtigen Hinweis, dass ein Ätherwesen in einem webt. Auch wenn wir noch nicht unser wahres Selbst gefunden haben, so sollen wir doch dieses Wesen aus vollem Herzen verehren, das unser geistiger Führer, unser Schutzengel ist.
In der vierten Stunde geht es dann weiter, wo wir lernen, dass unser denkendes „Selbstheitsein“ unter bestimmten Bedingungen immer weiter durch geisterfüllte Gedankenmächte in Höhen steigen kann, wo es das WORT vernehmen kann. – Welches Wort?
Wie entmenschlichend sind doch gefühlskalte und seelenleere spottende Worte über den Geist des Menschen! Und welche großen und umfassenden Welten-Seelenkräfte weben eigentlich in unserem Herzen. Woher bekommen wir unseren Enthusiasmus und unsere Positivität? Was sind das für Mächte, die uns da durchleuchten? Wird hier unser Selbst in dem Kreis dieser uns bewegenden Seelenkräfte gebildet? Ist unser Ich verdichtetes Seelenlicht aus Sonnensphären – wie wir andeutungsweise in der vierten Stunde erfahren?
Ein böse Wille versucht nun die ganze Menschheit zum Versuchskaninchen zu reduzieren, der eine chemisch beeinflusste und maschinenartig ergänzte menschartige neue Rasse züchten will, die das Weltensein dem Göttersein rauben will. Hat man soweit einmal hingeschaut auf dieses Phänomen des bösen Willens, so ist es eine Erlösung von dem starken guten Willen zu hören in der dritten Stunde. Ohne solche guten Willensimpulse geht es nicht weiter in der Menschheit. Sie können erfüllt sein von „Welten-Geistesmacht“. Sie können Schöpfer werden, wenn das Geistes-Ich diesen guten Willen ergreift und sich bewusst macht.
Doch, gleich wird man im nächsten Spruch der vierten Stunde deutlich gewarnt, dass vorläufig noch nicht das von Bewusstsein getragene Verhalten gegenüber diesen Willenskräften in einem herrscht. Wie erlange ich es?
Hat man in der ersten Stunde unverblümt in eigene Seelentiefen geschaut und in der zweiten Stunde das Böse selbst hinter diesen krank machenden negativ Eigenschaften aufgefunden, so führt die dritte Stunde uns in Bereiche, die auch in unserer Seele leben und aus denen wir stammen. Kennt man sich aus in der Anthroposophie, so weiß man, dass es die Hierarchien sind, die hier in der dritten Stunde anfänglich sich offenbaren wollen und bekommt in der vierten Stunde ganz deutliche Bekräftigung dazu. So, wie die zweite Stunde in die bösen Bereiche führt, so gibt die vierte Stunde nun den Ausblick in Himmelshöhen.
Der Rhythmus an den Zeilenanfängen der Meditationen der dritten Stunde er lüpft uns etwas aus dem Fest-inkarniert-Sein. Dadurch können wir untertauchen…
In den Mantren der vierten Stunde sollen wir FÜHLEN! Es ist also nicht nur betrachtendes Denken, sondern ein Vertraue-doch-auf-Dein-Gefühl. Hier werden wir unmittelbar – mit jedem Wort, mit jeder Zeile – in die Regionen als Fühlende hingeführt, die wir kennen lernen sollen.
Im ersten Teil der Stunde sind viele wichtige esoterische Gesetzmäßigkeiten angesprochen, markiert sie Euch. Und dann schreibt unbedingt selbst die Meditationen per Hand ab. Folgt jeder Zeile ganz langsam und genau, denn es ist wahre esoterische Sprache, die hier zu Worte kommt.
Erlebt, wie Euch die neuen Meditationen weiten und hinaufführen wollen. Lasst zum ersten das alles in Euch voll geschehen – bevor Ihr dann den 2. Teil der vierten Stunde angeht. Macht für Euch selbst eine Zäsur, das erleichtert den ersten Durchgang der Stunden.
Diese vier ersten grundsätzlichen Stunden der Michaelschule, bilden ein harmonisches Gebilde, in das man über längere Zeit sich einleben kann und sollte. Dabei gilt es in ein inneres Gleichgewicht zu kommen, obwohl man erste tiefe Einblicke in die unteren Welten und zum Glück auch in die oberen Welten bekommen hat. Durch vergleichendes Vertiefen in die Sprüche kann viel erlebt und erfahren werden. – Und ein wiederholendes Durchlesen aller vier Stunden ermöglicht sicherlich auch für Dich nun weitere Aspekte von Rudolf Steiners Darstellungen aufzunehmen.
Diese vier ersten Stunden bilden zusammen einen Erlebnisgrund, der bewusst erobert sein will und über den man sich so klar wie möglich werden sollte, bevor man weiterschreitet. Hinweise, die unsere Zeitsituation beleuchten, gibt es hier genug und können durch das Erkennen die Angst von einem nehmen und stattdessen ein Vertrauen in einem wecken, dass es ganz andere große Mächte und Kräfte sind, die uns Menschen eigentlich führen – in eine geistigere Zukunft, statt uns in der Materie festzuhalten zu wollen.
Noch steht die Sonne konkret – im Tierkreiszeichen „Stier“ (17. Mai – 16. Juni) um 6 Uhr morgens – nach siderischer aktueller Ausrechnung – und die Monatstugend dazu heißt: „Gleichgewicht wird zu Fortschritt“.
Versucht die Imaginationen der vier Stunden in ein inneres Gleichgewicht zu bringen – das wird sich als innerer Fortschritt erweisen können.
Pfingstliche Grüße von Gudrun, Owingen am 12. Juni 2021
***
6. E-Mail-Brief zur Michaelschule (7.7.2021)
Ihr Lieben,
Könnte Ihr auch immer wieder von verschiedenen Gesichtspunkten erleben, dass die Themen, die hier in den Stunden angesprochen werden, durchaus direkt mit dem ganzen Geschehen der Pandemie zu tun haben?
Welche Kräfte wirken veränstigend, verhärtend, vergreisend, erstarrend, lähmend?
Und welche Kräfte sind es, die befeuernd, impulsierend, verjüngend und bis ins Fiebrige wirken?
Und wie kommen wir in eine gesunde, atmende, harmonische Mittellage der Seele in unsere Herzregion? Sie zu bilden und immer wieder zu finden ist Hauptaufgabe.
Versucht die verschiedenen Sprüche der vierten und fünften Klassenstunde auf diese unterschiedlichen Einflüsse hin anzuschauen.
Dann gibt es da gewisse Sätze und Worte Rudolf Steiners, die auf diese ausgleichend, heilende Wirkung hin zielen. Findet sie! – Ich male mir solche Sätze dann rot an – wie markiert Ihr Eure Texte? Ein Arbeitsbuch sieht bei mir immer ziemlich bunt nach einigen Jahren aus, weil ich immer gleich in den Willen gehe und das Erkannte zur Bestätigung unterstreichen muss und so auch immer schnell mich erneut im Text zurecht finde, da es ersichtlich ist, was mir Wichtig war und ist.
Habt Ihr jemanden, mit dem Ihr über die Texte sprechen könnt? Vielleicht einander erzählen, was das Wichtigste war – und später dann nochmals – alles – genau und gemeinsam durchlesen? Dabei dann besonders Wert legen auf die Art, wie man die Sprüche spricht! Hört einander zu und versucht daraus zu lernen, dass das äußerliche Erklingen immer ähnlicher wird dem, was man innerlich hört.
Jegliche künstlerische Tätigkeit ist zurzeit ganz besonders wichtig, weil es gesundend wirken kann, stärkend und aufbauend. Vielleicht regen Euch meine zwei Videos an, selbst etwas zu Hause zu üben? Um dieser Möglichkeit willen, habe ich zwei Videos von meinem Sohn aufnehmen lassen:
Video Dateien mit Gudrun D. Gundersen:
Video 01: Einführung und Demonstration einer eurythmischen Übreihe durch die Wesensglieder des Menschen 11 min.
Die Demonstration ist als Anregung gemeint für Menschen, die eurythmische Übungen erlernen wollen, die im Zusammenhang mit den Wesensgliedern des Menschen stehen. Diese Übungen sind Teil eines Buches: "Von den Quellen der Eurythmie", von Gudrun D. Gundersen, das Dezember 2021 gedruckt wird. Die Grundlage für die Inhalte bilden Berichte der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners, die er als Anthroposophie in die Welt setzte.
Anfragen an: gdgundersen@gmail.com ; www.gudrun-gundersen.de
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Video 02: Eurythmische Übreihe, die drei kosmischen Ströme und Herzensrose
https://youtu.be/GT1EdCfw_iQ 9 Min.
Dies ist eine erweiterte Übreihe, wie Laien sie sich erarbeiten könnten. Sie umfasst neben dem Aufbau über die Wesensglieder, noch die „drei kosmischen Ströme“ und die „Herzensrose“, die Übung "Ich denke die Rede" und weitere Sprüche von Rudolf Steiner.
Anfragen an: gdgundersen@gmail.com ; www.gudrun-gundersen.de
Es ist das sicherlich sehr unkonventionell – aber unsere Zeit ist so, dass ein jeder lernen muss, bewusst und selbstständig zu handeln – und nicht mehr sich anlehnen kann an irgendwelche „Führer“. Das Ich des Menschen wird in jedem Moment gerufen, wach zu sein und Entscheidungen zu treffen.
Falls Ihr meinen Artikel über das vierte Wesensglied des Menschen gelesen habt, so habt Ihr die Grundlage für ein kraftvolles "I"-Gestalten, wie es auch in den Videos 1 und 2 gezeigt wird. Schaut erst Nr. 1, denn da ist die Erklärung direkt dabei. In Nr. 2 ist die dann erweiterte Übung einfach direkt hintereinander zu sehen.
Die Übung der „drei kosmischen Ströme“ ist auf Grundlage der Michaelschule und dem Wissen von den drei Richtungen und dem Wirken der Hierarchien gewachsen. Versucht zu erkennen, was wozu gehört. Mit einfachen Gebärden kann man ein Erleben hervorrufen, wenn vorher die rechten Gedanken dazu da sind und die Offenheit, es im Fühlen zuzulassen…
Die „Herzensrose“ ist ein „Weihnachtsgeschenk“ gewesen, das immer weiter sich entwickelte. In meinem neuen Buch „Von den Quellen der Eurythmie“, wird unter anderem alles genau beschrieben und ist aufgezeichnet…
Wenn man bei der fünften Stunde der Michaelschule genauer sich mit dem Leben nach dem Tode beschäftigen möchte, so steht darüber einiges im Buch: „Die farbigen Fenster“… ab Seite 57. Auch alles über die Grünen Fenster könnte mit Vorteil gelesen werden – in dem etwas längeren Zeitraum bis zur nächsten Versendung, die um den 20. August kommen wird.
Auf Eure eigene Arbeit kommt es an! Wenn Ihr erkennend und schaffend arbeitet, so kommt es auch der ganzen Menschheit zu Gute! Denn wir stecken alle ineinander in der Gedanken-Licht-Sphäre, die um die ganze Welt geht. Erkenntnis und Bewusstsein-Schaffen bewirkt, dass neues Licht in diese Sphäre hinein geführt wird, ist also positiv wirksam für die gesamte Menschheit!
Wenn Ihr dann den Grundsteinspruch mal wieder vornehmt und ihn in seiner grundsätzlichen Dreiheit vor Augen habt, so bemerkt nun, dass diese Dreiheit sich wiederholt – oder in umgekehrter Reihenfolge ist – je nachdem, in der 3. , 4. , und 5. Stunde. Und die Dreiheit spiegelt sich auch übergeordnet: d.h. die Mantren der 3. Stunde sind erkennender Art, die der vierten Stunde sind fühlender Art und die der 5. Stunde sind tätiger, wollender Art.
Ein kompositorisch wunderbarer Aufbau – der die Inhalte meisterlich einhüllt. Eine zukünftige Kunst wird also nicht aus der Polarität arbeiten, sondern aus der Dreiheit schaffen können! Eine Ent-Wicklung geschieht dadurch und ein Implantieren von sinnvollen Gesetzmäßigkeiten, die eine Harmonisierung der Menschheit aus der Mitte heraus zum Ziele hat.
In diesem Sinne erhoffe ich, dass ein jeder zum Mit-Schaffenden wird!
Seid von Herzen eurythmisch umarmt und gestärkt
Eure Gudrun, Owingen, 07.07.2021
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7. Brief zur Michaelschule, per E-Mail 19.8.2021
Ihr Lieben,
seht die 5. Stunde als eine Vorbereitung an, um die in der 6. Stunde aufgefächerten Bereiche von Luzifer und Ahriman in unserem Denken, Fühlen und Wollen besser erkennen zu können. Schreibt sie Euch extra auf, so dass die Mantren der 5. Stunde oberhalb der jeweils zwei Mantren der zugehörigen 6. Stunde zu stehen kommen.
Das häufige Schreiben mit eigener Hand ist sehr einprägsam und hilfreich – probiert es mal wieder. Und eine eigene Aufstellung der Mantren zu einander, hilft schneller intensiv einzutauchen. Das gedankliche Erfassen kommt natürlich an erster Stelle – dann aber kommt das fühlende Eintauchen in die Worte – wobei der Wille des Handschreibens vorher bereits einen Weg gebahnt hat.
Hier in der sechsten Stunde bekommen wir wieder Hilfen angeboten, wie wir mit diesen luziferischen oder den ahrimanischen Tendenzen in uns umgehen lernen können.
Malt Euch nun diese jeweils zwei letzten Zeilen farbig an, so, dass sie Euch anregen, damit intensiv arbeiten zu wollen. Welche Farbe wählt Ihr da?
Muss man tatsächlich durch all dies hindurch? Bin ich nicht schon gut – so wie ich bin? Meistens sehen wir nicht klar alle unsere persönlichen Tendenzen, an anderen vermeint man viel ehr es erkennen zu können.…
„Es ist in der Regel dasjenige, was wir als das Beste erhalten können zu unserem geistigen Fortschritte, hervorgehend aus etwas, was uns eigentlich herunterbringt. Wenn wir etwas, was uns herunterbringt, wie diese Furcht vor der eigenen Tierheit, wenn wir sie bezwingen, wenn wir sie verwandeln in eigenes inneres Tun, in Seelenmut, dann wird sie der Antrieb zu einer hohen Eigenschaft des Menschen. Die brauchen wir um im Geistigen vorzurücken.[1]“
Dieser Satz macht Mut, doch hinzuschauen…
Schaut nochmals das Rote Fenster, Mitte, aus meinem Buche an. Was sieht man unten unterhalb des Halschakra? Das Selbst- als Engel dargestellt versucht den Lindwurm – unsere eigene Tierheit, hier als Drache sichtbar, zu lenken in eine Zukunft. Mut braucht man, um zu wagen die eigenen Tiefen anzuschauen.
All diese sechs Erlebnis-Situationen, die in den 6 Strophen der sechsten Stunde sich zeigen, kommen auf dem Schulungsweg selten auf einmal. Das Sich-Beschäftigen damit aber bringt es mit sich, dass die Gegenmächte Euch anfangen zu prüfen, d.h. Euch Versuchungen aussetzen – die Ihr entsprechend erkennen möget! Dieser Weg zum Geiste ist tatsächlich entsagungsvoll, denn es gilt Gewohnheiten auszumerzen, was Schmerzen bereitet. Wenn aber etwas wirklich schmerzt, dann seid gewiss, es war wichtig zu tun, Ihr seid dadurch einen Schritt weitergekommen auf dem Weg des Seelen-Erwachens. Wir haben eben auch die Engelnatur in uns – neben dem Tierischen, dem pflanzenhaft Vegetierenden und dem versteinernd- willenshaften.
Ich muss leider immer wieder selbst Fehler begehen, um dann durch Krankheit erschreckt aufzuwachen und mich zu korrigieren. Daran lerne ich aber die Gegenwart und das Wirken der geistigen Wesen um mich zu erkennen, daran „erwachet die Seele“.
Da wir in dieser Schule lernen Gefahren zu erkennen und Hilfsmittel zur Hand bekommen, sind wir besser vorbereitet, wenn es zur konkreten Situation kommt. Es geht nicht darum, so schnell wie möglich ins Geistgebiet zu kommen, sondern uns vorzubereiten, damit wir uns dort nicht selbst verlieren oder gar ohnmächtig werden oder selbst ertöten, weil wir nicht erkannt haben, dass wir zusammengesetzter Art sind und die Erkenntnis davon uns hilft, erst mal in den eigenen Schranken sich wahrzunehmen, um dann zu lernen, wie es wirklich zugeht jenseits des Tores, das wir in der siebten Stunde durchschreiten wollen. Darauf weisen diese Sprüche der 6. Stunde der Michaelschule hin.
Nun einige Fragen und eine Bitte:
Haben meine kleinen Briefe Euch etwas geholfen, dran zu bleiben im selbstständigen Erforschen der Michaelschule? Seid Ihr noch dabei? Wollt Ihr fortsetzen? Habt Ihr Fragen?
Wer möchte lieber aussteigen – aus welchem Grunde auch immer?
Wer möchte mir schreiben seine Erfahrungen bis hierher?
Fühlt Euch frei in jedem Moment diese Arbeit zu tun oder zu lassen, doch wisset, dass sie zum Wohle der ganzen Menschheit dient.
Seid von Herzen gegrüßt – und ich freue mich auf Eure Antworten.
Eure Gudrun
Owingen, 19.8.2021
Rudolf Steiner sagt Folgendes in einem seiner letzten Sprüche:
„Ich möchte jeden Menschen
Aus des Kosmos Geist entzünden,
Dass er Flamme werde
Und feurig seines Wesens
Wesen entfalte;
Die Anderen, sie möchten
Aus des Kosmos` Wasser nehmen,
Was die Flamme verlöscht,
Und wässrig alles Wesen
Im Innern lähmt.
