Gedichte von Gudrun D. Gundersen 

Gudrun Elisabeth Deterding Gundersen

geboren 1949 in Duisburg, als Tochter von Dr. Ernst Deterding und seiner Frau Ingeborg, die 12 Kinder hatten.

Als Waldorfschülerin gestaltete sie im Verlauf der 12. Klasse-Jahresarbeit einen Bildfries über das Märchen "Der Eisenhans".

Schon früh begann Gudrun auch Gedichte zu schreiben.

Nach dem Abitur heiratete sie den dänischen Studienrat Gustav Stentoft Gundersen, der Musiklehrer in Vejle, Wien und Oslo an der Waldorfschule wurde. 

Nach dem Eurythmiestudium in Den Haag und Wien zog das Künstlerpaar nach Oslo, wo sie drei Kinder bekamen. Der frühe Tod ihres Mannes machte eine zweite Verbindung möglich, die mit dem verwitweten Freund ihres Mannes, Luciano Marsi und seinen zwei Söhnen, viel Leben und noch ein weiteres eigenes Kind ins Haus brachte.

Intensives Studium der Anthroposophie und das Gestalten von Eurythmiekursen für Erwachsene, sowie das Schreiben von vielen Artikeln kulminieren nun seit ihrem 70. Jahr in der Gestaltung von den "Sophia-Büchern".

Zur Zeit lebt Gudrun am Bodensee und schreibt.


Das nebenstehende Bild : "Christus und Sophia" zeigt die "Himmlische Hochzeit" der göttlichen SOPHIA mit CHRISTUS. 



 




Spruch

Ehre und Dank dem VATER in den Höhen,

Dank und Ehre der MUTTER in den Tiefen,

Liebe und Frieden allen Wesen.



Tischgebet

 

Ich  danke dem Himmel, 

ich danke der Erde, 

dass ihr mich nährt 

als euer Kind;

  

In Dankbarkeit 

Empfang ich die Speise, 

In Liebe zu Euch 

Ich Euch jetzt preise.

  

G.D.G. 2012 

Anschliessend kann das Essen mit drüber gehaltenen Händen gesegnet werden mit oder ohne Aussprechen der Worte: “Gesegnet sei die Mahlzeit“

Und als Abschluss kann man sich die Hände reichen und dazu sagen: „In Liebe vereint“. Dieses ist ein Versuch, das Tischgebet und das übliche „Gesegnete Mahlzeit“ sinngemäss zu durchdringen und so aufgeteilt zur vollen Wirkung kommen zu lassen.

 

 

Gebet


Mögen die himmlischen Hierarchien

In meinem Denken leuchten,

In meinem Fühlen weben,

In meinem Wollen wirken,

Auf dass ich als Mensch

Aus freiem Willen

Wieder in Einklang

Mit dem Willen Gottes lebe,

Mit dem Fühlen des Christus schaffe,

Von den Gedanken des Heiligen Geistes

Begnadet werde.

Ja, so sei es.

Owingen, 10.11.2013      G.D.G.

 

****

  Lichtes-Strahlen

 

Lichtes-Strahlen

Liebes-Wellen

Strömen uns von oben her -

Sie erfüllen

Sie beleben

Sie durchdringen uns gar sehr –

 

Sonnenumkreis

Strömet in mich

Wirket weiter

In die Erde

Bildet einen grossen Kreislauf.

Webet aufwärts

Hin zur Sonne -

Kehrt zurück zu mir -

Mich erhellend

Mich durchleuchtend

Und erstärkend mich.

 

Dank erfüllt

Schenk ich es weiter

Uns`rer treuen Mutter Erde,

die uns trägt

seid Urwelt-Zeiten –

Ihr gebührt dies neue Licht.

 

Vater Sonne

Spricht zur Mutter

Durch uns Menschen

Licht erfüllt.

Hört es Schwestern,

hört es Brüder

wie wir lichtvoll eingehüllt

von den Liebes-Wärme-Strahlen

von den Lebens-Wasser-Quellen.