O Freude,
wenn die Menschenflamme lodert
auch da wo sie ruht!
O Bitternis,
wenn das Menschending
Gebunden wird,
da wo es regsam sein möchte!
Rudolf Steiner, Letztes Vermächtnis, 1925.
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8. E-Mai-Brief zur Michaelschule, Owingen, 21.9.2021
Ihr Lieben,
Ganz herzlichen Dank für die vielen positiven Rückmeldungen und das Vertrauen, das Ihr mir entgegen bringt. Ich werde weiterhin versuchen mein Bestes zu geben. Meine Art ist halt die Art und Weise, wie ich als Eurythmistin meine Erfahrungen mit der Michaelschule mache und welche Methoden mir selber weitergeholfen haben. Vor allem braucht es viel Geduld und einen sehr langen Atem.
Zum Beispiel: diese 6. Stunde der Michaelschule mit ihren Mantren lassen eindeutig sehr viele Fragen entstehen, wonach auch ganz konkret gefragt wurde. Die ersten 3 Strophen setzen sich mit ahrimanischen Kräften auseinander. Es werden da Erlebnisse geschildert, die für den uneingeweihten Anthroposophen erschreckend sind – man soll darüber erschrecken und seine Schwächen erkennen – und daran dann die innere Gegenkraft entzünden. Hier wird unser Ich sehr gefordert – und man sollte zu dieser Tätigkeit gesund sein, um diesen Herausforderungen gegenüber innerlich stark bleiben zu können.
Erzengel Michael sagt jeweils in der letzten Zeile das Wort: „muss“ – also es ist wirklich NOT-wendig Seelenmut zu haben, in der Seele aufzuwachen und das festgefahrene Ego mit seinen geronnenen und versteiften Meinungen und Erinnerungen aufzulösen, in Bewegung zu bringen, denn diese „Gedächtnis-Bilderformen“ verhalten sich wie Steine im Verhältnis zur Luft. Kohlenstoff ist auch Diamant, Graphit und Kohlensäure in der Luft. Hinter diesen sklerotisierenden - festmachenden Elementen sind die ahrimanischen Wesen wirksam.
Ganz anders werden wir in den Strophen 4 – 6 angesprochen. Da sind eben die wolkig-luftig astral bewegten Wesen des Luziferischen am Spiel und demgegenüber brauchen wir moralische Übungen, die uns bescheiden an die menschlichen Erdenaufgaben weisen, welche in den jeweils letzten zwei Zeilen angesprochen werden.
Wir begegnen hier den ahrimanischen – und luziferischen Wesen auf einer elementaren Stufe. Wir gehen hier durch eine erste Stufe des Geistigen, den Elementen. Sie wirken in uns und ihre Bereiche und Wesen grenzen unmittelbar an unsere menschliche Erlebniswelt. Näher ausgeführt findet man das bei Rudolf Steiner in z.B. Betrachtungen zu den Jahreszeiten und Festen.
In den Widerholungsstunden der Michaelschule, die Rudolf Steiner im Frühherbst 1924 in Dornach abhielt, statt die Schule in eine zweite Klasse weiterzuführen weil sich so viele Neuinteressenten meldeten, findet man unsere gerade besprochenen Mantra der 6. Stunde als „5. Wiederholungsstunde“ wieder. Wenn man sich dieses zweite, dünnere Buch leisten kann, so birgt es viele Möglichkeiten zum Selbststudium und Vergleich von gerade den ersten 9 Stunden, die hier von Rudolf Steiner nochmals gehalten wurden. Dieser Ergänzungsband ist auch im Perseus Verlag Basel herausgegeben.
Zur Vorsicht werde ich zum Teil diese eine Stunde kopieren und hier als Anhang einfügen, denn sie erklärt auf neue Weise die Aufgaben diese 6 Mantra.
Hinweisen möchte ich auch auf den Wochenspruch 24: er ist eine Erweiterung und genauere Definierung zu dem Hauptspruch, der über jeder rechten Einweihungsschule steht: „O Mensch, erkenne dich selbst!“ In dieser Zeit der siderischen Jungfrau (19. September – 18. Oktober), kann man in der Monatsstimmung der „Jungfrau“ genauer dargestellt finden, was wir als „Seele“ tun könnten:
Die Sonne spricht zu uns: „Die Welten erschaue, Seele.“
Die Venus spricht: „Die Seele ergreife Welten.“ – Das Ergreifen ist eine intensive Tätigkeit, die von der Liebekraft der Venus geleitet sein möge.
Der Merkur sagt: „Der Geist erfasse Wesen“, die geistige Welt besteht aus WESEN, nicht aus irgendwelchen abstrakt toten Begriffen; die geistigen Wesen sind bewusst und tätig – in unterschiedlicher Weise.
Der Mars spricht: „Aus Lebensgewalten wirke,“ – auch wir sind Wesen, die einen geistigen, einen seelischen, einen ätherischen und einen physischen Teil bestehen. Und der seelische Teil möge willenshaft tätig werden – in herbstlich-michaelischer Art.
Der Jupiter weist aus seiner Weisheit hin: „Im Willenserleben baue,“ - !
Der Saturn spricht: „Dem Weltenerblühn vertraue.“ Das ist die Zukunfts-Aussicht, ein neues Erblühen nach dem äußeren Niedergang.
Der Mond fügt hinzu: „O Seele, erkenne die Wesen!“ Hier ist die innere Konzentration des SEELEN-Kalenders, hier sich zu erkennen! Hier stimmen Wochenspruch und die „Jungfrau-Stimmung“ der „Zwölf Stimmungen“ ganz überein! Beide Dichtwerke zusammen ergeben einen seelisch-geistigen Aspekt zu jeder Woche.
Seid von Herzen gegrüßt, Eure Gudrun
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9. Brief der E-Mail Versendung zur Michaelschule 15.10.2021
Ihr Lieben,
Aufmerksam möchte ich Euch noch machen auf die drei gleichlautenden Verben der ersten drei Strophen und die der zweiten drei Strophen der sechsten Stunde (fünfte Widerholungsstunde) in deren jeweils zwei letzten Zeilen. Schreibt Euch sie mal extra auf, denn sie können unmittelbar von jedem erfasst werden und sollen unmittelbar – in michaelischer Weise – in uns aufgenommen werden. Die Dringlichkeit äußert sich im „muss“. Die Zukunft öffnet sich im „wird“. - - -
Diese Tätigkeiten, die angeregt werden in den besprochenen Sprüchen, sie wird nun als NOT-wendig sich erweisen, um überhaupt das Leben auf der anderen Seite des Seins – jenseits der Schwelle – bestehen zu können. Der WILLE will ergriffen, geformt und beherrscht werden – durch das ICH des Menschen. Das Ich ist unser jüngstes Wesensglied und braucht noch dringend der Schulung! (In meinem neuen Buch „Von den Quellen der Eurythmie“ geht die eurythmische Übungsreihe ganz im Besonderen auf diese Ich-Entwicklung ein.)
Wir nähern uns nun von der sechsten Stunde kommend in der siebten einem Tor. – Gute Gelegenheit, um das erste Mysteriendrama sich vorzunehmen.
Kennt Ihr die Mysteriendramen?
Rudolf Steiner hat dieses große Werk für eben alle esoterischen Schüler im Besonderen geschrieben. Darin werden die Einweihungswege der verschiedenen Individualitäten geschildert. Eine sehr intensive und gute Darstellung der Hauptgesichtspunkte findet Ihr im Buch von Judith von Halle: „Die sieben Mysteriendramen Rudolf Steiners“. Wenn Ihr das Buch lest und dann die Mysteriendramen zur Hand nehmt, wird Euch es einfacher zu verstehen, warum die Monologe so lang sind!!! Und wird noch vieles mehr erfahren über die Bilder der kleinen Kuppel über der Bühne des Ersten Goetheanum, die durchaus hinweisen auf weitere als die bekannten vier Mysteriendramen, die auch hätten geschrieben werden können.
Das erste Drama heißt: „Die Pforte der Einweihung“.
Im Dezember sollen übrigens alle vier Dramen in Dornach wieder aufgeführt werden vom 27.12 – 31.12.2021. Ich werde jedenfalls versuchen dies wahrzunehmen und empfehle dies ganz besonders, da man nicht weiss, wann man wieder solche kompetente Aufführungen von allen vier Dramen hintereinander sehen kann. Ist man bekannt mit Rudolf Steiners Meditationen und Worten, so verhilft dies in eine höhere Sprachwelt einzutauchen ganze vier Tage lang.
Der 24. Wochenspruch vertieft genau dies: „O Mensch, erkenne dich selbst“, das über jeder Pforte wahrer Mysterienschulen in großen Lettern geschrieben steht….
Und es geht darum, dass man lernt – mit Willensanstrengung im Geiste zu lernen „Zu tragen mich in mir“, wie es dann im 26. Wochenspruch heißt!
Will man die 7. Stunde noch weiter vertiefen, so kann die 6. Dornacher Wiederholungsstunde vom 17. September 1924 noch gelesen werden. Dort schafft Rudolf Steiner eine sehr dramatische Schilderung von diesem Moment des Schwellenerlebnisses. Als Anhang bekommt Ihr diesen Moment als Auszug aus der Stunde vom 17. September.
Als ich das verinnerlichte: „Wir wissen, der Gedanke – all unser Denken – ist da innerhalb der schwarzen Finsternis als DIE ERSTE HELLIGKEIT, zu der wir kommen.“ entstand in mir der Entschluss wieder eine „Feier der Jakobsleiter“ zu begehen. Jeder Gedanke, jedes Aussprechen dessen, was jenseits der Schwelle stattfindet, wird uns als Licht entgegenkommen, wenn wir selber über die Schwelle gehen dürfen. Sie können unseren Weg erleuchten. Deshalb ist es besonders für all die Verstorbenen und uns selbst so wichtig, dass sich Menschen finden, die diese Licht-gebenden-Gedanken so oft wie möglich denken und aussprechen, damit genügend Licht im rechten Augenblick jedem weiterhelfen kann.
Ein echter Liebesdienst ist es diese Texte von Rudolf Steiner in würdiger Form zu gestalten – und das gerne zusammen mit anderen Menschen. In kleinen Gruppen kann das ja vielfach geschehen. Den Text der ganzen Feier findet Ihr in meinem Buch: „Von den Quellen…“ hinten als Anhang. So hoffe ich, dass Ihr die Zeit Euch dafür nehmt.
Seid von Herzen gegrüßt
Eure Gudrun, Owingen, 15.10.2021
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10. E-Mail-Brief: zur 8. Stunde der Michaelschule 14.11.2021
Ihr Lieben, „Meine lieben Schwestern und Brüder“
Mit diesen Worten von Rudolf Steiner angesprochen zu werden, berührt mich immer wieder sehr tief, denn es ist das KEINE Floskel, sondern tiefste innerliche Verbundenheit von ihm mit denjenigen, die tatsächlich sich aufgemacht haben, sich selbst weiter entwickeln zu wollen. Und diese Verbundenheit mit ihm äußert sich darin, dass Rudolf Steiner das Schicksal derjenigen intensiv begleitet, die, - wie wir alle -, als Erwachsene konsequent den Weg der eigenen Entwicklung begonnen haben, selbst in die Hand zu nehmen. Denn nur Eigenarbeit und selbst Erleben hilft weiter.
Ihr habt Euch alle gemeldet, dass Ihr weiter gehen wollt, durch das Tor, das sich öffnet, um unverschleiert zu lernen, welcher Art das eigentliche Wesen des Menschen ist. All die Eigenschaften, die uns vorher empfohlen wurden, uns anzueignen, wie Erkenntnismut …- bitte schaut doch nochmals nach, welche es konkret sind, schreibt Euch sie auf! – … denn all das brauchen wir. Es sind das die Umwandlungen von Furcht…, d.h. der ungeformte Wille wird nun bewusst durchlichtet mit den neuen Eigenschaften, die man sich erarbeiten will. (Siehe 1. Und 2. Stunde) Und hier in der 8. Stunde brauchen wir sie bereits, wenn wir von jenseits der Schwelle aus nun weiter gehen wollen. Eigentlich sind die drei Mantren eine direkte Weiterführung von der Dreiheit der 7. Stunde – aber sie hat sich in gewisser Weise umkehrt.
Um das zu verstehen hilft vielleicht dies: Wenn Ihr das Bild einer stehenden Lemniskate zeichnet und dann einen doppelten Strich beginnt am untersten Punkt außen vor dieser Linie und ihr auf der äußeren Seite aufmerksam folgt, zum Kreuzungspunkt kommt und exakt seid, dann geht der neu hinzugekommene Strich ab dem Kreuzungspunkt ins Innere der zweiten Seite der Lemniskate. Das, was Außen war, wird zum Inneren, eine Umstülpung hat stattgefunden. Setzt man – nun also innen – den zweiten Strich fort, kommt man wieder an den Kreuzungspunkt, der einen nun wieder hinaus führt. Die Mitte, der Kreuzungspunkt ist also der Umschlagspunkt, durch die das Äußere zum Inneren wird und Inneres zu Äußerem. Es ist das auch das Tor von Diesseits zum Jenseits der Schwelle.
In dem Buch: „Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten“, das unbedingt auch zur Literaturliste unserer Arbeit gehört, weist Rudolf Steiner deutlich darauf hin, WIE diese Welt des Geistes in allen Einzelheiten sich umkehrt und man findet sie nun in den Mantren:
Was wir als Denken im Kopf, Fühlen im Herzen und Wille in den Gliedern auf Erden haben, wird jenseits der Schwelle - als kosmisch-menschliche Wesenheit - zu „Weltgedankenschaffen“ des Willens. Das Fühlen bleibt immer in der Mitte – aber das menschlich persönliche Fühlen soll dabei „verwehen“, damit das „Weltenleben“ wahrgenommen werden kann – es „geistert“ dann z.B. als Elementarwesen, draußen in der Welt – aber auch im Inneren – wie wir dann in der 9. Stunde lernen werden. Und wenn das Denken sich senkt in das Wollen, das dabei ist, sich in Licht zu verwandeln so entstehen „Willenszauberwesen“. Es ist noch nicht die volle Geistwirklichkeit, aber ein erstes Wahrnehmen von etwas, weil der Wille durchlichtet wird durch unsere Bemühungen (1. Und 2. Stunde) und das Denken bereits ein lebendiges Denken ist und deshalb sich angeschlossen hat an das Weltendenken. Da wird der Mensch zum Schaffenden, zum Schöpfer und kann solche „Willenszauberwesen“ schaffen. In eine erste imaginative Ebene tauchen wir hier ein.
Unsere neuen Seelen-Geist-Organe müssen sich ja erst noch entwickeln und da hilft es, so einen Weg aufgezeigt zu bekommen und jeden einzelnen Schritt immer wieder zu wiederholen, damit die Grundlage, die man sich selber durch Eigenarbeit baut, auch hält und wirklich tragbar wird. Das heißt, man denkt so lange und intensiv darüber nach, dass man die Inhalte gut versteht. Diese Arbeitsweise heute ist eine ganz andere als zuvor. Alles fußt auf Selbstverantwortlichkeit, auch damit man nicht mit Problemen konfrontiert wird, die zu schwierig sind. Hingegen ist es gleichzeitig der Weltenzeitpunkt, an dem die Menschheit über die Schwelle gehen wird – in welcher Form auch immer. Man kann sich da nicht gut genug darauf vorbereiten, damit man Seelenruhe und Geistes-Sicherheit auch in eventuell kommenden schwierigen Situationen behält.
Schaut zurück in die vergangenen Stunden, an welchen Stellen hat Rudolf Steiner bereits solche Situationen geschildert, in denen man sich etwas bildlich vorstellen sollte? Lest sie mal genau durch – und versucht herauszufinden, was dazu jetzt in der 8. Stunde eventuell anders ist!? Das immer wieder sich Beschäftigen durch Fragestellungen mit den vorherigen Stunden hilft sehr zu einem nun intensiveren Verständnis für die neue Stufe.
Diese bewusste Hin-und Her-Gehen-Können zwischen der Welt jenseits der Schwelle und diesseits der Schwelle, ist angesagt sich bei jeder kommenden mantrischen Arbeit klar zu machen. Wo bin ich erst, wo bin ich dann bei den Sprüchen – und –sehr wichtig – wie komme ich wieder bescheiden zurück ins Diesseits!!! Man muss immer wieder die Lemniskate vollenden und zurück zum Ausgangspunkt wieder kommen.
Jede Nacht vollziehen wir diesen Schwellenübergang und jeden Morgen erneut – jedoch noch ubewusst – versucht auf diese Zeitpunkte Euer Bewusstsein zu lenken.
Vergleicht auch nochmals die Mantren der 3. Und der 7. Stunde mit diesen der 8. Stunde. Und lest den Anfangsspruch „O Mensch, erkenne dich selbst“ nochmals: Ist vielleicht des „Raumes Seelenleere“ hier… wo auch „des – toten - Denkens Kraft“ ausgelöscht werden muss? Ist es nicht im Jenseits, dass keine Zeit existiert, sondern nur Augenblick und Ewigkeit in einem?
Wir haben hier in Owingen den Text der 7. Widerholungsstunde gelesen, der entspricht den Mantrentexten der 8. Stunde. Es ist das die allerletzte esoterische Stunde Rudolf Steiners – vor seiner Krankheit… Lest erst die 8. Stunde – und dann die 7. Widerholungsstunde, so bekommt Ihr einen Eindruck, wie Rudolf Steiner selbst wieder ganz anders die Mantren der 8. Stunde erklärt. Solch eine Beweglichkeit im Geiste zeigt er auch in den unterschiedlichen Tafelbildern zu beiden Stunden. Vergleicht sie mal! Und erklärt sie Euch selbst. Denn durch Vergleichen werdet Ihr am schnellsten – und doch sicher - Euch entwickeln können.
Im Übrigen ist es so, dass ich Euch zwar damals, als der erste starke Lockdown war, die eurythmische Übung als damalige Version per Video-Link zusandte aber: diese Übung hat sich essenziell weiter entwickelt – und ist wie ein großes eurythmisches Mantram. Die esoterischen Erklärungen dazu sind jetzt im Buch: „Von den Quellen der kosmischen Eurythmie“ ausführlich dargestellt und zu finden, um immer wieder nachgelesen werden zu können. Das automatische oder nachahmende Tun ist hier nicht gefragt, sondern auch hier ist das bewusste mitdenken und miterleben gefragt. Es geht um die Präsenz des Ichs auf verschiedenen Stufen – im Seelischen und auch im Geistigen. Nicht umsonst nenne ich es mein „eurythmisches Testament“-.
Ich habe mir da sehr viel Mühe gemacht, genau die Wesenheit des Menschen eurythmisch zu erfassen und Schrittweise ins Geistgebiet zu führen aber in seelisch-künstlerischen Weise, damit jeder es verstehen kann.
Auch finden sich da die Hinweise, die notwendig sind, damit man überhaupt den richtigen geistig-inneren Ansatz lernt, WIE die Übungen gemacht werden mögen. Alles ist zu Anfang eine Frage des Zusammenfügens von den richtigen Gedanken zu den richtigen Gebärden, damit nach und nach die Organe der Zukunft wachsen können. Es reicht dafür NICHT ein einfaches nachahmendes Eurythmisieren. Es ist nun die Zeit der BEWUSSTSEINS-SEELE – nicht mehr des Nachahmens.
Gleichzeitig ist es eine vorbereitende Überschau über den weiteren Weg der Michaelschule. In Zukunft werde ich auch auf dieses Buch immer wieder hinweisen, um Euer Selbststudium zu ergänzen. Besonders wenn wir nun in den kommenden Stunden in die Bereiche der Hierarchien eintauchen, können die Bilder eine große Hilfe sein. Es ist das in höchstem Grade ein eurythmisch-esoterisches Schulungsbuch für Anthroposophen. Mit dem Buch weiß ich Euch jedenfalls gut ausgerüstet um selbstständig weiter machen zu können – auch wenn ein eventuelles Elektrizitäts-Blackout stattfinden sollte, wie das Bundesamt vorwarnt und deshalb eventuell weitere E-Mail-Briefe nicht möglich sein könnten. Das ist der Grund, warum ich mich sehr gedrängt habe das Buch jetzt fertigzustellen. …
In herzlicher Verbundenheit – und Freude darüber, dass Ihr an der Entwicklung von Euch – und das für die Menschheit – weitermacht. – „Meine lieben Schwestern und Brüder!“
Eure Gudrun,
Owingen, 14.11.2021
(Nach diesem längerem Text ist die Fortsetzung der E-Mail-Briefe zur Michaelschule)
TEXT zum VIDEO
Sieben Wesensglieder des Menschen werden in dieser eurythmischen Übungsreihe angesprochen, fußend auf den Meditationen Rudolf Steiners zu der 9. Stunde der Michaelschule, ergänzt mit „Ich-Worten“ aus der 11. Stunde. Weitere mantrische Worte Rudolf Steiners lassen den Eurythmisierenden mehrere Stufen in dem Ergreifen seines Ichs erleben. Die zukünftigen drei Wesensglieder werden erlebbar durch die eurythmisch-kosmischen Planeten-Bewegungen, einer Variation des eurythmischen „Halleluja“ mit Text von G.D. Gundersen und den eurythmischen Tierkreisgebärden. Mehr dazu im VIII. Kapitel des Buches: „Von den Quellen der kosmischen Eurythmie“ von Seite 135 – 181. (Siehe Startseite)
Zu bestellen bei: gdgundersen@gmail.com
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3. Variation der sakralen Übungsreihe für die Wesensglieder des Menschen zu den Mantren der 9. Stunde und Zitaten der 11. Stunde der Michaelschule - wie im Video gezeigt
Diese gekürzte Übung ist für den Stundenbeginn der esoterischen Stunden der Michaelschule konzipiert und wurde aus der großen eurythmischen Übungsreihe entwickelt. Hier ist sie nur kurz und übersichtlich dargestellt, die geistigen Hintergründe dazu findet man im Buch: „Von den Quellen der kosmischen Eurythmie“, Kapitel VIII, ab Seite 135. Und als Video oben oder bei www.gudrun-gundersen.de Diese 3. Version ist gekürzt und genauer in der Übung für den „Lebensgeist“ geworden. Die Beschreibungen sind auch genauer geworden.
Zu Beginn jeder eurythmischen Arbeit verwende ich einen grundlegenden Spruch, in dem der „Vater“ in den Himmeln und die „Mutter“ in den Erdentiefen Ehre und Dank von uns Menschen bekommen und als Drittes Liebe und Frieden allen Wesen auf der Erde entgegengebracht wird. Es ist das ein konkretes Einbeziehen von allen Menschen und Wesen, es ist das ein Sich-Verbinden in Liebe mit ihnen.
Die Beine stehen sicher und hüftbreit, die Arme sind vor dem Herzen gekreuzt (Ehrfurchts-Gebärde). Es wird ein „E“ über dem Haupte bei dem Wort „Ehre“ gebildet; dann öffnen wir die Arme oben mit „A“ in Dankbarkeit zu den Schöpfermächten des Vaters, die wir hier im Zusammenhang in der Region über unserem Haupte erleben.
„Ehre und Dank „E“ über dem Haupt, dann „A“
Dem Vater in den Höhen! „A“ weiten über dem Haupt.
Dann wenden wir uns der Erde zu nach unten in Dankbarkeit mit „A“ nach unten und Verehrung „E“ mit den Händen zum Herzen gewendet. Um mit den parallelen Armen nach unten die Muttererde im „U“ zu begrüßen.
„Dank und Ehre „A“ nach unten, dann „E“ vor dem Herzen
Der Mutter in den Tiefen! „U“ Hände parallel nach unten führen.
Die dritte Zone erleben wir vom Herzen ausströmend, von wo diese Bewegung beginnt, sich verströmend in den Umkreis in einer langsam sich öffnenden Bewegung der Hände und Arme vom Herzen aus bis hinein in eine Kreuzstellung der Arme, die das „große E“ oder „Liebe-E“ genannt wird. Dabei nehmen wir wahr all die lieben Menschen, die mit einem im Kreise stehen und auch diese sakrale Eurythmie mitmachen, und gedenken aller lebenden Wesen auf Erden, ihnen Frieden und Liebe zusendend.
Frieden und Liebe allen Wesen!“ Aus der Herzend-Mitte die Arme in Liebe langsam öffnen ins Kreuz.
Spruch von Gudrun D. Gundersen
Um in einen, dem Christus verbundenen, gesicherten inneren Modus zu kommen, wird auch ein Spruch von Rudolf Steiner als Vorübung gemacht:
Ein Stern über meinem Haupte
„Ein Stern über meinem Haupte „Oktavbewegung“ über dem Haupt: eine drehende Handbewegung als ob man einen Apfel über einem pflücke.
Christus spricht aus dem Stern: „I“ nach links oben
Lasse tragen Deine Seele „A“ von oben langsam hinunterführen
Von meiner starken Kraft:
Ich bin bei Dir, umhüllendes großes „O“
Ich bin in Dir, „Verehrungs- E“ vor dem Herzen, Arme gekreuzt vor dem Herzen
Ich bin für Dich, im Kreuz stehen: geweitete Arme
Ich bin Dein ICH.“ Mit „CH“ als Christus-Geist einen durchwehen lassen, Gebärde: die Hände wehen mit den Handinnenflächen Luft an die Gestalt von vorne
Spruch von Rudolf Steiner
Beginn der eurythmischen Übungsreihe für die sieben Wesensglieder des Menschen
1. Physischer Leib: Ganzen Oberkörper nach vorne unten beugen. Schwere des Leibes erleben. Während des langsamen Aufrichten des Leibes – Wirbel für Wirbel - den Text sprechen; besonders zum Schluss die Fußsohlen erleben.
„O Mensch, ertaste in deines Leibes ganzem Sein
Wie Erdenkräfte dir im Dasein Stütze sind.“
2. Ätherleib: Das Strömende des Ätherleibes nahe am Leibe erleben, die Hände machen eine „M“-Variation“ hinauf , stehend
„O Mensch, erlebe in deines Tastens ganzem Kreis,
„Wie Wasserwesen dir im Dasein“ „M“ hinab
„Bildner sind.“ „B“ unten bildend.
3. Astralleib: Wie ein Vogel die Flügel weitet, so die Arme weiten und im Raum vorwärts bewegen;
„O Mensch, erfühle“
„In deines Lebens ganzem Weben“, zurück und Arme einatmend
„Wie Luftgewalten dir“ wieder weiten nach vorne
im Dasein Pfleger sind.“ Wieder zurück, einatmend
Nochmals nachklingend aus– und einatmen vor - und zurückschwingend.
4. ICH: (Seite 142 im Buch "Von den Quellen...)
A)
„O Mensch, erdenke Stehend sprechen, Stirnchakra erleben,
in deines Fühlens ganzem Strömen, Arme weiten und zusammenziehen
Wie Feuermächte dir 1 x „Ja“ mit linkem Fuß, rechter dann daneben
im Dasein Helfer sind.“ 1 x „Ja“ mit linkem Fuß, rechter dann daneben
Dann 1 x „Ja“ mit linkem Fuß Bogen nach vorne und dazu sprechen.
1 x „Nein“: rechter Fuß Bogen nach hinten und dazu sprechen.
Anschließend stehend:
„O Mensch, erschaue dich Großes AU
in der Elemente Reich.“ L – M- R – CH
(L-Wellenlaut, M-Stoßlaut, R-Zitterlaut, Ch-Blaselaut)
(Wasser, Erde, Luft, Feuer )
B)
„Ich führe meine Seele“, „Ich“ in der Gestalt stehend erleben, dann 2 Schritte vorwärts, links beginnend, dabei Arme langsam kreuzen vor Herzen zu den Worten: „führe meine Seele“. Dabei bewusst rechte (ahrimanische) und linke (luziferische) Seite zusammenfügen.
C)
Dann das eurythmische „I“ (wie im Buch beschrieben) zwei Mal mit dem linken Arm nach vorne aus der Mitte der gekreuzten Arme vor dem Herzen entfalten, im Bewusstsein Luzifer oben links und Ahriman rechts unten haltend, aber aus der Mitte warm orange-gelb leuchtend, die Christuskraft aussendend.
Nun einmal das eurythmisches „I“ nach hinten gehend, den „Nein“-Modus gebrauchend der bewusster ist, beginnend mit rechtem Arm rechts oben; – und nun mit dem linken Arm nach hinten oben. (Dies ist die Stellung des „Menschheitsrepräsentanten“) Zu diesem letzten „I“ das „CH“ anfügen, das bildet das Wort: „I-CH“.
D)
Die große Ich-Übung: „Ichdenke die Rede“ (im Buch neu beschrieben) alle sechs Stellungen mit Worten, wobei das Wort „I-CH“ betont ist bei jedem Satz. Bei: „ICH BIN auf dem Wege“… das „Ich bin“ mit den Armen seitlich erst hinuntergehend, das inkarnierte „Ich bin“ im Leibe umfassend, dann seitlich nach oben die gestreckten Arme führen bei: „auf dem Wege zum Geiste, zu mir.“ Von dieser parallelen Arm-Endstellung oben dann in ein mittiges „Neues I“ herunterführen, welches mit den aneinander liegenden Handinnenflächen von oben ganz gerade vor dem Leib hinunter geführt wird. (Siehe Seite 154 im Buch „Von den Quellen…“)
E)
„Wenn Ich sage, Arme seitlich heben übers Haupt, rechts Schritt zurück
„Ich bin“, „Neues I“ hinunter, links Schritt vorwärts
so bejaht sich in mir der Geist, Arme seitlich übers Haupt heben, Schritt zurück
durch den Hände oben zusammenlegen
Ich bin.“ „Neues I“ ganz hinunter, links Schritt vor
F)
Dieses Neue I, das mit dem höheren Ich in Verbindung steht, wird nochmals oben begonnen und nun bis zum Herzen geführt und ist bewusstseinsmäßig Ausgangspunkt für alle kosmisch-eurythmischen Planeten-Bewegungen und Tierkreis-Gebärden.
5. Geistselbst: (Seite 156)
Neues I von oben nach unten
Merkurstab-Seelen-S hinauf
Neues I von oben bis vor das Herz (wird im Buch beschrieben)
„ O Mensch, eurythmische Mondbewegung
so lasse walten in deiner Seele Tiefen eurythmische Venusbewegung links hinten unten
Der Wandelsterne eurythmische Merkurbewegung rechts oben
weltenweisende Mächte. eurythmische Sonnenbewegung atmend 2 mal
„O Mensch, eurythmische Mondbewegung
erwese dich eurythmische Marsbewegung
durch den Weltenkreis“. eurythmische Jupiterbewegung,
Als Nachklang: Saturn zum Scheitel, dann U nach oben
dann mit neuem „I“ von oben nach unten zu den Füßen.
Jetzt Merkurstab-Seelen-S von unten nach oben,
neues „I“ bis vor das Herz.
6. Lebensgeist: Die drei „Ich-Worte“ stammen aus der 11. Stunde
a) "Die drei kosmischen Ströme“
„Wärmendes Licht dringt von oben in mich“; „Ich bin Von oben „M“ langsam entlang der Gestalt hinunterführen Vertikale Lichtsäule entsteht
„Goldene Sonnenwärme dringt vom Umkreis in mich" Die geweiteten Arme strömen Sonnenlicht zum Herzen
„Ergießt sich dankend in Liebe“; Vom Herzen bewegen die Arme sich in die Weite nach außen
Lichtkreuz entsteht, einen Moment darin bewusst verweilen
„Ich lebe“ 3 mal zurück und vorwärtsbewegen im Raum, dabei jeweils erst mit den Armen zum Herzen hin bei „ich“ und dann ausströmend die Arme bewegen bei "lebe".
„Wärmende Erdenströme steigen von unten auf“ „Merkur-S“ aufsteigend mit drei Kreuzungen (aus Merkur-Stab-Übung) Hände über dem Haupt aneinander gelegt haltend,
„Ich will“ mit linkem Fuß einen Schritt nach vorne bei „ich“, dann rechter Fuß daneben, bei „will“.
Höheres Ich, Neues I, im Herzen verankern, Hände zum Herzen führen.
b) „ Herzens-Rose“
(ab Seite 168 im Buch)
Zwei Mal 6 Herz-Chakra-Blätter mit „L“ vom Herzen aus formen, nach unten beginnend, siehe grüne Zeichnung
c) „Halleluja“ zur „Herzensrose“
Sieben wachsende „L“ vor dem Herzen mit Text (Halleluja beginnt, rote Zeichnung)
„E“ vor dem Herzen
dann 3 große „L“
„U“ nach oben
Neues „I“ ganz hinunter
Dann „A“ ausströmend zur Mitte, zur II. Hierarchie. (Ende des „Halleluja“)
Ehrfurchtgebärde vor dem Herzen.
7. Geistmensch: ( Seite 171)
Neues I von oben nach unten
"Ich bewundere den Vater" Erste Siegelgeste unten
"Ich liebe den Sohn" Zweite Siegelgeste, vor dem Herzen
„Ich verbinde mich dem Geiste“ Dritte Siegelgeste oben
Neues I von oben zum Herzen.
„O Mensch, erhalte dir in deines Geistes Schaffen eurythmische Steinbock-Gebärde
Der Ruhesterne himmelkündende Worte." eurythmische Fische-Gebärde
O Mensch, erschaffe dich durch die Himmelsweisheit.“ eurythmische Wassermann-Gebärde
Das Bilden dieser drei Tierkreisgebärden und die so entstehenden Übergänge sprechen eine „andere Sprache“. Gebärden sehr langsam bilden und bewusste Übergänge gestalten.
Neues I von oben nach unten
"Ich bewundere den Vater" Erste Siegelgeste unten
"Ich liebe den Sohn" Zweite Siegelgeste, vor dem Herzen
„Ich verbinde mich dem Geiste“ Dritte Siegelgeste oben
Neues I von oben zum Herzen.
Neues I von oben ganz hinunter, dazu „I“ tönen.
Dann „A“ vor dem Herzen aufsteigend dazu „A“ tönen.
Dann „O“ vor dem Leib nach unten dazu „O“ tönen.
Ehrfurchtsgebärde vor dem Herzen.
Diese 3. verkürzte Variation der eurythmischen Übungsreihe zu den sieben Wesensgliedern des Menschen endet hier.
Wenn aber man Kraft und Kenntnis hat, so kann daran angefügt werden die ganze Übung für den Geistes Menschen, wie sie im Buche steht. Dort beginnt man dann mit den dreifachen Sonnenbewegungen, den 12 Tierkreisgebärden, den Sonnenbewegungen. Im Abschlussspruch verbindet man sich nochmals direkt mit dem CHRISTUS, hat die Weisheit der SOPHIA gelebt mit den kosmisch-eurythmischen Bewegungen und sich durch die Michaelschule der Trinität verbunden.
An interessierte Menschen darf all dies gerne weitergesandt werden.
Hier im eurythmischen Gestalten lebt die Freiheit des Geistes und wird in rechter Weise angewandt. Im Jenseits werdet Ihr diese Arbeiten wieder finden können!