 

Dank entströmt so uns`rem Herzen

Dank verbindet uns aufs Neue

Weil wir lieben un`sre Mutter

Weil wir ehren uns`ren Vater

Und die Friedensbotschaft künden

Sie im Lächeln weiterschenken.

 

Gudrun D. Gundersen, Owingen, 13.7.2013

 

***

Dankeslied an Sophia

 

Gegrüsset seist Du,

 SOPHIA

Himmelskönigin,

voll der Gnade und Barmherzigkeit.

Du umhüllst und begleitest uns

Mit Deiner Wärme und Liebe.

Durch Deine Weisheit

Konnten wir erkennen

und aufnehmen

das Christuskind,

 das Du geboren in Weltenfernen.

Der Drache des Egoismus

Wollte es verschlingen,

doch Du legtest es

in unser Herz.

 

Du umhüllst und schützest uns

 und das Lichteskind im Herzen.

Sein Licht  leuchte auf unserem Weg

Und lässt uns finden

Das innere Licht auch im anderen.

 

O Sophia,

Sternentänzerin,

Du verbindest die Menschen

In Frieden und Eintracht.

Du erfüllst uns mit Freude,

dass Gemeinsamkeit und Dankbarkeit

lebe in unserem Tun,

so dass wieder Gleichgewicht herrsche

in und um uns,

in der grossen Welt aussen

und in unserem eigenen Innern.

Das leuchtende, wärmende Christuslicht

 durchlichte unsere festen Leiber,

vertreibe alles verfestigte Alte

Und mache uns gesund und geschmeidig.

 

Als leuchtende Wesen

Wirken wir so gemeinsam

Mit Dir und all den hierarchischen Wesen,

die Dir und Christus dienen

um die Mitmenschen

und die Natur

zum harmonischen Leuchten zu bringen,

um die Erde so aktiv zu begleiten

auf ihrem Prozess der Sternwerdung.

 

Du gibst uns die Erkenntnis,

dass wir in uns

 im eigenen Inneren anfangen müssen

die Verwandlung,

die Christus uns vorgelebt.

Im Sterbenlassen des Alten

Kann das Neue sich bilden.

 

Auch die Hierarchien warten auf Erlösung

Durch uns Menschen,

 denn sie haben ihre Gaben

 an uns gegeben,

 auf dass wir freie,

 bewusste Wesen werden konnten.

Nun brauchen sie unseren Dank

Und das gelebte Verwandeln,

damit auch sie befreit von ihrer ersten Aufgabe

in die nächste Stufe ihrer Entwicklung

eintreten können.

 

Alle Wesen warten auf uns Menschen,

dass wir in Freiheit vollziehen

das Wunder der Verwandlung

vom Egoismus zur universalen Liebe.

 

Wir leben in einer Zeitenwende,

alte Prophezeiungen zeigen dies auf,

und die Sterne singen dazu ihr Lied.

Alte Kulturen sahen voraus,

dass einst die Menschheit

 an diesem Wendepunkt

stehen würde.

Ein weiser Spruch sagt:

"Erst, wenn ich Lichtes denke,

leuchtet meine Seele,

Erst, wenn meine Seele leuchtet,

Ist die Erde ein Stern,

Erst, wenn die Erde eine Stern ist,

Bin ich wahrhaft Mensch."

 

O Himmelskönigin,

Sophia,

Du beschenkest all die Menschen,

die solches den Mitmenschen lehren,

mit Deiner Weisheit und Liebe.

Geleite uns auch in der kommenden Zeit

Und hülle uns in Deinen Frieden.

 

Dein farbenreicher Himmelsmantel

Segne uns

Mit jedem Stern, der uns scheint,

mit dem Abend- und Morgenrot.

Aus jedem Blumengesicht,

jeder Welle des Wassers

sprichst Du und der Wiedergekommene,

der Erwartete.

In jedem liebevollen Auge,

Jedem Herzenswort

Ertönt Ihr

Und nährt und stärkt

das Neugeborene in uns.

 

In Dankbarkeit

Neigen wir uns vor der Schöpfung,

Neigen wir uns vor

All den Taten und Hilfen

Des Himmels. 