***
Fortsetzung E-Mail-Briefe:
11. E-Mail-Brief: zur 9. Stunde der Michaelschule, 4.Dezember 2021
Ihr Lieben,
„O Mensch, erkenne dich selbst!“, so beginnt die Erste Tafel – und nun, in der 9. Stunde erklingt diese Ansprache: „O Mensch,…“ an uns, als Mensch, neun Mal!
WER spricht dich so an?
WARUM wird man hier sooo angesprochen?
WAS soll ich erkennen?
Diese 9. Stunde ist eine wunderbare Eröffnung zu den Wesensbereichen der geistigen Welten. – Genau, wie im Weg der Seele nach dem Tode, so erlebt man das EINS-SEIN mit den Elementen der Erde als erstes – nach seiner Rückschau auf das gelebte Leben. Zuerst versucht man gedanklich in sich, in seinem Leibe diese Elemente zu ertasten, erleben, erfühlen und erdenken. Diese Reihenfolge von Tätigkeiten zeigen den Weg auf durch die Wesensglieder, wie man sich verhalten möge, um weiter zu kommen…
Wenn Ihr mein neues Buch „Von den Quellen der kosmischen Eurythmie“ anschaut, so sind gerade die Mantren der 9. Stunde wie ein Leitfaden durch die Übung der Wesensglieder des Menschen darin aufgeführt – jedes an seinem Platz. Es könnte helfen, dieses VIII. Kapitel der Übungen gleichzeitig zu erarbeiten, zusammen mit dem Vertiefen und Erobern der 9. Stunde. Es wird helfen, aus dem theoretisch erfassen der Elemente – als "LEBEN" - in der eigenen Seele zu einem konkreten Erleben zu kommen. Ich bin sehr froh, dass sich alles so genau jetzt in einander fügt.
Geht man weiter zum Erfassen der "LIEBE", so ist in dieser esoterischen Stunde das nur kurz angetönt, die Siebenheit der Wandelsterne. In dem IV. Kapitel meines Buches aber wird vor Euch bereits die Fülle der Planetenkräfte entwickelt.
Und im VI: Kapitel kann man erfassen, dass "FROMM SEIN" eine Stimmung ist, die einen ergreifen kann, wenn man sich mit den Ruhesternen beschäftigt.
Diese Arbeit mit den himmlischen Wesen wird den weiteren Weg der Michaelschule bestimmen – und so könnte mein Buch Euch eine Stütze sein auf diesem weiteren Weg, so dass er erlebbar wird – durch die eurythmischen Bemühungen neben den rein mantrischen.
Geht man weiter zum zweiten Teil der Mantren dieser Stunde, so erhält man drei Aufgaben. Geht die drei Aufgaben in Ruhe an. Sie werden auf Seite 170 in den drei ersten Abschnitten genau beschrieben.- und entsprechen genau der Reihenfolge der drei Mantren im zweiten Teil.
Vielleicht hilft es zu wissen, dass:
Die RUHE-sterne, Stillstand, Ruhe, Gedankenklarheit erschaffen;
Dass die WANDELsterne, die Planeten sich bewegen, ein seelisch-fühlend Bewegendes als Eigenschaft haben;
Und dass die ERDE uns durchströmt mit Willenswärme von unten, der Wille auch so ist, dass ein EINS-SEIN gewollt wird zu verspüren mit der Erde, die unser Heimatplanet ist und im Verschmelzen mit dem Erdenwillen vereinen wir uns auch mit dem Geist der Erde, dem Christus.
Genauer wird es in meinem neuen Buch geschildert bei der Übung der „kosmischen drei Ströme“, zum Wesensglied des Lebensgeistes. Hat man das dort geschriebene verstanden, so kann man mit diesen Mantren gut weiterkommen.
Es kommt nun die Zeit, in der jeder selbstständig zu arbeiten aufgefordert wird. Seid dankbar für die Möglichkeit zu wissen, WAS man tun kann und seid KREATIV darin! Baut so die zukünftigen Welten mit – in Euch! Dadurch seid Ihr beschäftigt und braucht nicht in die unsinnige Depression versinken, die uns die Medien als Nachrichten verkaufen. Parallele Welten werden nun entstehen – und diejenigen, die aus lichter Einsicht dem Herzen als Führensorgan vertrauen, – sollten sich untereinander verbinden – und auch Postadressen austauschen, denn diese Möglichkeit der Internet-Verbindung kann sehr plötzlich auch aufhören….
Seid wachsam und klug, wie die klugen Jungfrauen, die Öl in ihren Lampen hatten und nicht schliefen, als der Bräutigam kam…. Der Bräutigam, die geistige Welt, will uns erwachen lassen!
Seid von Herzen gegrüßt, Eure Gudrun
***
12. E-Mail-Brief zur Michaelschule, 02.01.2022
Ihr Lieben,
Der Beginn des Jahres ist mit dem Januskopf symbolisiert, der beides kann, nach hinten in die Vergangenheit schauen – und nach vorne in die Zukunft hinein.
Rudolf Steiner hat einen ersten Entwurf des Mittel-Motives des späteren „Roten Fensters“ gezeichnet. Ihr findet das auf dunkel grünem Grund Gezeichnete auf Seite 23 im Buch „Die farbigen Fenster…“.
Aus der Vergangenheit, dem mehr fühlenden Bereich (Löwe) strömt es geistig über das – vom Zuschauer aus gesehene - linke Auge weiter in das Schauens-Chakra der Stirne ein, und wandelt sich dort in eine auswickelnde kosmische Spirale, ergreift ganz das rechte Auge und strömt in den Bereich des Stieres, der kosmischen Willenskräfte.
Von links ein Einatmendes und nach rechts ein Ausatmendes in Strichführung und Andeutung des Nasenbereiches der Zeichnung.
Aus einer Gemütes-Verstandes-Seelen-Zeit in die Bewusstseinsseelenzeit, die zur Tat ruft.
Darunter das Marschakra, in dem man noch deutlicher die einströmenden kosmischen Spiralen von links kommend sieht und entsprechend die ausströmende Form. Alles im vierfach gegliederten kosmischen Gleichgewicht, durch die vier Erzengelwesen, die vier Monde hinter ihnen und weiter die vier Sonnen und die vier Saturne.
Nehmt diese Imagination von Rudolf Steiner als einen gerade in der heutigen Zeit wichtigen Aufruf sich in kosmischer Weise zu orientieren. Wir sind Menschen der Erde und sind mit ihr gemeinsam in den Prozess der Verwandlung zu neuen geistigeren Zuständen eingebettet.
Da Ihr alle genügend zu lesen habt in dem neuen Buch über „Die Quellen der kosmischen Eurythmie“, und dort wahrscheinlich schon gesehen habt, dass es gerade die 9. Stunde in sehr erweiterter Form bearbeitet, werde ich darüber hier nun nichts weiter schreiben.
Als geozentrischer Aspekt im siderischen Tierkreis kommen unten noch die Zeilen aus den „Zwölf Stimmungen“ von Rudolf Steiner, die zusammengesetzt wurden entsprechend der konkreten Sternkonstellationen heute, dem 2. Januar 2022:
Sonne im Schützen: „Das Werden erreicht die Seinsgewalt.“
Venus im Schützen: „Im Seienden erstirbt die Werdemacht.“
Merkur im Steinbock: „Zu kräftigem Gegenwartsein.“
Mars im Skorpion: „ Im Werden verharret Wirken.“
Jupiter im Wassermann: „Als Welle verfließend – sich haltend.“
Saturn im Steinbock: „Erblühe die Lebenswirkensmacht.“
Mond im Schützen: „ Das Seiende fühle das Seiende.“
Mögen Euch die Sterne inspirieren Eure „Lebens-Wirkens-Macht“ zu entfalten zusammen mit dem Jupiter, der durch den Einfluß des Wassermanns eine innere und äußere Beweglichkeit entfaltet und einen wach macht, wie auch der Merkur: „ Zu kräftigem Gegenwartsein“ für die kommenden Zeiten!!!
„Menschenseele! Du lebest …. Erwachet die Seele!“ (Grundsteinspruch)
Ein Erwachen wünsche ich einem jeden von uns!
Herzliche Grüße von Eurer Gudrun
***
13. E-Mail-Brief zur Michaelschule, 08.01.2022
Ihr Lieben,
ich habe eine verkürzte Version der Wesensglieder-Übung aus meinem neuen Buch nun zusammengestellt, um sie als Vorübung vor den jeweiligen Stunden der Michaelschule in Zukunft zu gebrauchen. Wir sind mit der 9. Stunde inzwischen in den Bereich des Seelisch-Geistigen gekommen, in dem diese in der Übung erlernte Verbindung mit dem eigenen höheren Ich als Ausgangspunkt angesehen werden kann für jegliches Weiterschreiten. Deshalb möchte ich Euch bitten: das Kapitel VIII im Buch: „Von den Quellen der kosmischen Eurythmie“ von Seite 135 – 181 zu lesen und dabei bewusst zu erkennen, welches die einzelnen Schritte sind, die das Ich dabei macht. Darauf kommt es an!
Wir werden dann gemeinsam die etwas verkürzte Form im Raum bei mir machen. Diejenigen, die nicht dorthin kommen aber teilnehmen an der Schulung durch die E-Mail Briefe zur Michaelschule, können aber auch damit anfangen, denn dazu wurde das Buch von mir geschrieben und sich dann Hilfe holen bei meinen Videos auf meinem neuen YouTube-Kanal: „Gudrun D. Gundersen“. Jede Eurythmistin kann selbstverständlich sehr leicht das Niedergeschriebene in Sichtbarkeit umsetzen und helfen, ich meine aber, dass Ihr es vielleicht doch selbst mit Hilfe des Buches könnt.
In der 1. verkürzten Version wird (eine 2. verkürzte Version gibt es jetzt als Video und wird in den späteren Briefen immer angesprochen)
So wird unsere gemeinsame Arbeit an der Michaelschule in diesem neuen Jahr einen neuen sakral-eurythmischen Duktus bekommen.
Man kann auch als Hilfestellung jede Eurythmistin bitten, genau das Beschriebene einem zu zeigen – sie wird es in die Sichtbarkeit bringen können anhand der Beschreibungen, doch glaube ich, dass die meisten von Euch bereits so viel Eurythmie können, dass sie selbst das sich erarbeiten können.
Seid von Herzen gegrüßt
Und werdet stark im „Ich“!
Eure Gudrun
***
14. E-Mail-Brief zur Michaelschule, 21.01.2022
In der 9. Stunde der Michaelschule werden wir angesprochen – von Wem? - als, „O Mensch“. Es wird hier also unser Ewiges, unser Höheres, unser Geistiges angesprochen, das nun sich bewusst machen möge, dass in dem Leibe, den wir hier auf Erde zur Verfügung bekommen haben, wir Erlebnisse haben können, die zeigen, wie er mit den Elementen verbunden ist und uns als ein Teil der Erde und ihren Wesen erleben lässt.
Der Wahrnehmende, derjenige, der „erschauen“ kann, soll sich im Erschauen wahrnehmen in der „Elemente Reich“. So erfassen wir als Geistwesen, welcher Art – vom Geiste her gesehen, das „LEBEN“ auf dem Lern-Planeten Erde sich offenbart.
Nun sollen wir uns als Geistwesen öffnen und wahrnehmend „walten lassen“ in „der Seele Tiefen“, die Mächte, die durch die Wandelsterne und ihre Geistwesen in unserer Seele wirken und weben.
Wir sollen als Geistwesen so weit gehen, dass wir dadurch uns „erwesen“, uns anfangen als ein Wesen ihrer Art zu erleben, in diesem großen Kreis von geistigen Wesen. Sie wirken in solcher Weise auf uns als Geistwesen, dass wir LIEBE, kosmische Liebe erfahren, die uns verhilft, uns zu erkennen, als das Geistwesen, das wir sind.
Wenn man dann in den Bereich des Tierkreises eintaucht und deren hohen geistigen Wesenheiten, so werden wir erinnert, etwas davon festzuhalten, was wir dort im Geistes-Schaffen erleben dürfen, denn diese Ruhesterne bilden geistige Worte, als Ihre Taten.
Es kann einen nur heiliges „FROMM SEIN“ erfassen, wenn die Aufforderung ertönt, dass wir uns selbst „erschaffen“ mögen im Zusammenklang mit der „Himmelsweisheit“ oder mit den „Himmels-Hütern“ – wie es in einem früheren Entwurf der Meditation heißt.
Das bewusste Erfassen in denkender Tätigkeit der eigenen Geistigkeit kann sich formen – im Verein mit Fühlen und Wollen – zum Erlebnis des: ein Geistwesen selber zu sein „im Reich der Geister“.
Das volle Erfühlen der Wesen, die sich zeigen in ihrem Wirken als Wandelsterne und deren Einwirkungen auf diese Fühlenskräfte, wenn sie dann mit Denken und Wollen angefüllt werden, lässt das Erleben aufsteigen, dass Du nicht nur Geist, sondern auch Seele im Reich der Geister bist.
Und wenn die Willenskräfte, die aus der Erde aufsteigen, sich mit den Fühlens- und Denkkräften vereint, dann ist es Dir, als Geistwesen möglich, deinen Leib von außen zu sehen. In dem Moment bist du bereits ganz außerhalb deines Leibes und nicht mehr fest ineinander gefügt als Leib, Seele und Geist, wie der Normalzustand von uns hier ist. Du bist jenseits der Schwelle.
****
Vergleicht bitte innerlich die Ansprache im Grundsteinspruch: „Menschenseele!“- mit der Ansprache hier in der 9. Stunde: „O Mensch“.
Die Menschenseele „erwachet“!
Der Mensch mit seinem höheren Ich „erschafft sich durch die Himmelsweisheit“.
So erkennt man, dass der Grundsteinspruch das Eingangstor ist zur Michaelschule.
Sie aber lehrt uns nach unten und nach oben zu schauen und uns erkennend mit beidem, uns selbst aus dem Ich heraus veredelnd, zu verbinden. Es ist der aktive Weg zum Erkennenden zu werden, der das Gute und das Böse wahrnimmt, denn das sogenannte „Böse“ ist nur dazu da, dass wir daran uns emporarbeiten zum umfassenderen Bewusstsein. Es hilft uns einsichtig zu werden, dass wir veredelnd an unserer irdisch-seelischen Daseinsform arbeiten müssen.
Das umfassende Gottbewusstsein finden wir in dem Kuppelbild „I-Motiv“ im Buch „Von den Quellen“. (Lies Kapitel II, ab Seite 19 -22) Dort ist auch das Dunkle als ein Teil des Ganzen dargestellt, damit ein Weltgeschehen stattfinden kann. Eine Polarität wurde geschaffen, damit Fortgang entstehe.
Wir wissen daher, dass zum Schluss alles gut wird, denn eine bewusstere Einheit, in der wir unser eigenes Unbewusstes voll integriert haben in unser höheres Bewusstsein, wird stattfinden. Wir können dieses bereits gedanklich erfassen – und uns so aus jedem irdischen Maja-Dilemma gedanklich erheben – und so den Ausgang des ganzen Weltgeschehens sichern.
Möge dieser Gedankengang helfen alle Corona-Maßnahmen als Herausforderung zu sehen, Zeit und Gelegenheit geschenkt zu bekommen für die notwendigen Selbsterziehungs-Maßnahmen.
Es Grüßt Euch von Herzen Eure Gudrun
***
15. E-Mail-Brief zur Michaelschule, Owingen, 28.01.2022
Ihr Lieben,
Wir treten nun in den folgenden esoterischen Stunden der Michaelschule, immer tiefer ein in die okkulten, nach außen mehr verborgenen Seiten, der himmlischen Hierarchien. Das, was nur wie ein erster Klang war bezüglich der Wandelsterne und der Ruhesterne in der 9. Stunde, wird sich mehr und mehr entfalten – und dazu wird das Buch „Von den Quellen…“ sehr gut Hilfestellung geben können.
Für mich, als Eurythmistin und Lernende in der Michaelschule, haben die esoterischen Angaben dieser Schule das Licht des Geistes auf die eurythmisch-kosmischen Bewegungs-Angaben von Rudolf Steiner scheinen lassen und so zu einer tieferen Erlebnisschicht der Bewegungen geführt, was versucht wurde, einfließen zu lassen in die Beschreibungen der Planeten. Um in dieser Richtung selbst weiterzukommen, sind die dazu im Buch angeführten weiteren Spruch-Hinweise Rudolf Steiners hilfreich.
Für Laien empfehle ich, dass man erst sich vertieft in die Texte der Planeten-Beschreibungen und sie dann in Ruhe ausführt. Und man sich so jede einzelne Bewegung selbstständig und nach und nach erarbeitet, um die gelesenen Inhalte in die Bewegungen einfließen zu lassen.
Es gehört hier auch dazu, zu wissen, dass es 1. eine astronomische Reihenfolge der Planeten gibt: Erde, Mond, Venus, Merkur, Sonne, Mars, Jupiter und Saturn, die hauptsächlich die räumlich, messbaren Stellungen der Himmelskörper darstellt und heute allgemein in der Astronomie gebraucht wird. Hierbei ist die Sonne als der Mittelpunkt unseres Planetensystems zu denken und man benennt den Sonnennächsten Planeten als „Merkur“.
Und es gibt die esoterische Reihenfolge der Planeten, die sich auf die hierarchische Ordnung der WESEN und das Wirken der Hierarchien bezieht, das sich in den genau gegliederten SPHÄREN abspielt, deren äußerster Punkt jeweils von der Planetenbahn abgegrenzt sich darstellt. Hierbei ist die Erde der Mittelpunkt und die Wirkens-Sphären der Hierarchien bilden sich in kugeliger Form um sie herum. Diese Reihenfolge ist: Erde mit ihrer Elementen-Sphäre, Mondensphäre, Merkursphäre, Venussphäre, Sonnensphäre, Marssphäre, Jupitersphäre, Saturnsphäre und sie entspricht der hierarchischen Wirkens- und Reihenfolge der dort beheimateten Wesen, wie sie in der esoterischen 12. und 13. Stunde dann auftauchen.
Der Unterschied zwischen der astronomischen und der esoterischen Reihenfolge wird von Rudolf Steiner bezeichnet als die sogenannte „Vertauschung von den Namen Venus und Merkur“.
Ich bitte Euch, malt selbst diese Sphären-Himmelskarte mit der – für unser Erleben - ruhigen Erde als Mittelpunkt, mit der eng daran anschließenden Monden-Sphäre, dem Bereich der Engelwirksamkeit; dann außen drum herum die bereits etwas ausgeweitete Merkur-Sphäre; dann die noch größere Venus-Sphäre etc. und erarbeitet Euch selbst so anschaulich ein eigenes Bild der hierarchischen Planeten-Wesens-Wirksamkeiten und schreibt Euch die Namen der Hierarchien dort hinein, die Ihr auch im Buch „Die farbigen Fenster“ auf Seite 89 findet: „Die kleine Hierarchien-Lehre“, mit den zugehörigen Namen und einigen Hinweisen. In der kleinen Skizze auf Seite 91 seht Ihr auch farblichen Hinweis, wie man die Hierarchien unterscheiden lernen kann.
Die Zeichnung zu den Planetensystemen in dem Buch „Von den Quellen…“ auf Seite 89, in der unser Planetensystem zum einen die Erde als Mittelpunkt darstellt und zum anderen die Sonne als Mittelpunkt gebraucht, zeigt die ESOTERISCHE REIHENFOLGE der PLANETEN-SPHÄREN, es geht also NICHT auf die astronomisch-räumliche Reihenfolge ein. Diese Zeichnung dort wurde von Rudolf Steiner an die Tafel gezeichnet und sie wurde abgezeichnet, hier ist sie von mir einfach nur aus dem gedruckten Vortrag kopiert worden – und farbig angemalt.
In der Michaelschule gehen wir einen esoterischen Weg und verwenden daher diese esoterische Reihenfolge der Hierarchien, die Rudolf Steiner geistig erschauen konnte gerade in der im Buch dargestellten Konstellation - und die wir in der Michaelschule gebrauchen. Diese spezielle Konstellation ist ein genauer Hinweis für Selbst-Geistig-Schauende, unter welchen Bedingungen sie die hierarchischen Wirkens-Sphären geistig erschauen können.
Wen dieses Thema so sehr berührt, dass man es gründlich vertiefen möchte, kann von mir gerne zwei sehr umfangreiche und gut untersuchende Artikel von Anthroposophen erhalten, die Robert Powell mir vor Kurzem zumailte.
In der „Feier der Jakobsleiter“ ab Seite 221 ist diese esoterische Reihenfolge der Wirkens-Sphären der Hierarchien lebendig gebraucht, denn unser Seelisch-Geistiges erlebt diese Reihenfolge, die den Weg durch diese nachtodlichen Sphären in dieser ZEITLICHEN Reihenfolge macht. Hingegen stellt die astronomische Reihenfolge das RÄUMLICH-ÄTHERISCHE Geschehen der Planeten dar, das auf der Erde, bei den Metallen und Pflanzen wirksam ist, also ein mehr physisches Phänomen darstellt.
Es ist gut, diese Vorarbeit des selbst Aufzeichnens bereits jetzt zu tun, damit sich dieses richtige Bild in Euch einprägen kann, denn es bildet die innere Himmelskarte mit der wir uns im Nachtodlichen zurecht finden können und wozu diese Michaelsschule inauguriert wurde.
Herzliche Grüße
Eure Gudrun
***
16. E-Mail Brief zur Michaelschule, 15.4.2022
Zur 10. Stunde der Michaelschule
Ihr Lieben,
Der „finstere Erdbereich“, der „in der Erde Finsternis“ mich seelisch „sehnend“ stimmt, „verlöschet“ gar etwas. Wie kann man das verstehen? Die derzeitige Inkarnation wird als nicht anwesend in dem Moment erlebt, da man im leibfreien Zustand ist und plötzlich die früheren Inkarnationen vor dem inneren Blick auftauchen.
Um das erleben zu können, muss man also jenseits der Schwelle stehen und von dort auf die Seelenglieder des Denkens, Fühlens und Wollens zurückblicken, die noch dort unten im Leibe anwesend gesehen werden.
Wir müssen nun lernen, vor jeder Stunde und jedem Lesen der Sprüche dieser Situation uns bewusst werden, WO man nun steht, wo der derzeitige Ausgangspunkt ist, von dem aus wir die Meditationen beginnen.
Die zehnte Stunde verlangt, dass man innerlich den Weg durch die Elemente gegangen ist, die in der neunten Stunde durchschritten wurden, und man nun jenseits der Schwelle den Ansatzpunkt findet.
Mit der Zeile: „Ich webe in dem Schein der Sterne“, erlebe ich meinen Ätherleib, der durch mein Sterne-Schauen sich bis zu den Himmelslichtern hinauf erweitert und hebt. Die seelische Tröstung stellt sich ein, und gibt Anstoß und erweckt den Willen.
Nun kommt der große neue Schritt, der uns von dem von der Erde aus gesehenen Tierkreis in den Bereich der Wesen führt, die man nur von Jenseits der Sterne sehen kann. In alten Zeiten konnten die Menschen hellsehend an den Sternegruppen es wie Bilder wahrnehmen. Daraus entstanden dann die Namen für die Wesensgruppen, Stern-Gruppierungen, die wir Tierkreisbilder nennen und die sehr unterschiedlich sind.
Die Himmelskundigen auf Erden haben den Himmelskreis, der unser Sehens-Horizont ist, in 12 gleich große Abschnitte eingeteilt und diese mit den Namen der „Bilder“ benannt. In der Michaelschule geht es hier erst um das „Lesen lernen“ der „Taten“ der „Geister“. Ist da vielleicht gemeint ein Lesen-Lernen der Sternen-Schrift? Für uns sind sie zuerst alle zwölf ziemlich gleich, deshalb dieser einfachere abstrakte Begriff „Geister“. Wenn wir dann aufsteigen zu den „Göttern“, das heißt bis hin zum Hören der einzeln sprechenden, schaffenden, wirkenden Götter-Wesensgruppen, die wie Völker, eine starke, eigene Farbe und Wirkensweise zeigen, dann wird unser Wille so angeregt, dass der uns anfängt zu führen. Es ist der Wille, der gerufen wird – und der im Ich nun hören kann, aktiv, nicht mehr schlafend – oder bedenkend – oder „nur“ empfindend. Der Wille ist so mutig, dass er überwinden kann – jedesmal aufs Neue, die Schwelle hin in die geistige Welt, in der die Wesen geistig wirken. In diese Welten werden wir nun nach und nach eintauchen.
Um das entsprechend vorzubereiten dazu diese kleine Aufgabe, die sich mir aus einer Fragestellung ergab: WARUM stellt Rudolf Steiner eine ganz andere Reihenfolge der Tierkreisbilder dar, als wir sie gewöhnt sind von der Erde aus zu sehen. Die Antwort ergibt sich aus demjenigen, was wir in dieser esoterischen Stunde lernen können. Was bedeutet es „von Jenseits“ zu „schauen“, d.h. geistig wahrzunehmen?
Wie verhält sich das Irdische zum Geistigen? Ein bekanntes Beispiel ist: das Irdische ist wie ein Handschuh, den man hier auf Erden auf der Hand angezogen hat. Da sind sinnliche Wahrnehmung und der Geist dahinter als Eines zusammen gefügt. Die rein geistige Wahrnehmung des Handschuhs wäre: der ausgezogene, umgestülpte Handschuh, bei dem das Innere zum Äußeren geworden, das Rechte zum Linken und das Obere zum Unteren geworden sind. Mehr darüber findet man in dem Buch: „Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten“ von Rudolf Steiner. Das ist auch die Formel, aus der heraus entstanden ist, der eurythmische, aus dem Geiste geschaute Tierkreis - gegenüber dem, von der Erde aus gesehenen Tierkreises und seiner Reihenfolge.
Heute bitte ich Euch, den Tierkreis Euch so zu zeichnen, wie Rudolf Steiner ihn den Eurythmisten gegeben hat. Er befindet sich im Buch: „Von den Quellen“ auf Seite 174. Diese Reihenfolge und Anordnung der Sternbilder ist diejenige, die geistig wirksam den Menschenleib bildet, sie ist geistig geschaut, also von Jenseits.
Die normale – von der Erde aus gesehene - im Osten aufgehende Sternbilderreihenfolge ist also eine irdische, so wie ein Regenbogen von der Erde aus gesehen wird und unter ihm stehend als Wölbung erlebt wird, er aber aus dem Geiste geschaut als Schale erscheint.
Für uns ist der Himmel oben, wohin unser Kopf sich aufrichtet. Wir fühlen uns als Punkt auf Erden und die geistige Welt als großer Um-Kreis um uns. Die geistige Welt selbst ist der Umkreis unseres Sonnensystems. Diese geistigen Wesen sind in dem zentrierten Punktgeschehen des Inkarniert-Seins interessiert, in dem wir Menschen leben; das ist ihr „Himmel“. Sie schauen ins Zentrum und weben in den Weiten des Alls, dem großen Umkreis. – DESWEGEN sind wir z.B. im „Kosmischen Tanz des Tierkreises“ auf einem Kreis und blicken zum Zentrum während wir die Gebärden und zugehörigen Laute des jeweiligen Tierkreisbildes eurythmisch gestalten. Wir versuchen uns so einzuleben in diese Wesen der hohen I. Hierarchie, uns so ein lebendiges Bilderleben zu schaffen, von ihrem Leben und Wirken.
In der Michaelschule werden wir diesen esoterisch-geistigen Aspekt des Tierkreises in allen folgenden Stunden verwenden, deshalb meine Bitte, ihn sich aufzumalen und so tiefer einzuprägen.
Die Leibbildung des Menschen geschieht aus dem Kosmos heraus und ist eines der großen Mysterien des Kosmos. Sie beginnt mit der Kopfbildung, die beim „Widder“ ansetzt. Das Weitere lest nach im Buch „Von den Quellen“ von Seite 94 an.
Es ist also das Inkarniert-Sein ein großes Geschenk der Götter an uns, sie haben aus kosmischen Weiten die unterschiedlichen Kräfte des Tierkreises zusammenwirken lassen und alles zusammengefügt und so den physischen Leib geschaffen. Er ist wahrlich ein Tempel der Götter. Und ihn sollen wir auch möglichst unbeschadet wieder übergeben…
Ees grüßt Euch von Herzen
Eure Gudrun
***
17. E-Mail Brief zur Michaelschule, 19.3.2022
Ihr Lieben,
Von der 10. zur 11. Stunde der Michaelschule:
Ich bitte Euch, die Mantren des Grundsteinspruches, der 9., 10. und 11. Stunde mal neben einander zu legen, zu vergleichen. Da jenseits der Schwelle Denken, Fühlen und Wollen in unterschiedliche Bereiche gehen, muss das ICH des Menschen sie nun BEWUSST heranholen und einsetzen lernen und wird das nur mit Bewusstsein tun können, weshalb wir hier lernen, was die rechte Art ist zu tun im entleibten Zustand.
Die Mantren der 9. Stunde sind grundlegend, als Weg in die geistige Welt. Deshalb werden auch in der gesamten Eurythmie-Übung erst die 4 Elemente der ERDE durchschritten an den eigenen Leib- und Wesensgliedern und führen zum feurigen Ich, das bis in den Willen ergriffen sein will, weshalb das Feuerelement in den Füßen hier eurythmisch gestaltet wird. Dann kommt man zur kosmischen LIEBE, zum kosmischen Fühlen, die von den Wesen der Planetensphären belebt sind, weshalb die eurythmischen Planetengebärden alle gemacht werden.
Das FROMM SEIN aber ist der Raum der Leibbildung, des Tierkreises. – Und diesen lernen wir weiter erkennen als UMGESTÜLPT im KOSMISCH-GEISTIGEN Bereich.
In der 10. Stunde sind auch drei Sprüche, erst denkender Art, dann fühlender und zuletzt wollender Art…
In der 11. Stunde tauchen wir ganz ein in diese drei unterschiedlichen Bereiche. Den Lichtesstrom von den Ruhesternen von oben, dem Bewegungsstrom des planetarischen Umkreises und dem Wirkensstrom aus dem kosmischen Leib der Erde von unten. - In der eurythmischen Übreihe ist die Übung für den Lebensgeist ganz aus dieser 11. Stunde heraus gebildet und sollte entsprechend miterlebt werden beim Tun. Wir sind dort ganz kosmische Menschen, jenseits der Schwelle. Wir lernen so zu sein, wie wir im Nachtodlichen sein könnten! Bewusstseinsschulung in diesen Bereichen ist aber NOT-wendig, damit es nicht unbewusst und dunkel um uns dort bleibt, wie es ohne Schulung dann ist.
Wir lernen weiter in der 11. Stunde, dass die III. Hierarchie in unserem Geiste lebt, in all dem, was im Haupte vor sich geht. Dass die II. Hierarchie im Seelen-Weben und im Schöpferischen der Seele wirkt und dass die I. Hierarchie mit Hilfe der Wirkenskräfte aus der Erde in unserem Wollen wirkt und sich erlebt in unseren Taten.
Bitte, schreibt Euch die NAMEN der Hierarchien auf, lernt sie kennen und zu differenzieren, damit Ihr etwas von den folgenden Stunden aufnehmen könnt. Denn sind sie einem noch alle gleich, so werdet Ihr ins Diffuse kommen. In meinen Büchern habe ich deshalb die Unterschiede in verschiedenster Weise herausgearbeitet.
Nehmt diese drei Stunden innerlich zusammen, dann kann es auch sinnvoll in die noch kommenden Stunden weitergehen. Der kosmische Tanz hat hier sehr gute Vorarbeit geleistet für diejenigen, die ihn kennen.
Die Beschäftigung mit den Hierarchien ist ein Dienst an den geistigen Wesen selber – aber auch ein Dienst für die Menschheit, denn jeder lichte Geistgedanke wird in die lichte Gedankenschicht der Menschheit, die sich um die Erde gebildet hat, aufgenommen und durchlichtet sie noch mehr. Jeder Gedanke in Richtung Differenzierung der geistigen Welten lässt mehr geistiges Licht leuchten und beschleunigt das Erwachen der anderen Menschen zur Geistwirklichkeit.
So schaffen wir Frieden, so bringen wir „wärmendes Licht“ in das Ungleichgewicht der dunkel - ängstlichen Seelenregungen der Menschen und schaffen so etwas mehr Gleichgewicht, damit die Mutter Erde nicht unter der zu dunkel werdenden Menschheit ächzt. Andere zu verurteilen ist nicht unsere Aufgabe, denn es ist fraglich, ob wir alle Aspekte des großen Zusammenhanges durchschauen, aber Ausgleich schaffend dürfen wir immer wirken, aus Überfülle der Dankbarkeit für das Geschenk des Lebens und der Sicherheit, dass wir aus dem Geiste stammen.
Seid von Herzen gegrüßt und bedankt, dass Ihr Euch dafür interessiert und sinnvoll mitarbeitet zum Wohle der Menschheit.
Eure Gudrun
***
18. Brief zur Michaelschule
Ihr Lieben,
Die bereits behandelte 11. Stunde, ist die sogenannte „Die Tempelstunde“.
Die Sterne von oben bilden mit der Dritten Hierarchie ein Gewölbe über uns; das Haupt hat seine Form von dort. Der planetarische Einfluss webt belebend und schöpferisch im Umkreis und ist aus den Sonnenkräften der Zweiten Hierarchie entstanden, immer wieder Säulen bildend, - oder Rippen verdichtend - und doch weiter strömend. Die Erde, als Werk der großen Ersten Hierarchie, verdichtet sich zu Stufen, die einen anregen eine Geistesarbeit zu beginnen, sie bilden den Grund des Tempels.
Versucht solch einen Tempel, der aus den Kraftströmen der drei Hierarchiegruppen gebildet wird, innerlich aufzubauen – und vielleicht sogar zu malen. – Dann versteht Ihr, WARUM das Erste Goetheanum ein Kuppelbau war.
Und weiter kann man sich fragen: warum war er ein Doppel-Kuppelbau?
Die Bühne war für die „Mysteriendramen“ konzipiert – und für die Eurythmie, für solche Eurythmie, wie sie für den „Grundsteinspruch“ gebraucht wird.
So, wie die 7. Stunde ein Portal ist, durch das man eintritt, so bilden wir uns mit der 11. Stunde einen unvergänglichen Tempel und erleben alles Weitere IM INNEREN DES TEMPELS.
Die 12. und 13. Stunde gehören ja zusammen als DIE GROSSE HIERARCHIEN-OFFENBARUNG, denn hier wird nicht nur berichtet, was die unterschiedlichen Wesen tun, sondern sie beginnen zu uns zu sprechen, wir können sie hören! Für diejenigen, die sich näher mit den Hierarchien befassen wollen, Sind diese Stunden ganz wesenhaft. Und WAS sprechen diese Wesen, WO geben Sie uns die Lehren – zur erweiterten kosmischen Selbsterkenntnis?
Aufgaben geben sie uns, Erkenntnis-Aufgaben! Jedenfalls tun das die Wesen der III. Hierarchie, die „Seelengeister“, wie sie im Grundsteinspruch genannt werden. Der erkennende „Blick“, spricht das Haupt an…, wir vernehmen „des Denkens Reich“.
ANGELOI:
Der „Sinne Leuchtewesen“ – an WAS soll es uns erinnern? WIE wurden diese Wahrnehmungs-Organe gebildet? Von WEM?