Im Dank verschlingt sich alles Sein.

AMEN, Ja, so ist es.

 7.12.2012 Gudrun D. Gundersen

 

  

***

An unsere große Göttliche Mutter des Himmels und der Erde

 

Du grosse, unerschöpfliche

Göttliche Mutter des Alls!

Du warst die Erste von Allem,

Was vom Vater geschaffen wurde.

Du hast aus Dir den Weltenplan hervorgebracht,

Bist unsere Ur-Mater,

Mutter von Allem Stofflichen.

 

In Wundern über Wundern

Hast Du Dich uns offenbart.

Im Firmament und den Gestirnen

Leuchtest Du uns die Zeitenzyklen;

In Sonne und Mond

Erhellst Du uns Tag und Nacht;

Im Sturm und Regen

Spüren wir die Heftigkeit Deiner Liebe -

Säuselnder Wind und Sonnenschein

Sind Deine Liebesbezeugungen.

Sie lassen wachsen

Blumen und Bäume

Mensch und Tier.

 

In Blitz und Donner,

In Wasser und Erde

In Luft und Feuer

Offenbaren sich Deine Geschöpfe.

 

Wir alle sind Deine Kinder,

Aus Himmelshöhen kommend

Bei Dir hier auf Erden Heimat findend.

Du nährst uns

Du beschützt uns

Du liebst uns

Und lässt uns wachsen.

 

Du Wunderbare,

Du Grosse,

Du Alles umfassende Mutter,

Du hast der Erde und uns allen

Die EVOLUTION gebracht,

Du regulierst die Zeitenläufe

Und den Wechsel der Jahreszeiten.

Du begleitest liebevoll

Von Stufe zu Stufe

Die Erde und ihre Geschöpfe.

 

Heute, - endlich -,

Können wir, Deine Kinder,

Dir mit Bewusstsein an Dich denken.

In Ehrfurcht und Dankbarkeit

Voll Liebe und mit Frieden im Herzen

Nähern wir uns Dir.

- Wohl wissend,

Dass noch an anderen Orten

Unsere Schwestern und Brüder

Leiden unter Hunger, Verzweiflung und Krieg.

 

Doch mutige Kinder gibt es,

Die sich wehren gegen - die Macht

Die Dich verneint und ausbeuten will.

Nehme das Opfer auch von diesen Mutigen entgegen

Sie singen ihr Lied

Unter Tränen und Schmerzen.

 

Auch im Namen all der Leidenden,

Die selber nicht die Worte finden,

Um Dir den Dank auszusprechen,

Möchten unsere Worte Dir gelten.

 

Deine Äonen umfassende Geduld

Deine Grosszügigkeit der Gaben

Deine ewig erneuerte Gnade im Schuldenerlassen

Wir bitten Dich,

Übe sie weiter aus,

Verzweifele nicht über diejenigen,

Die eingefangen von Systemen,

Als Soldaten und Polizisten,

Sich gegen die Unschuldigen und Schwachen richten müssen.

Habe Erbarmen auch für sie.

 

Heute bringen wir Dir dar

Unsere Liebes-Opfer

Mit Kerzenschein

Mit Ton und Wort

Und mit unserer Glieder Kosmischen Tanz,

Der Dich ehrt,

Deine Gestirne

Und Deine Elemente.

 

Mögest Du unsere Gaben annehmen

Und gewiss sein,

Dass wir Deiner - von nun an –

Nicht mehr vergessen!

 

 

 

 

In jedem Kristall


In jedem Kristall

Werden wir Dich erkennen -

In jeder Blüte

Deine Gegenwart erschauen -

Im Spiel der Tiere und Kinder

Uns mit Dir an der Vielfältigkeit erfreuen

Und hoffen so –

Auch Dir Freude zu bringen.

 

Sei gegenwärtig und nimm entgegen

Unsere Geschenke

Unsere klingenden, sanft formenden Melodien

Unsere Worte, die Deine Schöpfung ehren und preisen

Und jede unserer geordneten Bewegungen,

Die aus Einsicht in die Weisheit

Von Gliederbau, Wort und Ton

Dir als Opfer dargebracht werden.