Wenn ich aus meinen Augen blicke und den Menschen gegenüber erfasse mit meinem Blick, so ist die Seele willentlich durch die Augen zu ihm geeilt; die aus astralem Licht gebildete Seele blickt durch die Augen…
Unser Angelos, unser Schutzengel, der uns durch alle Erdenleben begleitet, der aber nicht eingreift in unser Leben, ohne daß wir ihn darum gebeten haben, spricht hier. Das Sich-Zurückhalten des Engels kann in der eurythmischen Gebärde des Mondes erlebt werden, der den Bereich umkreist, der zum „Arbeitsbereich“ der Schutzengel gehört. Im Eurythmiebuch steht vieles mehr unter dem Planeten „MOND“, das hierher gehört.
Werden wir hier hingewiesen auf die eigentliche Entstehung aller unserer unterschiedlichen Sinnes-Funktionen des Hauptes und seiner Umgebung? Wir sollen erkennen, dass wir bereits geistige Wahrnehmungen haben…
ARCHANGELOI:
Das sind die Merkurwesen, die Boten, zwischen Himmel und Erde. Sie bilden den Merkurstab von oben (das Neue „I“) und die daran sich emporrankenden Seelenkräfte (Seelen-Merkur S). Auf SEELEN-Schwingen tragen sie uns … Hier dürfen wir ganz besonders „des Denkens Kräftewirken“ erleben!
Rechnet mal z.B. 15 x 16 aus und schaut Euch dabei wie von außen zu, WO wird diese Denktätigkeit wahrgenommen? Bei mir ist es oben oberhalb des Kopfes. Das ist bereits eine geistige Wahrnehmung! – Und lest weiter im Buch über die Merkurwesen, denn das sind die Archangeloi.
Das Blaue Fenster Nord im Goetheanum heißt: „Denken“ …
ARCHAI:
Hier lernen wir den wahren Ursprung der eurythmischen Venusbewegung, die in die Vergangenheitskräfte nach unten hinten in den Ätherleib einsteigt und kreisend heraufholt „der Erinnerung Bildgestalten“.
Das innere aber wach „schauende“ AUGE als Grundhaltung soll bei diesem Wahrnehmen aktiv sein.
Ein ganz anderes Geistgebiet eröffnet sich im Anschluss daran. Der gesamte planetarische Umkreis ist wie angesprochen und durch die Bewegung der Sonne charakterisiert. Die drei Hierarchien des „Fühlens Feld“ sind bewegte, mächtige Wesen der Zweiten Hierarchie.
Die EXUSIAI denken und erschaffen so unser „Ich“!
Hier entsteht der Satz: „Wenn ich sage, ich bin, so bejaht sich in mir der Geist, durch den ich bin“, es sind die Exusiai, die kleinen roten Pfeile links von dem gelben Ich im Kreis auf dem Tafelbild zur 12. Stunde. – Sie erschaffen unser Ich und dessen erinnern wir bei diesem Satz in der eurythmischen Übungsreihe – und es geht dabei um das höhere, ewige Ich!
Der 2. Wochenspruch passt dazu genau und gibt weiteren Hinweis:
„… Es finden Geisteswelten
Den Menschensprossen wieder,
Der seinen Keim aus ihnen,
Doch seine Seelenfrucht
In sich muss finden.“
Lest weiter im Eurythmiebuch über die II. Hierarchie, die Sonnenwesen…
Für „Atem“ und „Blut“ kann man auch nachlesen in GA 109, den Vortrag vom 10. April 1909.
Auf YOUTUBE (einfach meinen Namen eingeben: Gudrun D. Gundersen) sind Videos von mir auch zu den Planetenbewegungen – und deshalb auch zu den von mir weiter entwickelten dreifachen „Sonnen-Bewegungen“.
Die dreifach differenzierten Sonnen-Bewegungen sollen als Anregung dienen, dass sich die Eurythmisten unter Euch mit diesem Thema befassen und weiter forschen. Die Idee dazu bekam ich zum einen von den Bienen – die Vertiefung aber fand ich dazu in eben dieser 12. Stunde der Michaelschule.
Bei den EXUSIAI, den „Geistern der Form“, wie Rudolf Steiner sie nennt, ist die Sonnen-Bewegung mit dem rechten Arm nach vorne oben und dem linken nach hinten unten wie selbstverständlich, wie ein „I“ in kreisender Bewegung. Das Ich wird von diesen Sonnenwesen als Geistes-Sonnenstrahlen gedacht und entsteht in uns als Ich. Sie durchatmen uns auf diese Weise.
Die DYNAMIS, die „Geister der Bewegung“, bewirken das tiefere Eindringen bis in das Wellen des Blutes, die fühlende Seite der Menschenseele wird hier stärker betont, weshalb der linke Arm nach vorn oben kreisend sich bewegt zusammen mit dem rechten Arm nun nach hinten unten.
Die KYRIOTETES, die „Geister der Weisheit“, tauchen noch tiefer in unser Menschenwesen ein, bringen „Himmelswollen“ hinein und nehmen auf unser „Erdenwollen“, verwandeln es mit Ihrer Weisheit dann zu „Himmelswollen“. Sie verbinden unsere Bemühungen und fügen es dem Himmelsgeschehen ein…
Die Bienen haben auch vordere und hintere Flügel, die sich differenziert bewegen können. Ebenso dachte ich könnte man als dritte Variation die Sonnenbewegung der Kyriotetes erst mit beiden Armen vorne oben kreisen lassen und dann - mit einem mittleren Übergangskreisen beider Arme – nach hinten unten führen und dort kreisen lassen, um dann das „Erdenwollen“ wieder kreisend hinaufzutragen in die Himmelshöhen. Diese Verwandlungsaufgabe ist sehr schwer, weshalb es auch heißt: „Fühl der Erde mächtig Widerstreben“.
Ich lebe nun schon viele Jahre täglich mit diesen dreifachen Sonnenbewegungen und erlebe sie als stimmig. Erst war es ungewohnt, doch die Stimmigkeit kann man eben gerade aus dem Text dieser 12. Stunde und später auch noch aus der 15. Stunde, zweiter Vers, als Eurythmist erleben.
Versucht den Inhalt des Grundsteinspruches hier wiederzufinden. Ist die Reihenfolge von Denken, Fühlen und Wollen die gleiche? WEM dienen diese Hierarchien? Ganz deutlich wird es, wenn Ihr die 13. Stunde auch schon im Blick habt…
Eine sehr gute Nachricht kam gestern durch die Medien: der Bundestag hat die IMPF-PFLICHT ABGELEHNT! Ein Sieg für die Freiheit des Menschen weiterhin selbst Herr über seinen Leib zu sein. Ein Aufatmen geht durch all die Seelen, die gedrückt gehalten wurden von den in den Medien verbreiteten Meinungen… Die Gedanken von Friedrich Schiller haben in den deutschen Seelen doch gesiegt!
Wenn Ihr zu zweit oder dritt diese Stunde lest, so kann man die Überschrift, d.h. „des Denkens Feld“ gemeinsam laut und „majestätisch“ sprechen. Der „Hüter“ ist ernst aber liebevoll erklärend und die Geistwesen sprechen zuerst eindringlich, den Menschen zur Selbst-Erkenntnis anregend. Und dann soll man fühlend eintauchen in Erlebnisse, die wir auch kennen, wenn der Atem – vor Erregung - plötzlich intensiver wird, das Pulsieren des Blutes plötzlich erlebt wird… WER steckt dahinter und bewirkt es?
Die kosmische Selbsterkenntnis umfasst die Wesen, die uns so geschaffen haben und durch uns wirken. Wir können lernen uns Ihrer zu erinnern und sie zu fühlen – und lernen im EINKLANG mit Ihnen zu handeln.
Hier in Owingen beginnen wir nun jede Stunde der Michaelschule mit der II. Variation der eurythmischen Übungsreihe, die zu den Stunden der Michaelschule entstanden sind – nach Erscheinen des Buches. Als Anhang bekommt Ihr nun die schriftliche Kurzfassung für diese Variation. Es wird dabei von mir vorausgesetzt, dass man vorher im Buch die Beschreibung der Übungsreihe gelesen hat, denn das verändert sich nicht, nur die Sprüche, die dazu gebraucht werden sind nun die Mantren aus der 9. Stunde der Michaelschule. Der Abschluss ist kürzer – aber ich selber gestalte dann, nach dem gekürzten Abschluss, noch die volle Übung für den „Geistes Menschen“ wie im Buch beschrieben. Wenn man alles beherrscht und voll einsteigen kann, dann ist diese Gesamtheit wie ein eurythmischer Hierarchien- Dienst -. Da dürfen wir uns verbunden wissen mit CHRISTUS und auch der Weisheit der SOPHIA, kraftvoll und selbstständig geformt durch Michaels Schulung.
Diese Dreiheit kann man auch sehen auf der Skizze, die Rudolf Steiner gab für das Zentralmotiv der kleinen Kuppel des Ersten Goetheanum.
Auf meiner Webseite findet Ihr dieses Bild als Einleitung zu den dort nun auch veröffentlichten E-Mail-Briefen zur Michaelschule. Schaut mal, ob Ihr es dort findet. (www.gudrun-gundersen.de)
Seid von Herzen gegrüßt und gestärkt und atmet die Freiheit tief ein, die die geistige Welt uns geschenkt hat und die wir uns nicht nehmen lassen von den Gegenmächten!
Eure Gudrun
Owingen, 8.4.2022
***
19. E-Mail-Brief zur Michaelschule (29.04.2022)
Ihr Lieben,
Die Erde bebt, sie macht sich Luft in Vulkanausbrüchen und reagiert auf die Sonne und deren erneuten intensiveren Strahlungen und Eruptionen.
Kriege und deren Folgen erlebt die Menschheit erneut – auch in Europa.
Wir werden erschüttert im Außen und können antworten mit Verstärkung des inneren Arbeitens. Wir bewusste Menschen können versuchen AUSGLEICH zu schaffen. Der „Menschheitsrepräsentant“ (Seite 37 und 59 im Fensterbuch) ist uns da Vorbild. Er hält aus mittlerer Herzenskraft im Gleichgewicht die entgegengesetzten Kräfte des Luziferischen, das uns exkarnieren will und des Ahrimanischen, das uns durch materialistische Verführungen binden will an die Erden-Untergründen.
Die Sonne steht zurzeit im Widder; von dort tönt es zu Ihr hin:
„Erstehe, o Lichtesschein“,
Die Venus geht gerade vom Wassermann in die Fische, von dort tönt es zu Ihr hin:
„Im Gewinn verliere sich Gewinn“
Der Merkur hört vom Stier:
„Verwebe den Lebensfaden“
Der Mars befindet sich mitten im Wassermann, von dort tönt es:
„Es hebe im Strome sich“
Der Jupiter befindet sich nun auch in den Fischen, von dort hört er:
„ Durch Werden zum Sein erhoben“
Der Saturn steht noch im Steinbock, deshalb tönt es durch ihn nun:
„Erblühe die Lebenswirkensmacht“.
Und der Mond ist heute noch in den Fischen und geht morgen dann weiter zum Widder.
„Der Verlust sein Gewinn für sich“. Das wird morgen zu:
„O Lichtesschein, verbleibe!“
Diese Zeilen Rudolf Steiners aus den „Zwölf Stimmungen“ sind zusammengesetzt und entsprechen den konkreten momentanen Planetenkonstellationen, die am Himmel von der Erde aus gesehen werden, den astronomischen Berechnungen. Sie erzählen uns genau, wie der Zustand auf der Erde zurzeit ist und wie es im Menschenherzen nachempfunden werden kann.
Der Entwicklungs-Strom ergießt sich mit ungeheurer Macht in die Zukunft für Erde und Mensch und es kann sich viel Neues „zum Sein erheben“, wenn man sich im Strome mit- hebt, und nicht durch negative Gedanken sinkt…
Unsere Möglichkeit, die „Lebenswirkensmacht“ zum „Erblühen“ zu bringen, möchte ich anregen so stark wie möglich zu ergreifen – so lange es in unserem Umfeld noch geht. Wir haben großen Einfluss auf die Elementarwelt – durch z.B. den „Grundsteinspruch“, wenn wir dort direkt die Namen der Elementargeister auch anrufen bei dem Refrain:
„Das hören die Elementarwesen und Bienen,
Die Gnome, Undinen, Sylphen, Salamander,
In Ost, West, Nord, Süd,
Menschen mögen es hören!“
Selbstverständlich ist es aber eben die Verbundenheit mit der Trinität und mit den Hierarchien und deren Aufforderungen an uns, die immer zuvor stark in der Seele lebendig sein mögen. Ihr findet den ganzen Text des Grundsteinspruchs im Buch „Die farbigen Fenster des Goetheanum“ auf den Seiten: 136 – 139.
Im Eurythmiebuch ist eine größere Beschreibung im Kapitel X, ab Seite 188.
Das „Neue eurythmische I“, das ab Seite 142 beschrieben wird, brauchen wir in der kommenden Zeit sehr, d.h. unsere eigene Verbindung zu unserem Höheren Ich, unserem Genius, der uns in diese Inkarnation führte. – Die jetzige Zeit ist eine Entscheidungszeit. Wir dürfen nun all das Gelernte konkret anwenden, damit wir der Erde und dem Kosmos so helfend zur Seite stehen können, in dieser turbulenten und stark alles verändernden Situation, die sich gerade aufbaut und uns die kommende Zeit stark beeinflussen wird. Hält man selber das innere Gleichgewicht – durch eben innere Arbeit – so stabilisiert man seine eigene nähere Umgebung in der Welt und seine Mitmenschen.
Erlebt intensiv Euch als „Lichtsäule“ und werdet zum „Lichtkreuz“, wenn Ihr die Übung für den „Lebensgeist“ gestaltet. Falls man bisher nicht zurecht gekommen ist, so gibt es nicht nur die schriftlich en Beschreibungen, sondern auch die Videos auf meiner Webseite dazu: www.gudrun-gundersen.de .
Seid tätig!
Mit innerem Feuer!
Und warmen Herzen.
Es grüßt Euch von Herzen
Eure Gudrun
***
20. E-Mail-Brief zur Michaelschule (15.05.2022)
Ihr Lieben,
Die Charakterisierung der himmlischen Hierarchien findet in der 13. Stunde ihre Fortsetzung. „Des Willens Feld“ umfasst ein Gebiet, das uns Menschen nur dumpf, fast unbewusst ist. Der Vorgang, wie wir zum tatsächlichen Bewegen der Glieder kommen, liegt bewusstseinsmäßig im Dunkeln.
Im Denken können wir klar und bewusst anwesend sein, im Fühlen ist es meistens wie träumend ein Hin-und Herschwanken und im Willen schlafen wir – normaler Weise.
Die drei unterschiedlichen „Felder“ in uns sind geschaffen worden durch die drei großen Hierarchiegruppen, die dort wirken und tätig sind. Sie sind die Erschaffer, die Gehilfen „Gottes“, die konkret diese Arbeiten an uns vollzogen haben – und weiterhin vollziehen! Es geht darum, zu erkennen, dass wir Menschen ein ganzer Kosmos sind – aber wie in einen Mini-Kosmos verdichtet, wie zusammengerollt.
Das Bewusstwerden der eigenen Geist-Seele durch den physischen Leib wird zu Anfang der 13. Stunde in den Blick geführt am Beispiel des GEHENS in den eigenen Gliedern. (Schaut Euch unbedingt das Tafelbild auf Seite 433 an.) Da sieht man einen Teil des Erdenrundes und aus ihm aufsteigend drei Pfeile; eindeutig steigen die Erdenkräfte aus der Erde auf. – Im Gegensatz zur 10. Stunden, wo aus den Himmelshöhen Pfeile von oben auf das Wirken vom Kosmos her weisen. Es sind hier Schwerekräfte von Feuer-Wesen, die aus den für uns Menschen nur dumpf-bewussten Untergründen der Erde aufsteigen – und uns auch anziehen. Es sind das die Kräfte, die uns NICHT verschweben lassen, sondern uns hier auf Erden festhalten, - solange, wie wir in einem physischen Leibe inkarniert sind. Diese Kräfte wirken in unseren Beinen beim Gehen – zusammen mit den Ich-Kräften aus dem Geiste. Dieses unser Ich BRAUCHT der Erde Schwerekraft als Gegenpol, um sich bewusst zu werden, dass es – zur Zeit - in einem Leibe auf Erden wohnt und tatsächlich GEHT. (In der Zeichnung sind jeweils zwei kleine weiße Strichlein für die Beine angedeutet.)
Dieser Tatbestand kann einen, wenn man in Ruhe darüber sinnt – einen auf ganz tiefe Geheimnisse des Inkarniertseins hinweisen.
Auf der physischen Ebene wissen wir, dass wir ohne inneres Feuer der Blutes-Wärme uns nicht bewegen können. Und ohne ein Zirkulieren des Blutes und ein atmendes Erfüllt-Werden durch Luft können wir auch nicht leben. Dieses alles verdanken wir dieser ersten und ältesten Hierarchiegruppe, den THRONEN (Geister des Willens), den CHERUBIM (Geister der Harmonie) und den SERAPHIM (Geister der Liebe). Sie haben diese Anlagen geschaffen, die dann weiter entwickelt wurden von der II. Hierarchiegruppe. Jede Gruppe dieser Wesen der Neun Hierarchien hat ihre spezielle Aufgabe – wie in einem gut funktionierenden Staat, der auch übergeordnete Positionen hat, dann die mittlere Schicht und weitere Untergruppen und Helfer.
Versucht selber - nun rückblickend - diese geheimnisvolle Urstruktur von Einflüssen von OBEN, aus dem UMKREIS und aus den ERDENTIEFEN in all den neun Schilderungen des Hüters der Schwelle in der 12. Und 13. Stunde wiederzufinden. Die Uranlage des Menschen als Leib, Seele und Geist stammt aus der I. Hierarchiegruppe. Alles dieses – und mehr - könnt Ihr in den jeweils drei plus eins Zeilen der Meditationen auffinden.