 

In allen Zeiten wussten Eingeweihte von Dir

Und sangen Loblieder Dir zu,

Du Weisheitsvolle, Göttliche Sophia,

Mutter unserer Erde und des Kosmos,

Dich loben und preisen wir.

 

Un-endlichen Dank Dir –

Für unsere wunderbare Welt

Den herrlichen Kosmos

Und das Geschenk unseres DASEINS!

Du Grosse

Unerschöpfliche

Göttliche Mutter des Alls!

DANK – TAUSEND DANK – D-A-N-K!!!

 

 

Zum Jahresbeginn des Jahres 2012

wollten diese Zeilen in die Welt.

Mögen alle, die darin einstimmen können,

sich gerne der Worte und Impulse anschliessen

und eine Welle der Dankbarkeit

über die Welt verbreiten

auf dass Frieden und Liebe unter den Menschen

und zu der Erde und ihren Geschöpfen gesandt werden.

 

 

 

*** 

Ehre und Dank dem Vater in den Höhen -

 

Dank und Ehre der Mutter in den Tiefen -

 

Frieden und Liebe allen Wesen

 

 

***

Sternensegen wünsch ich Euch

 

Sternensegen wünsch ich Euch

Licht von oben – unbegrenzt

 

Wärme aus den Erdentiefen

Lässt uns wachsen, lässt und fruchten

 

Licht und Wärme leben auch in mir

Sie verbinden sich im Herzen

Dort ist Wendepunkt, dort ist Mittelpunkt

 

Herzkammern öffnen sich

Nehmen auf und schliessen sich

Geben ab und öffnen sich

Ewig wechselnd

 

So kommt jeder Tag zu uns,

wird erlebt, gewärmt am Herzen,

dann entlassen, fliesst er weiter

und ein neuer Tag ist schon geboren.

 

Jahre gehen so dahin,

waren nahe, sind nun ferne

bilden einen langen Weg

Weg des Lebens – hin zum Lichte

 

Denn Sternensegen war zu Anfang

Er beschliesst auch unsren Lauf

 

Unser Leib- ein Geschenk der Mutter

Unser Geist besteht aus Licht

Unsre Seele hat verbunden

Licht und Wärme

Gott und Erde

Neu gefunden, neu verbunden

In dem Kinde

In dem Werden.                                 

 

 19.12.2010 G.D.G.

***

 

Jede Nacht schwimmen wir hinüber

 

 

Jede Nacht schwimmen wir hinüber

Ans andere Ufer des Seins.

Dort wo die Engel tanzen,

dort wo die Winde schlafen,

 dort wo wir hergekommen sind.

 

Jede Nacht sehn wir die Taten

Die wir getan am vergangenen Tag

Der Engel er lehrt uns

Die Taten zu sehen

Wie er sie geschaut.

 

Wir wollen lernen

Wir wollen wachsen

- doch hindert Vergessen

das nächtlich Geschaute bewusst zu fassen.

 

Nur Träume lassen erahnen

Was wir gelernt

Was wir geschaut

 

Ahnendes Träumen

Wachendes Schlafen

Führen uns näher

Dem Jenseits zu.

19.12.2010 G.D.G.

 

*** 

 

Ich sehe Maria …

 

Ich sehe Maria den Himmel durchschreiten;

es funkeln die Sterne,

sie glänzen ums Haupt ihr.

Zart schimmert ihr Antlitz,

hell leuchtet das Herz,

es strahlt wie die Sonne,

erwärmt von dem Kinde

das ungeboren noch bei ihr ist.

Der Sohn des Höchsten

Durchglühet die Rose

Selbst noch verborgen

Im himmlischen Mantel. 

Die Mondensichel geleitet die beiden

Auf ihrer Reise zur Erde hernieder.

 

Dort harren die Menschen

Vergraut von dem Alltag;

Kaum können sie sehen

Das Wundergeschehen.