Es war hier, bei den Schilderungen der I. Hierarchie, dass ich auf die Idee kam, die kosmisch-eurythmischen Bewegungen aus den Texten des Hüters der Schwelle abzulesen, so wie ich sie ja auch in meinem Eurythmiebuch schildere.
Die THRONE wirken in der heutigen Mars-Sphäre, die man sich als sphärische Kugel um unsere Erde vorstellen kann. Aus Rudolf Steiners Beschreibung in der 13. Stunde, wo er die Schwerekräfte der Erde als Pfeile aus dem Erdinneren aufzeichnet, ihre Wirkung ist aber SCHWERE, was wir Anziehungskraft der Erde nennen. Das Feurige dieser Throne-Wesen wird geschildert, durch die sie in uns wirken, was wir aber nur dumpf erleben; man kann daraus die eurythmische Mars-Bewegung ableiten. Die Schwerkraft der Erde zieht uns herab und ist so stark, dass sogar unser ganzer Oberkörper mit Haupt sich mit vorbeugt – und dann setzt die vulkanisch-triebhafte (unbewusste) Feuerkraft des Willens ein und lässt uns wieder aufrichten, wobei die ganze Zeit die vorgestreckten Arme mit dem Leib zusammen den Weg hinunter und wieder hinauf gehen. - Beim Aufrichten ergreift unsere Ich-Organisation wieder den physischen Leib und wird sich des Da-Seins auf Erden bewusst, bevor der Leib erneut sich den Erden-Schwerekräften hingibt und in Marshafter Weise sich bewegt. Lest bitte nach im 2. Buch von Seite 73 an und schaut das Bild dazu an. Dann versteht ihr, warum ich es so gestaltet habe. Die Auseinandersetzung mit den ERDENkräften ist hier angesagt.
Die CHERUBIM wirken in der Jupiter-Sphäre, sie wirken in einem noch viel größerem Umkreis um die Erde. Sie wirken mehr aus dem kosmischen Gesamt-Umkreis, regeln sie doch die Bahnen der Planeten und ihr Kreisen. Daher stammt auch die Bezeichnung: „Geister der Harmonie“, denn diese von Ihnen gesteuerten Planetenkreise sind in harmonischen Kreisen gehalten und bewirken in uns, dass auch wir Harmonie suchen, um uns wohl zu fühlen.
In Harmonie mit uns selbst sind wir, wenn das Gewissen beruhigt ist, strömt aber plötzlich das Blut in unseren Kopf, weil das Gewissen erwacht, so erleben wir darin das Wirken dieser hohen Geistwesen in unserer Seele, die die „Geistesstrahlen die hellen“ in unser Blut einwirken lassen.
Um kosmische und seelische Harmonie zu erzeugen, brauchen wir ein Zentrum – unser Ich. In der kosmisch-eurythmischen Gebärde halten wir deshalb die linke Hand als Zentrum, um harmonisch und groß die rechte Hand drum herum kreisen zu lassen, wie es die Planeten tun – und wie unser Blut-Kreislauf im Inneren sich verhält. (Siehe 2. Buch ab Seite 77) Das Bewusstwerden des Kreisens der Wandelsterne ist hier geschildert.
Die SERAPHIM wirken aus der umfassenden Saturnsphäre, die zum einen bis an den TIERKREIS heran reicht und zum anderen auch bis ins Innere der Erde wirksam ist. Sie sind die allerältesten erschaffenen Wesen und dienen dem Schöpfer-Gott schon am längsten. Sie offenbaren Sein Wesen, das lauter Liebe ist, weshalb sie Rudolf Steiner „Geister der Liebe“ nannte. Gleichzeitgig haben sie die Erinnerung an alles, was je geschehen ist, sind Träger der Erinnerungen.
Im Todesaugenblick benutzen wir das Scheitelchakra, das oben über unserem Scheitel sich befindet, um aus dem Leibe auszutreten. Dort ist das Tor in den entleibten Zustand zu kommen und bis dorthin können wir auch die kosmisch-eurythmische Bewegung dieser Saturnwesen machen, die ansetzt auf Höhe des Zwerchfells. Mit übereinander gelegten Händen und in langsamer, aber atmender Bewegung führen wir diese geschlossenen Hände hinauf bis zum Scheitelchakra – und wieder hinunter, bringen uns ins irdische Sein und heben uns wieder in die Exkarnation hinauf. So können wir nachempfinden die Beschreibungen durch die drei Zeilen des Hüters der Schwelle. Und in jedem Schicksalsknotenpunkt und im Todesaugenblick kommen wir an „deines Schicksals Geistes-Prüfung“, dem Kamaloka, durch das ein jeder nach dem Tode geht und sich selbst beurteilen lernt – nach menschheitlich-kosmischen Gesetzen. An diese Prüfungen kommen wir aber auch beim bewusst herbeigefürten Überschreiten der Schwelle, um in Geistbereiche zu kommen, während wir noch gesund im Leibe leben. – Was uns dort erwartet werden wir in der 14. Stunde erfahren.
Diese drei großen Hierarchiengruppen, die I., II. und III. Hierarchie werden auch in der großen Kuppel des Goetheanum dargestellt. Ganz oben direkt bei der Lampe das „I-Motiv“, das unter anderem gerade das Wirken der Dritten Hierarchie darstellt. In der Mitte das blau-violette „A – Motiv“, das die Zweite Hierarchie in Ihrem Wirken darstellt und unten, direkt über der Bühnenöffnung, das „O – Motiv“, das das Wirken der Ersten Hierarchie im Willensbereich der Erd- und Leibbildung darstellt.
Wenn wir also in der eurythmischen Übung für die Michaelstunden das „I –A –O“ gestalten, so entspricht es immer der Urform, d.h. das „Neue I“ wirkt durch unsere ganze aufrechte Gestalt, das „A“ schwingt und klingt im mittleren Bereich und das „O“ erfasst unseren Leib bis unter die Füße, weshalb ich es nach unten forme, wie es auch in der Eurythmiefigur gegeben ist.
Das Tafelbild von „Sitze – Blitze – Hitze“ ist leicht verständlich und weist auf die Verborgenheit und Unsichtbarkeit der allerhöchsten Hierarchie hin.
Dazu möchte ich einfügen den Satz für Sonntags: „Die Wärme, die einen Gegenstand erwärmt, soll als Sinnbild der Liebe gelten“. (Seite 51 in „Ein Brevier“ – Freies, : Christliches, Anthroposophisch-Sakramentales Handeln www.Forum-Kultus.de ) Die „Geister der Liebe“, offenbaren sich in der Wärme, der „Hitze“.
Seid von Herzen gegrüßt
Eure Gudrun
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21. E-Mail-Brief zur Michaelschule (19.6.2022)
Ihr Lieben,
Zur 14. Stunde der Michaelschule habt Ihr ja bereits vieles von mir bekommen. Alles das möge ANREGUNG sein, um damit selbstständig weiter zu arbeiten, denn dieses Thema, die Selbst-Erkenntnis, wann welche Stimme im eigenen Inneren zu hören ist und einen antreibt zu handeln – in der einen oder anderen Weise - das ist die Aufgabe unserer Zeit.
Beim Lesen der Mantren stellte ich mir die Frage, wie Ahriman konkret versucht alles Materielle auf seine Weise sich anzueignen.
„Der Erde Festigkeit“ – kann fester noch werden, indem man Metalle schmiedet, worauf ja auch das „Hämmern“ hinweist. Die materialistischen Vorstellungen der offiziellen Wissenschaften bewirken die Fokussierung auf das äußere Erscheinungsbild des Menschen und der Welt und festigen so ins Materielle hinein die vermeintliche Wahrnehmung davon. Die Geisteswissenschaft hingegen gebraucht das „lebendige Denken“, das auch holistisch bezeichnet werden kann und das vielfältige Aspekte der gesamten vielgliedrigen auch seelisch-geistigen Wesenheit des Menschen ins Auge fasst und sich bewusst macht. Man wird wie eingeschläfert von den materialistischen Vorstellungen – und man kann ein Erwachen erleben, bemüht man sich diese einseitigen Darstellungen im Inneren selbst zu korrigieren. Es ist das eine Übung, die Inhalte der Michaelschule in rechter Weise aufnehmen zu können.
„Des Wassers Bildekraft“, unseren Ätherleib, der das Leben in dem physischen Leib aufrechterhält, ist auch der Heilungsleib, der wird in Sciensfiction-Filmen so verfestigt, dass nur noch mit elektrischen und magnetischen Kräften geheilt wird, d.h. alle Zellen sind bereits so manipuliert, dass sie nur noch auf solche Impulse reagieren. Es ist wie ein Wunder, was geschehen kann, wenn man die Worte des Christus in sich lebendig machen kann, denn der Geist beginnt dann – erneut – am verfestigten Ätherleib zu formen und zu heilen.
„Der Lüfte Reizgewalt“ weist auf unseren Astralleib hin, unsere Seele. Diese Seele ist ein sehr kostbares Gut, das Ahriman aber aufsaugen will und in sein unterirdisches Reich holen will. Er ist hohl in der Mitte. Er hat einen sehr gescheiten Verstand und einen enormen Willen – aber KEIN GEMÜT. Deshalb versucht er die Seelen der Menschen aufzusaugen und sie in seinem Erdbereich zu halten – auch nachts und nach dem Tode - so dass sie wie Gespenster hier herumirren und Unheil anstiften. Um einen regulären Durchgang durch die Planetensphären im Nachtodlichen zu bekommen, muss man also ganz besonders auf diese Seele achten und die Verbindung mit dem Christus-Impuls der Liebe zu allen Wesen, welche uns genügend stärken kann.
„Des Feuers Reinigung“, die „das Ich erflammte“, da setzt Ahriman dunkles „Eigen-Feuer“ dagegen, das heißt, ungeläutert will er Selbstentfaltung produzieren. Er kennt nicht das Ich, die Individualität, er kennt nur Menschenmasse, beherrschbare Masse. Eindringen will er in die Menschenköpfe durch Implantate, die es ermöglichen, die Gedanken zu steuern durch elektrische Impulse. Sogar eine Art sich einloggen zu können in den Kopf wie in einen Computer, so weit geht seine Zukunftsvision durch eine Steuerung des Gehirns. Einen Maschinen-Menschen möchte er machen, der super Leistungen bringen kann. Das Graphenoxid, das durch die „Spritze“ dem größten Teil der Menschheit verabreicht wurde, ist eines der Mittel, die Grundlage bilden soll im Menschenleib für seine Steuerung der Menschenseele durch elektromagnetische Schwingungen.
Was macht hingegen Luzifer?
Diese Stimme will sich losreißen, so schnell und so gründlich wie möglich von all diesen Bindungen an den physischen Leib, die durch den Ätherleib auch noch sind und sogar die Luftgewalten achtet sie nicht, weil sie sich bereits ins reine und gleißende Licht des Geistes stürzen. So wie eine Fliege ins Feuer fliegt, so zieht Luzifer die Menschenseele nach oben in eine eigene, abgesonderte geistige Welt, – obwohl wir eigentlich hier auf der Erde inkarniert sind – und uns dieser Aufgabe stellen müssen. Luzifer HAT Flammenmacht, besteht aus ihr, ist wir reines Feuer. Er SONDERT die Geistseele des Menschen AB von dem gemeinsamen Gang der Menschheit und der Erde zusammen mit Christus. – Schaut Euch das Grüne Fenster im Buch „Die farbigen Fenster des Goetheanum“ an, mit den „luziferischen“ Engeln, die wie in einer Seifenblase leben und sich losgerissen haben ( die zerrissenen Strahlen der Sonne) von dem Geistesstrom, der uns mit dem Urschöpfer verbindet.
Und die bescheidene, doch klare Haltung des Christus seinen Wesensgliedern und der Erde gegenüber, wie formuliert Er sich in dieser Prüfungssituation an der Schwelle zur geistigen Welt? Lauscht diesen Zeilen besonders oft! Denn nur mit Seiner Haltung dem Geiste und der Erde gegenüber können wir in rechter Weise einer Weiter- Entwicklung der Menschheit dienen, die dem großen Weltenplan entspricht. Hier ist tiefe Weisheit in wenigen Worten zusammengefasst. Ergründet dies. Können wir dieser Stimme des Christus immer mehr folgen, so bleiben wir dieses wunderbare Geschöpfe „Menschen“, die vom ganzen Kosmos angestaunt werden – oder aber, die die Gegenmächte versuchen zu kapern, ohne unsere Freiheit zu achten, damit sie eigene sklavisch-folgende Anhänger aus uns machen.
Der Christus lässt uns frei entscheiden – ebenso die Michaelschule – die drei Stimmen stehen einfach nebeneinander – und charakterisieren sich selbst. Die Gegenmächte hingegen versuchen uns zu verführen, verlocken, in die Irre zu leiten, sie versuchen uns UNFREI ZU MACHEN.
Was hilft dabei?
Erkenntnis davon, welches Wesen gerade in der eigenen Seele spricht, das können wir uns hier erobern, weshalb sie als „Erkenntnisfeinde“ zu Beginn der Michaelschule genannt werden. Haben wir sie in unserem BEWUSSTSEIN als das, WAS sie sind, so können wir daraus ableiten, was wir eventuell anders tun können, um nicht weiter den Angriffen ausgesetzt zu sein – und so entwickeln wir uns moralisch weiter und werden zu Dienern der Menschheits-Entwicklung.
Und nicht nur die Menschheit, sondern auch die ganze Erde und der große Kosmos können sich so weiter entwickeln – hin zu einer geregelten und bewusst durchgeistigten - Entwicklung, die nun auf dem Weg zur Vergeistigung der Erde sich befindet.
Als extra Literatur möchte ich den III. Band der Karmavorträge von Rudolf Steiner empfehlen, GA 237, „Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge“. Es ist das DER Band, in dem wir Anthroposophen geschildert werden, kommend aus den verschiedenen Richtungen – und eine Zusammenarbeit uns im vorgeburtlichen vorgenommen haben. Auf die übersinnlichen Imaginationen, die übersinnliche Michaelschule und den übersinnlichen Kultus geht Rudolf Steiner hier ein! Mit feurigen Worten redet Rudolf Steiner da zu den Anthroposophen vom 1. JULI – 8. AUGUST 1924 in Dornach. All die Hitze, die Donner und Blitze werden da geschildert, die sich übersinnlich damals zeigten, als dem Menschen Neues eingeprägt wurde – zu seiner FREIEN VERFÜGUNG. – Auch jetzt umtobt uns erneut ein Weltengewitter!
Seid standhaft – und übt Euer Ich am rechten Platz zu halten!
In tiefer Verbundenheit
Eure Gudrun
***
22. E-Mail-Brief zur Michaelschule (20.7.2022)
Zur 14. und 15. Stunde
Die Fragen des Hüters der Schwelle in der 14. und 15. Stunde - im Vergleich:
In der 14. Stunde fragt der Hüter „WO ist der Erde Festigkeit, die dich stützte?“
Hier blickt man zurück auf den gerade verlassenen Leib, weil man sich im Geiste befindet und nun – jenseits des Abgrundes – eindringen möchte in die geistigen Welten. Und anschließend auf die weiteren vier Wesensglieder, die einen sonst umhüllen – auf der elementaren Stufe.
Wo sind: die Festigkeit, die Bildekraft, die Reizgewalt und die Reinigung, welche die jeweilige Grundlage bilden für unsere vier inkarnierten Wesensglieder?
Im Grunde fragt er: Wie verhälst du dich zu deinem inkarnierten Dasein? Denn die drei Stimmen, die hier – Jenseits der physischen Wirklichkeit, hörbar werden, sind nicht Befindlichkeiten der Wesensglieder, sondern Einwirkungen von den von einem selbst zugelassenen Wesen, die sich hier offenbaren. Man ist in der gleichen inneren Situation angekommen, in der uns Rudolf Steiner den Menschheitsrepräsentanten darstellt. Er steht in der Freien Entscheidung, die Gnadensituation zu erleben, die Stimme des Christus in sich vernehmen zu können und gleichzeitig in der Versuchungen von den zwei Gegenmächten Luzifer und Ahriman, ihren Stimmen zu verfallen. Diese Kräfte also sind unmittelbar nach dem bewussten Aussteigen aus dem Leibe erlebbar, zusammen mit dem Hüter der Schwelle, der einem Bewusstsein schaffend und helfend zur Seite steht.
Was heißt es – das Gleichgewicht halten – zwischen diesen geistigen Wesen?
Prüft man seelisch genau die Antworten des Christus, so findet man, dass diese Stimme im Geistigen so lange den dortigen Gegebenheiten und Gesetzen folgt, SO LANGE man wirklich nur im Geistigen ist, und dass anschließend wieder das bescheidene Zurückkehren in den physischen Leib und die Gegebenheiten der irdisch-festen Umgebung gelten. Hingegen Luzifers Stimme einen auflösen möchte, einen verführen möchte im Geiste zu verbleiben – und Ahrimans Stimme einen festhalten will und das Physische ins Geistige hineintragen will, es nicht loslassen kann für die ganz Andersartigkeit der geistigen Welt.
In der 15. Stunde fragt der Hüter: - nachdem also die eigene Seele eine Entscheidung getroffen hat und sie diese dem Hüter offenbart hat – "Was WIRD aus der Erde Festigkeit, die dich stützte?“
Diese Frage richtet sich nach vorne und ist wie eine magische Frage, die ein Tor öffnet, durch das man nun die geistigen Wesen hören kann. In einem Vortrag malt Rudolf Steiner diese Situation an die Tafel, da wird eine Mondsichel sichtbar und zur rechten Seite hin offenbart sich die uns gewohnte irdische Welt, während zur linken Seite hin – jenseits der Mondsichel – sich die Geistwelt mit ihren Wesen offenbart. Eurythmisch gestalten wir es so, dass der vordere Bereich der dem Irdischen zugewandte ist – während der hinter dem Rücken befindliche Teil die geistige Welt von uns an der Gestalt erlebbar machen kann.