Ihr Blick ist zur Erde gebannt.

Doch streichelt ein Lichtstrahl

ganz sanft und innig

über die müden Augenlieder;

er weckt in den Menschen Erinnerungsbilder

aus Zeiten der Kindheit

wo man den Himmel noch schaute.

  

Zwei Tränen waschen den Staub dann fort

ein Blick an den Himmel

Lässt Hoffnung erblühen

 In müden Menschengesichtern.

Voll Sehsucht schauen sie alle nach oben.

Licht und Liebe strahlen von dort.

 

Werd ich den Stall wohl finden

Wo Himmelslicht zur Erde kommt?

 

Da löst sich ein Stern aus Marias Mantel

Und fällt mir ins herz

-         dort brennt er und mahnt mich

nach Höchstem zu streben

um Licht ganz zu werden.

 

Ich sehe Maria den Himmel durchschreiten;

Es funkeln die Sterne

Sie glänzen ums Haupt ihr

- und einer brennt mir im Herzen.

 

 Adventssonntag,1982

Gudrun D. Gundersen

 

*** 

To be cleansed by the Sea & CHANGE
To be nurtured by the Land & GROW
To be shone upon by the Stars & REMEMBER
To be empowered by the Dream & SAIL
To be danced by the Spirit & KNOW
To be touched by Love & HEAL
To be blessed by the Ancestors & WALK
the Truth of who we are.

By Katja Fox

 

Gereinigt vom Wasser des Meeres


Gereinigt vom Wasser des Meeres – und verwandelt

Ernährt von der Scholle der Erde – und wachsend

Beschienen von den Sternen des Himmels – und erinnernd

Gestärkt von den Träumen der Seele – und fliegend

Getanzt im Reigen der Götter – und nun wissend

Berührt von der Göttlichen Liebe – und geheilt

Gesegnet von den Ahnen – und vorwärts schreitend

Das sind in Wahrheit wir!

 

Gedicht von Katja Fox

Übersetzt von Gudrun D. Gundersen

 

***  

 Segensstrahlung aus der Sonne

Für Judith von Halle

   

Segensstrahlung aus der Sonne

 

Liebeslabung aus Herzenskraft

 

Ewigkeits Ahnung in dieser Zeit

 

Christus Kündung Weltenweit

 

Himmelsnahrung dem Erdenleib.

 

Gudrun D. Gundersen

 

 

 ***

 

 

Freitagabend

 

Freitagabend 

Kar – Freitag – Nacht 

Stille – im Grabe

Ruhe in Deinem Schosse

O, Mutter, 

Erdenmutter. 

Vereinigung mit Dir 

Durch Sein Blut 

Eintauchen in Tiefen 

Weggestade 

Wasserwege 

Feuerzeichen 

Heisse Luft.

 

Wo bist Du, o, Mutter?

Was ist alles Dein?

 

Feb. 2007-03-02 Gudrun D. Gundersen

 

*** 

Endlich darf ich wieder atmen

 

Endlich darf ich wieder atmen

Endlich frei von schwerem Druck,

kann die Seele sich nun laben

an der frischen Frühlingsluft.

 

Vogelzwitschern, Knospenspringen

Freier Blick in die Natur

Lässt das Herze höher schlagen

 

Doch was will sich nun wohl formen

Aus des Druckes schwerer Last?

 

2007, G.D.G.

 

 

***

Ich bin aus Licht geboren


Ich bin aus Licht geboren

Ich fühle Licht in mir

Als Liebe lass ich es ausströmen

Zu Pflanzen, Mensch und Tier.

 Gudrun D. Gundersen,  August 2006

 

 

***

 

 

 

 

Du reine Blüte

 

Für Judith von Halle,

Pfingstmontag, 2006 nach den zwei Vorträgen über den Gral.

  

Du reine Blüte

Edler Spross

Wächst aus des Todes

Dunklem Schoss.

 

Du duftest Reinheit,

Schönheit,

Himmelskraft.

Dein Mund spricht Worte

Klar und hell

Wie Geistes Boten

Zart und schnell,

Sie sprechen tief mir

In mein Herz.