Wir, als bewusste ICH-Wesen, überschreiten so – noch auf Erden lebend – in dieser Weise die Schwelle. Der Verstorbene wechselt im Ganzen den Standpunkt, er IST dann in den unterschiedlichen Seelen- und Geisteswelten und schaut auf die irdische Welt aus dem Umkreis hinab – während wir hier vom Haut-Umgrenzten Leib in den Umkreis hinauf schauen und dort unser Jenseits erleben.
Hier in der 15. Stunde beginnt man also zu HÖREN, was die Angeloi, die Archangeloi und Archai zu uns sprechen, wie sie sich offenbaren und welche Aufgaben sie an uns Menschen stellen, damit wir weiter kommen können. Das kann begleitet werden von einem „Aufglimmern“ bis hin zum „Aufleuchten“ der Geistumgebung.
Zur 15. Stunde:
Wenn man sich als Ich im Geiste erlebt, zurückblickend auf die Leibeshüllen, die den drei Reichen der Natur entsprechen und in denen wir uns im Normalleben zu Hause fühlen, so sollen wir uns nun – im Geiste – genauso angehörig fühlen lernen den geistigen Wesen, die in der geistigen Welt wahrnehmbar, hörbar und zu erleben sind. Unser Ich stammt von dort – und wir erleben so unsere wahre Heimat. Eine wunderbar golden-warme Welt, die sich dem Geistesschüler langsam offenbart, wenn das Ich zu dem rechten Selbsterleben durchstößt und wahrnimmt, dass es selbst zu leuchten beginnt – und so Licht in das vorherige Dunkel bringt.
Die Lernaufgaben, die diese sich nun offenbarenden Wesen an uns stellen, sind in den Tätigkeits-Worten charakterisiert. Ein inneres Einhalten, ein „Geistbesinnen“ kann da sehr hilfreich sein. Es gilt tatsächlich die Wesen wahrzunehmen, wie sie in unserem Denken etwas erfühlen – wie also eigentlich unser Denken nicht von uns ist, sondern aus dem Geiste stammt und wir hier die letzte Empfangsstation sind, die es zu Bewusstsein bringt – und damit frei umgehen dürfen. Denn, bringe ich dieses Denken dann bis zum Wort und bis zur sichtbar geschriebenen Sprache – ist es bereits eine Teil-Realisation. Wird dann das Gedachte weiter umgesetzt in die Tat so ist das der Schöpfungsprozess, der uns so möglich ist – im Zusammenhang mit der geistigen Welt.
Als eurythmische Formübung kann man eine senkrecht-stehende Lemniskate gebrauchen, um die dritte Hierarchie etwas zu erleben: Man beginnt am Kreuzungspunkt nach links vorne bei: „Empfinde“, ist dabei auf seine Seelenempfindung konzentriert, dann beim Kreuzungspunkt angekommen, erklingt: „Wie wir in deinem Denken empfinden“ wobei man den hinteren Teil der senkrechten Lemniskate wieder bis zur Kreuzung gestaltet, indem die geistigen Wesen als von oben hinten in uns hineinwirkend erleben kann. – Der hintere Raum ist unser unmittelbarer GEIST-Raum.
Kommt man zur zweiten Frage des Hüters und deren Offenbarungen durch die Zweite Hierarchiegruppen, so könn einem hilfreich sein die Bewegungsabläufe der eurythmischen „Sonnenbewegungen“. (Die dreifachen Sonnenbewegungen sind in meinem Eurythmiebuch ab Seite 66 beschrieben.)
Wenn man nun zu dem ersten Teil des Satzes die jeweils obere – im Geiste wirkende rotierende Armbewegung macht und zum zweiten Teil des jeweiligen Satzes die untere Sonnenbewegung dann hinzunimmt, so versteht man das eine durch das andere besser. Rudolf Steiner hat diese Inhalte zum Teil aus solchen sich in Bewegungen darstellenden Wesen abgelesen – und in unsere Menschensprache übersetzt.
Also:
„Was wird aus des Wassers Bildekraft, die dich durchdrang?
Exusiai: „Erkenne Geistes-Welten-Schaffen rechter Arm kreist rechts oben
Im Menschen-Körper-Schaffen.“ Linker Arm hinten unten kreist auch
Dynamis: „Erfühle Geistes-Welten-Leben linker Arm kreist links oben
Im Menschen-Körper-Leben.“ Rechter Arm hinten unten kreist auch
Exusiai: „Wolle Geistes-Welt-Geschehen beide Arme kreisen oben
Im Menschen-Körper-Sein.“ Beide Arme kreisen hinten unten
Die Zweite Hierarchie ist eine rein Geistige Hierarchie, sie dient dem Christus, bildet die Mitte und bewegt sich intensiv in unserem Menschen-Körper-Schaffen, im Menschen-Körper-Leben und im Menschen-Körper-Sein, sie ist die verbindende Kraft, ist der Vermittler zwischen der Ersten Hierarchie und der Dritten Hierarchie. Im Grundsteinspruch heißen sie: „Lichtesgeister“. Findet man mit seinem Ich hier den Zugang, so entsteht das L-ich-t im Ich, das im Geistbereich leuchten kann.
Das Grundprinzip dieser Zweiten Hierarchie ist – als eurythmische Form erlebt - die Lemniskate. Die Achsen zweier Lemniskaten kann man in dem gerade dargestellten Text, mit den Achsen des Andreaskreuzes in Übereinstimmung bringen, so fügen sich eurythmische Armbewegung mit Raumesform zusammen, wenn man jeweils im Kreuzungspunkt beginnt.
Dann ist die Lemniskate für die Exusiai nach rechts geneigt, diejenige für die Dynamis nach links geneigt und diejenige für die Kyriotetes steht senkrecht gerade nach vorne ausgerichtet.
Eine Ahnung davon, wie es mit den Antworten der Ersten Hierarchie auf die dritte Frage bestellt ist, kann man bekommen, wenn man eine eurythmische Form-Übung dazu macht:
Auch hier ist die Lemniskate der Ausgangspunkt.
Für die Erste Hierarchie kann man die Lemniskate wie eingestülpt sich vorstellen, d.h. es soll ein INNEN-Sein sich bilden zu dem großen GOTTES-Welten-Sein. Stülpt man also den oberen Teil einer vor uns stehenden Lemniskate am Kreuzungspunkt nach Innen in den unteren Teil um, so entsteht ein innerer Kringel, der sich kreuzt und zum äußeren Kreis wird, diesen durchläuft man auch ganz und kommt wieder zum Kreuzungspunkt, der einen wiederum nach Innen führt. Ich schildere diese Form so, dass der Leser selbst als Eurythmisierender diese Form macht: Dasjenige, was zeichnerisch nach unten weist auf dem Papier, wird ausgeführt im hinteren Geist-Raum des Menschen. Also: ich beginne vom Kreuzungspunkt aus nach hinten rechts den kleinen Kringel für das INNEN-Sein, komme zum vorne liegenden Kreuzungspunkt der Lemniskate und setze fort auf dem größeren Kringel nach rechts hinten, den kleineren Kringel umfassend, wobei ich dort die Außenseite, d.h. den göttlichen Umkreis erlebe. Hingegen komme ich wieder aus der Geistwelt zum Kreuzungspunkt, so wende ich meine Aufmerksamkeit ganz nach innen, zum Zentrum des kleinen Kringels. Die Lemniskate ist eben das Wunderwerk, dass da ein Inneres in der einen Formhälfte gebildet wird und Äußeres in der anderen Hälfte der Form.
Das soll dann noch unterschiedlich erfüllt werden mit „Sein“, „Leben“ und „Licht“… Eine Herausforderung die Throne, Cherubim und Seraphim differenziert zu erleben.
Zeichnet Euch die drei Lemniskaten-Formen genau auf und macht sie dann. Falls nötig, so lasst Euch das von Eurythmisten zeigen – es ist eigentlich ganz einfach…
Ganz liebe Grüße, Eure Gudrun
23. E-Mail-Brief zur Michaelschule (28.08.2022)
Ihr Lieben,
Um diese kleinen Briefe verstehen zu können, so muss man, selbstverständlich,
bereits diese Stunde selbst gelesen haben. Denn nur ein paar Hinweise werden
von mir gegeben, nicht eine Nacherzählung der Stunde. Eine eigene
Wiedergabe zu gestalten wäre aber für einen jeden von Euch eine große
Herausforderung – und Hilfe um weiterzukommen. Das ist überhaupt die
Methode, wie man sich Inhalte der Geistesforschung zu eigen macht, so dass
man sie nicht wieder vergisst: mündlich und schriftlich üben, in eigenen
Worten die Inhalte so genau wie möglich wiederzugeben…
Nun zu den inneren Schritten von der 14. zur 15. und endlich zur 16. Stunde:
Unser Verhältnis zu den Elementen hat uns in der 14. Stunde in die Bereiche
von den drei inneren Stimmen geführt, die das Wirken des Christus, des
Luzifers und des Ahriman in unserer Seele charakterisiert. – Eine bestimmte
Stufe der Selbsterkenntnis.
Die 15. Stunde bringt uns weiter – auch ausgehend von Fragen nach den
Elementen in uns, was aus ihnen wird – oder woraus sie geschaffen wurden
oder, was sich in ihnen eigentlich offenbaren kann.
Zur Selbsterkenntnis bezüglich der Bewusstwerdung über das eigene
Denken, Fühlen und Wollen führt uns die erste Frage des Hüters. Wir erleben,
dass es die Angeloi, Archangeloi und Archai sind, die III. Hierarchie, die darin
empfinden, erleben und schauen.
Was sind wir doch für ein Wesen, in dem die Hierarchien so stark wirken!!!
Das wird noch verstärkt durch die Aufforderung der Wesen der geistigen
II. Hierarchie, die in unserem Körper, innerhalb unserer Haut schaffen, leben
und sind; sie gestalten alles, von der Vibration der Zelle, hin über das Wellen
des Blutes bis hin zum Atem, der auch den Tag-Nacht-Rhythmus steuert. Sie
erhalten uns lebendig.
Und die große I. Hierarchie sie zeigt an, dass wir ein neues Selbst-
Bewusstsein, ein Gottes-Welten-Sein bereits leben und darinnen wissend
ergreifend mögen ein Innen-Leben, das dem Gottes-Welten-Sein entsprechen
kann. Hier wachsen die kosmischen Aufgaben an unser Ich bereits in sehr
hohem Maße. Wir sind da bereits jenseits der Schwelle, außerhalb unseres
Leibes und erfahren Hinweise, wie wir uns zu den göttlichen Dimensionen
unseres geistigen Wesens verhalten mögen. „Erwarmen“ sollen wir und dann
das Innen-Licht erwecken! „Erweck in dir Innen-Licht in deinem Gottes-Welten2
Licht.“ Die seraphische Kraft in uns kann Licht schenken, das in der Dunkelheit
des Geistes leuchten kann.
„Wir machen in der Art, wie es für den heutigen Menschen und für den
Menschen der Zukunft sein muss, dasjenige durch, was in den alten heiligen
Mysterien bezeichnet worden ist damit, dass der Schüler sagte: „Er würde
geführt in die Wesenheit der Elemente Erde, Wasser, Luft“.
Aber die Wärme, die auch ein Element ist, durchdringt alles…“
Und weiter geht es in der 16. Stunde, in der wir in Bereiche eintauchen, die wir
von den Schilderungen des nachtodlichen Lebens kennen. Die Aufforderung
wird hörbar: während man noch auf Erden lebt, aber sich im Geiste befindet,
die Akasha-Chronik als „Lebensflammenschrift“ uns in den Ätherweiten zu
erwecken und sie geht weiter zum Erleben des Lebensfilmes, der das Leben wie
aus einem Spiegel uns zeigt als „Seelensühnekräfte“ und kommt hin bis zur
Karma-Ausarbeitung mit den Hierarchien als „ewige Wesenstaten“ mit den
„Geisterlösermächten“. Eine solche Selbsterkenntnis und Anregung, bereits in
diesem Leben hier das Karma zu bearbeiten, kann helfen sich schneller von
alten karmischen Lasten zu befreien und sinnvoll an einer Zukunft zu bauen –
aus dem Wissen heraus, dass wir, jeder einzelne, ein Teilaspekt der göttlichen
Schaffensmächte sind und dieses uns bewusst machen mögen.
Die intimen Fragen des Hüters hinterher, ob der eigene Geist das
verstanden hat, ob die Seele das begriffen hat und ob der Leib das erlebt hat,
führen das Menschen-Ich zum Erleben dessen, was in den Antworten des Ich
sich offenbart und was auch in der großen Kuppel des Ersten Goetheanum ganz
oben als drei Imaginationen gemalt wurde. Schaut mal im Buch „Von den
Quellen…“ vorne das 2. Kapitel an. Da seht Ihr die drei Antworten gemalt, das
„I-Motiv“, das „A-Motiv“ und das „O-Motiv“ schildern die Antworten malerisch.
Vergleicht sie mit den Texten dieser 16. Stunde.
So lernt Ihr einsehen, wie grundlegend und wichtig die drei Vokale
„I – A – O“ sind und warum die eurythmische Übungsreihe sie zu Anfang und
zum Schluss hat. Sie sind die Kurzformeln für die drei Hierarchie-Gruppen. Und
sie sind der esoterische Name des Christus, der auch durch die Hierarchien in
uns immer lebt. ER ist unser „wahres Ich“, Ihn in uns zu erleben, darum geht es:
„Nicht ich, sondern Christus in mir“ bezeichnet Paulus diesen Zustand des
wahren Ich. In dieses Ich ergießen sich die umgewandelten Weltenkräfte als
Metamorphosen in die Willenskräfte hinein und „verweben“ sie so mit der
eigenen Wesenheit.
***
24. E-Mail-Brief zur Michaelschule (23.09.2022)
Ihr Lieben,
Zur 17. Stunde der Michaelschule weist Rudolf Steiner hin auf die wunderbare Himmelserscheinung des Regenbogens. Und wir bekommen genau dargestellt, WIE man auf die andere Seite des Daseins kommen kann und WIE von dort alles umgekehrt aussieht, als von hier, von der Erde aus.
Kennt man die sphärische Geometrie, die mit dem Unendlichen arbeitet, so ist das nicht schwer zu begreifen, wie aus einem Bogen eine Schale wird. Ich zeichne Euch aber zur Sicherheit das Phänomen an einer Lemniskate auf. Sie wird in liegender Form auch als „Unendlichkeitszeichen“ benutzt. Ausgehend von einer aufrecht stehenden Lemniskate auf Erden, vergrößere ich die Endkurven und erhalte: oben einen Bogen und unten eine Schale.
Der Umstülpungspunkt ist zugleich der Kreuzungspunkt. Das, was außen oben war, wird zum Inneren unten – und umgekehrt, was man an den Farben blau und rot sehen kann, wenn man sie verfolgt. Vom umgestülpten Handschuh habe ich bereits geschrieben – hier zeigt uns die Geometrie – wie alles im Gegenraum, im Geistesraum, umgekehrt wird im Verhältnis zu, wie es hier auf Erden aussieht.
Und sehen wir mit unserem höheren Ich diese „Weltenschale“ nun unter uns, weil wir aufgestiegen sind durch den „Regenbogen“, so nehmen wir wahr in dem Farbenfluten die drei Gruppen der Dritten Hierarchie. Sie atmen in den Farben und sprechen durch sie zu uns und schildern ihre dienende Aufgabe gegenüber den drei Gruppen der Zweiten Hierarchie.
Dann vernehmen wir von der Tätigkeit der Zweiten Hierarchie, mit ihren drei Gruppen. Sie wecken das Brauchbare des Empfangenen zum Sein und schenken es den Strahlen. „In Wahrheit strahlt in den Strahlen der Geist.“ … „Und jetzt hören wir, wie sie mitgeben diesen strahlenden Geisteskräften dasjenige, was als schaffende Liebe wirkt im Kosmos, was auf den Sternen- den Sonnenstrahlen als LIEBE webt, als Liebe flutet durch den Kosmos und die eigentlich erzeugende, schaffende Kraft im ganzen Kosmos ist.“
Rudolf Steiner fährt fort: „Dann sehen wir, dass dasjenige, was also dadurch entstanden ist, dass Erdengedanken belebt worden sind durch die Dritte Hierarchie, dass das… empfangen worden ist von der Zweiten Hierarchie und den Sternenstrahlen, den Sonnenstrahlen mitgeteilt worden ist, in LIEBE gewandelt worden ist; das sehen wir übernommen von den Wesenheiten der Ersten Hierarchie und … zu den Elementen gemacht, aus denen sie neue Welten
schaffen.“… „Jetzt hören wir mit den Geistesohren weiter. Es beginnen zu sprechen die WELTENWORTE, die Wesen der Ersten Hierarchie, Throne, Cherubine, Seraphine.“ Und „die Welt ist das Geisteswort, das das ICH will; und im Schaffen von Seraphinen, Cherubinen und Thronen IST die Welt.“
Zitate aus 17. Stunde der Michaelschule.
Darf man an solchem Geschehen teilhaben, so erkennt man, dass auch wir selbst so erschaffen wurden. Und es kann ganz still und bescheiden aus dem Inneren eine Art Glaubensbekenntnis als Antwort herauftönen, beim Zudrücken der Geistesaugen durch den Hüter:
„Ich trat in diese Sinneswelt…“