 

Du reine Blüte

Edler Spross,

Bist neues Leben

Bist Seelentrost.

 

 Gudrun Deterding Gundersen

 

*** 

 

Ist es an der Zeit?

  

„Ist es an der Zeit“? , so fragte er mich.

„Es ist an der Zeit“, bekam er als Antwort.

„Bist Du bereit?“

„Ich bin bereit“

Es war 6 Uhr, am Freitag Nachmittag.

Die äussere Sonne war am Untergehen

 - die innere Sonne stand auf.

Der Morgenstern leuchtete.

„Kennst du das Wort,

das den Weg Dir eröffnet“?

„Wahrheit in Ewigkeit“,

„Amen“ .

Geheimnisvolles Dunkel.

 Ein Rhythmus erklingt,

er ergreift mich

und läuft an den Wänden entlang.

Wie eine Welle trägt er uns aufwärts.

Ein Licht und noch eines und mehr und mehr.

Ein jeder trägt sein Licht

 und erleuchtet so den Weg.

Gemeinsam sind wir eine grosse Schar,

die sich den Berg hinauf windet,

den schmalen Weg entlang.

Leise erklingen einzelne Töne.

Immer mehr summen mit

und aus dem Rhythmus erhebt sich

 - ein gemeinsames Klingen.

 Es schwebt empor

-         wie Opferrauch –

 hinauf zu den erwachenden Sternen.

Die glitzern und klingen

in grossen Akkorden und langen Tönen.

„Ihr Menschenkinder“, so singen sie,

„verscheucht die Trauer aus eurem Herzen.

 Erhebet das Antlitz und freuet Euch am Leben.

Ein jeder Klang dringt bis zu uns hinauf.

Wir freuen uns an Eurem Weihegang

und Lobgesang.

Wir reichen ihn weiter zu höheren Höhen

und grösseren Kreisen.

Seid dessen gewiss:

Kein einzelner Ton,

 kein leises Geflüster geht unseren Ohren vorbei.

Behüten und stärken wollen wir alles Wahre.

Vermehren das Gute und Schöne,

dass einst in Stärke Euch tragen möge

der selbst erzeugte Klang.“

 

Die Erde atmet tief auf.

 Auch sie hört das Singen der Menschen.

Sie trinkt jedes liebe, warme Wort.

Sie labt sich an jeder helfenden Tat.

Leise erklingen aufsteigend S E I N E Worte:

„Wer mich isset, tritt mich mit Füssen“

 

Wir Kinder der Welt, erschaut doch,

 in W E M wir geborgen sind!

In W E S S E N Umkreis wir wandeln.

S E I N Blut ist zur Erde geflossen,

 zur grossen Mutter.

Und durch es hat E R sich verbunden der Erde.

Wir sind nicht mehr allein!

Wir sind in S E I N E N Armen.

Wir liegen an S E I N E R   Brust.

Kein Hunger wird uns darben,

Kein Durst, der nicht gelöscht.

 

Erkenne nur, wo du jetzt bist!

Wach auf!

Im Himmel - hier auf Erden.

Kein Stein,

kein Blatt,

Kein Ton,

Kein Wort

ist hier vergebens.

 

Das Äussere, es ist das ein Bild des Inneren.

Das Innere, es ist ein Glanz des Äusseren.

Das Obere, es spiegelt sich im Unteren,

das Untere, es leuchtet auf im Oberen.

Wir sind im Seienden

Ganz Gegenwart

Ganz im I C H B I N .

 

Auf meine Knie falle ich.

Ein Dankgebet steigt auf, wie Opferrauch

Bildet wunderbare Figuren

Und schwebt dann höher und höher

Vermischt sich endlich im Klang der Sterne.

 

Ruhe senket sich in meine Brust.

Wärme breitet sich aus in allen Gliedern.

Eins – Sein mit I H M in diesem Augenblick,

Dann Stille.

  

Nesodden, 10. März, 2006   Gudrun.D.Gundersen

 

***

Gefesselt – Erlöst

 

So lange,

Wie man die Schuld

Bei anderen sucht,

so lange

ist man gefesselt

von eigenen Karma.

 

Dann aber,

wenn man die Schuld

bei sich findet,

vielleicht aus einem vergangenen Leben

Dann erst

Kann sich

Christi Gnade offenbaren.

 

19.10-1999

Gudrun D. Gundersen

 

*** 

 

O Heil`ger Geist

Pfingstmontag, 13.April 1998.

 

O Heil`ger Geist

Wir suchen Dich.

O Heil`ger Geist,

Wir finden Dich.

 

Aus Traurigkeit und Dunkelheit

Wird Freudigkeit und Licht.

Aus Zweifel, Angst und Not

Wird Sicherheit, Erfüllung des Gebots:

Zu lieben alle Kreatur.

 

Die Schwerter sind im Felsen

Die Zungen sprechen nun;

Sie können frei „vergelten“

Was einstens Schwerter tun.

 

Gestaltung wird ganz klar.

 

O Heil`ger Geist

Wir rufen Dich,

Sei Du uns nah,

Wir brauchen Dich!

 

Ich sitze nicht alleine mehr

Wir sind ein kleines Häufchen hier

Und brauchen Deine Kraft,

Erleuchtung – mitten am Tag!

 

Kannst Du uns lassen schauen

Was wir in Zukunft wollen bauen?

Willst Du uns lassen sehen,

Was morgen wird geschehen?

 

Kann ich es jetzt erblicken,

 Wie einst die Welt wird schicken

Uns Menschen hier von nah und fern

Zu sprechen von dem Wunder hier,

Der Wandlung in der Seele?

 

Aus klarem Wasser

Erfüllet uns Dein Geist.

 

Wir wissen jetzt zu tun,

Was richtig ist,

 - zu seiner Zeit.

 

Wir fühlen alles Tun

Als Gottgewollt.

 

 

 

Gudrun D. Gundersen

 

 

Deine Liebe tönet

 

Deine Liebe tönet

Wie ein Glockenton

Tief und voller Freude

In der Seele schon.

 

Oft am Tage schallt es

Klingt es auf in mir

Ja, dann weiss ich sicher,

dass Du in Gedanken hier.

 

Liebe Glocke läute

Klinge immer zu

Führe mit den Tönen

Uns zum seel`gen Du. 

 

1993

Gudrun Elisabeth D. Gundersen

 

 

 

***

Jeder Tag möge Dir schenken

Für Tor Jeremias Kvaal

 

Jeder Tag möge Dir

Seine Offenbarung schenken.

 

Und jede Nacht möge Dir

Ein-Sicht in den Tag gewähren.

 

26.5.1993

 

**

Reifende Felder

 

Reifende Felder

Nebel verhängt,

Frühzeit`ges Herbsten

Der Regen drauf fällt

Bleich schimmernde Sonne

-        sitzend am Sterbebett.

 

Gedanken-licht

Durchdringt allen Nebel -

Weiss hinter den Wolken

Das Ewige Licht - .

Erinnert die Tage

Sonnigen Reifens

Und täglicher frucht.

 

In Dankesgefühlen

Schwing ich mich auf,

sehe aufs Bett hier

Und folge Dir.

 

 

Verpuppen -

Absterben -

Zur Umwandlung bereit -

Verzicht auch auf Nahrung

Bereinigung in Leib, Seele und Geist.

Die Schwelle ganz nah –

Ganz nah dem Schwingenentfalten -

 

Noch ist es dunkel

Doch bald, bald -

Wenn der Tunnel durchflogen

Kommt helles Licht –

Ausgebreitet seh` ich Seine Arme

Näher und näher kommen sie Dir

Nun bist Du bei Ihm

- Und ich sehe Christ.

 

Lörenskog, August 1987 Gudrun D. Gundersen

*

 

 

***

 

Oh, könnt ich doch in Worte fassen

 

 

Oh, könnt ich doch in Worte fassen,

was mich beweget – Tag um Tag,

wenn ich mich neige

über Deine blassen Wangen

und decken darf den Leib,

der nun so krank.

 

Dein Auge hat an Tiefe so gewonnen,

der Schmerz verschleiert es so manches mal,

doch gibt es Augenblicke grosser Wonnen,

Wo voller Strahlenglanz hervor sich stahl.

 

Oh fühle Dich doch ruhend ganz in Seiner Hand,

Und fühle bebend Seine linde Ruh,

Und um Dein Haupt der Sterne stiller Kranz

Und um Dein Bett der Engel-Schwingen-Ruh.

 

Streif alle Kümmernis und Sorgen ab von Dir,

Erlebe Christi Wesen in Dir hier,

Sei Du ein Teil von Seinem Auferstehungsleib

Es ist der Teil, der bleibt in alle Ewigkeit.

 

Mit diesem Teil fühl innig ich verbunden

Durch all die 17 Jahre, die uns morgen runden

Und weiter noch wird uns das Ew`ge tragen

So weit – nur unser Engel kann es sagen.

 

Mein Herz es folgt Dir auf dem Wege,

es will Dir helfen auf steilem Stege

Hinan zu zweit wir werden wandern,

immer verbunden mit einander.

 

Oh danken möchte ich Dir für all die Stunden

Des Glücks, der Freude und der Wunden

Erlernen durfte ich von Dir und Gottes Macht

Was Liebe zwischen Menschen alles schafft.

 

Die grössten Weiten auch und engste Täler

Die süssen, herben und auch salz`gen Tränen,

die klarsten Höhen

 – erreicht durch Glück und Weh –

Ich danke Dir für alles – und seh – und seh-.

 

Verpuppte Kraft – Umschmelzungszeit

Bereitschaft für die Ewigkeit

Bald breitest Du die Schwingen aus

Ins goldne Sonnenlicht fliegst Du hinaus.

 

Ein golden Kreuz trägst Du auf Deinem Leib

Die Schwingen sind ein Regenbogenkleid

Sonnenstrahlen sind Dir dann Geleit

Und Blütennektar wird Dich laben.

 

Ich werde Deine Blüte sein

Du darfst tief in mein Innerstes hinein –

Ein Neues wird entsteh`n und Früchte tragen

In fernen, neuen Erdentagen.

 

Dir sei gedankt für jeden Tag und jede Stunde

Gedankt dem Engel der uns führte diese Runde

Oh`n Deine Kraft, oh Christus, ging es nicht

Sei Du uns weiterhin das leitend Licht.

Hab Dank!

 

Für meinen lieben Gatten Gustav Gundersen zum 17. Hochzeitstag und der am 28.08.1987 starb.

Von Gudrun Elisabeth D. Gundersen

 


 

 Gedichte von anderen


DIE RITTERSCHAFT DES 21. JAHRHUNDERTS


Es gibt eine Ritterschaft des 21. Jahrhunderts,

deren Ritter nicht durch die dunklen Wälder reitet wie früher, sondern sie reiten durch den Wald verdunkelter Gedanken.


Sie sind gewappnet

Mit geistiger Rüstung

Und eine innere Sonne lässt sie erstrahlen.


Aus ihnen scheint Heilung,

Heilung, die aus der Erkenntnis stammt,

dass der Mensch ein geistiges Wesen ist.


Sie müssen innere Ordnung und Gerechtigkeit,

Frieden und Überzeugung schaffen

in der Dunkelheit unserer Zeit.


Sie müssen lernen an der Seite

Von Engeln zu handeln.


Karl König

(„Sie müssen lernen an der Seite von Engeln zu handeln“ von William Bento hinzugefügt)

Übertragen aus dem Englischen von G.D.Gundersen



Gedicht von Gisela Kurz

Sophia

Mutter der Welt

Gottes Gebärerin

in deinem Schoss

ruhn Sonne und Erde


Sophia-Maria

Mutter des Herrn

du leidtragend Erhöhte

erhöre auch uns


Sophia

Mutter der Welt

du Sonnen-tragende

umschliess uns

im Abgrund.


Gisela Kurz